Saisonaus nicht unwahrscheinlich

Erst Himmel, jetzt Hölle: Nächste Hiobsbotschaft für deutschen Biathlon-Star

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Der Saisonstart verlief für Franziska Preuß vielversprechend. Mittlerweile muss das deutsche Biathlon-Ass eine Hiobsbotschaft nach der nächsten verkraften.

München/Oslo – Groß war die Freude bei den deutschen Biathletinnen und allen voran bei Franziska Preuß. Beim ersten Einzelrennen der laufenden Saison in Östersund präsentierte sich die DSV-Athletin in bestechender Form und musste nur Lisa Vittozzi den Vortritt lassen.

Franziska Preuß gesundheitlich angeschlagen: Biathletin verpasst Rennen in Oslo und Soldier Hollow

Zwei weitere zweite Plätze ließ sie in der Verfolgung in Schweden sowie im Sprint von Oberhof noch folgen, diverse Top-Ten-Platzierungen kamen hinzu. Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet, Preuß ist aktuell das Sorgenkind im deutschen Team. Schon bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto konnte die 29-Jährige nicht alle Rennen bestreiten, musste die Staffel aus Krankheitsgründen absagen. Und die Pechsträhne setzt sich noch weiter fort.

Auch am Holmenkollen in Oslo musste sie aufgrund von „Infektsymptomen“, wie Mannschaftsärztin Katharina Blume erklärte, zunächst für das Einzel passen. Nun ist klar: Weder in der norwegischen Hauptstadt noch bei der folgenden Weltcup-Station in Soldier Hollow (USA) wird Preuß ein Rennen bestreiten. Das gab der DSV am Freitagmittag (1. März) bekannt.

Wird in der laufenden Saison möglicherweise nicht mehr im Weltcup fahren: Biathletin Franziska Preuß.

Franziska Preuß leidet unter Atemwegserkrankung: Einsatz in Canmore noch offen

„Aufgrund anhaltender gesundheitlicher Beschwerden (Atemwegserkrankung) kann Franzi weder bei den restlichen Rennen in Oslo noch in Soldier Hollow an den Start gehen. Unter Voraussetzung vollkommener Gesundheit wird ein Start zum WC Finale in Canmore angestrebt. Gute Besserung, Franzi“, schreibt der DSV zum dazugehörigen Instagram-Post.

Bis dahin wären es nach aktuellem Stand noch 16 Tage, die Anreise hat es in sich. Ob Preuß die Strapazen tatsächlich auf sich nimmt und in welcher Verfassung sie in den Vereinigten Staaten aufschlagen würde, steht in den Sternen. „Dann tu dir die lange Reise auch nicht an, Topform ist es ja ohnehin dann nicht“, befindet ein User in den Kommentaren, in denen sich auch zahlreiche Genesungswünsche finden.

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
Biathletin Denise Herrmann-Wick jubelt vor dem Holmenkollen.
Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
Eric Frenzel wird von Sportler der Nordischen Kombination verabschiedet.
Ein ganz großer deutscher Sportler verlässt die Nordische Kombination: Eric Frenzel. 2014 und 2018 wurde er Olympiasieger. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner
Nico Ihle beim Eisschnelllauf.
Der Eisschnellläufer Nico Ihle beendete seine lange Karriere mit 37 Jahren. Sein größter Erfolg: Die WM-Silbermedaille 2017 in Gangneung. ©  via www.imago-images.de
Die deutsche Biathletin Luise Müller beim IBU Cup in Pokljuka.
Die deutsche Nachwuchs-Hoffnung im Biathlon, Luise Müller (22), verkündete völlig überraschend ihr Karriereende. © IMAGO/Harald Deubert
Der deutsche Skifahrer Julian Rauchfuss bei der Abfahrt.
Eine Silbermedaille nahm Technik-Spezialist Julian Rauchfuss bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking mit nach Hause. © IMAGO/GEPA pictures/ Mathias Mandl
Die Biathletin Vanessa Hinz am Schießstand bei ihrem letzten Rennen in Obertilliach
Von Verletzungen und Rückschlägen in der Saison 2022/23 verfolgt: Vanessa Hinz. Die 31-jährige Biathletin hörte 2023 nach ihrem letzten Rennen beim IBU Cup in Obertilliach auf. WM-Silber 2020 im Einzel ist einer ihrer größten Triumpfe. © Harald Deubert/imago
Der deutsche Sportler Jonas Dobler beim Skilanglauf.
Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
Nolan Seegert tanzt mit seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase auf dem Eis.
Der 30-jährige Nolan Seegert beendete seine Karriere als Paarläufer aufgrund der Trennung von seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase (l.). © IMAGO/Stephanie Gouiran
Skirennläuferin Marlene Schmotz umfährt Slalom-Stange beim Weltcup.
DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
Der 30-jährige Paul Fentz beim Eiskunstlauf.
Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Der deutsche Skirennfahrer David Ketterer beendete den Weltcup in Chamonix auf dem 22. Platz.
Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

Nach Hiobsbotschaft für Franziska Preuß: Zahlreiche Genesungswünsche für Biathletin

„Franzi zieht das Pech echt an wie ein Magnet Eisen. Gute Besserung“, schreibt ein Nutzer, in einer weiteren Antwort heißt es: „Das tut mir sehr leid. So viel Pech in letzter Zeit. Kann nur besser werden. Ich wünsche Franzi gute Besserung. Gesundheit ist das wichtigste Gut. Lg.“ Besonders bitter: Bereits die vergangene Saison beendete sie vorzeitig, verpasste auch die Heim-WM in Oberhof.

Erfreulich läuft es hingegen für die deutschen Nachwuchshoffnungen bei der Junioren-Weltmeisterschaft, wo das DSV-Team schon mehrere Medaillen bejubeln durfte. (masc)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

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