Die DFB-Frauen gehen nach dem Platzverweis von Carlotta Wamser gegen Schweden unter. Der Live-Ticker zum Nachlesen.
Schluss: Das war‘s – Deutschland unterliegt Schweden im finalen Gruppenspiel mit 1:4 und beendet die Vorrunde auf Platz zwei. Bitter aus Sicht der DFB-Elf: In der Anfangsphase startete man sehr gut in die Partie und ging durch Brand bereits nach sieben Minuten in Führung. Doch in der Folge zeigten die Schwedinnen ihre Qualitäten und konnten das Ergebnis drehen. Der Platzverweis für Wamser und der anschließende Elfmeter entschieden das Spiel bereits im ersten Durchgang. Nach der Pause war das Team von Bundestrainer Wück zwar bemüht, noch einmal zurück in die Partie zu finden – ein weiterer Treffer gelang aber nur noch den Schwedinnen. Positiv aus Sicht der deutschen Mannschaft: Bis zum Viertelfinale am kommenden Samstag hat Wück eine ganze Woche Zeit, um seine Mannschaft wieder aufzubauen.
| Aufstellung Schweden: | Falk - Holmberg, Björn (46. Sembrant), Eriksson, J. Andersson - Angeldahl, Bennison, Rytting Kaneryd, Asllani (56. Hurtig), Rolfö (46. Janogy) - Blackstenius (71. Wangerheim) |
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| Aufstellung Deutschland: | Berger - Wamser, Minge, Knaak (46. Hendrich), Linder - Senß (84. Däbritz), Nüsken, Brand, Freigang (46. Lohmann), Bühl - Schüller (64. Hoffman) |
| Tore: | 0:1 Brand (7.), 1:1 Blackstenius (12.), 2:1 Holmberg (25.), 3:1 Rolfö (34.), 4:1 Hurtig (80.) |
90.+2 Minute: Chaotische Szene im schwedischen Strafraum – Hendrich zwingt Falk noch einmal zu einer Parade. Doch aufgrund einer Abseitsposition im Vorfeld hätte ein möglicher Treffer ohnehin nicht gezählt.
85. Minute: Cerci probiert es aus halblinker Position noch einmal mit einem Lupfer, doch die Kugel verfehlt das Ziel.
80. Minute: TOOOR für Schweden. Jetzt wird es richtig bitter für die deutsche Mannschaft: Die Schwedinnen können sich den Ball im gegnerischen Strafraum wie im Training zuspielen, von der DFB-Elf kommt überhaupt keine Gegenwehr mehr. Und so steht Hurtig wenige Meter vor dem Tor völlig frei und muss nur noch den Fuß hinhalten – 4:1!
76. Minute: Jule Brand flankt von der rechten Seite in den Sechzehner, doch die Kugel landet im Niemansland. Immerhin: Die DFB-Elf holt noch einen Einwurf raus und bleibt zunächst im Ballbesitz.
69. Minute: Bühl versucht sich, mit dem Ball am Fuß noch einmal durch die schwedische Defensive durchzutanken, doch auch diese Aktion verläuft im Sande.
62. Minute: Im Vergleich zum fulminanten ersten Durchgang ist das Spiel mittlerweile deutlich abgeflacht. Deutschland ist zwar nach wie vor darum bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen, schafft es aber kaum noch, Akzente nach vorne zu setzen. Die Schwedinnen hingegen machen den Eindruck, als wären sie mit dem Ergebnis zufrieden und würden bereits Kräfte für das Viertelfinale sparen.
56. Minute: Schweden wechselt erneut – Hurtig kommt für Asllani.
53. Minute: Hendrich muss nach einem Zweikampf behandelt werden, kann aber weiter machen.
50. Minute: In Unterzahl fällt der deutschen Mannschaft momentan nicht viel ein. Schweden hat ein paar Gänge zurückgeschaltet, verteidigt das Resultat aber mühelos.
46. Minute: Weiter geht‘s – der zweite Durchgang läuft.
Halbzeit: Nach diesem ersten Durchgang heißt es für die deutsche Mannschaft erst einmal durchatmen. Die DFB-Elf kommt sehr gut ins Spiel rein und geht durch Brand früh in Führung, verliert dann aber mehr und mehr den Faden. Die Folge: Schweden kann die Partie drehen. Für das Team von Christian Wück kommt es in der Folge noch bitterer: Für ein absichtliches Handspiel kurz vor der Torlinie kassiert Carlotta Wamser die Rote Karte – und den fälligen Strafstoß verwandeln die Schwedinnen auch. Kann Deutschland im zweiten Durchgang trotz Unterzahl noch einmal zurück in die Parte finden?
45. Minute: Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit.
41. Minute: Schweden agiert weiter druckvoll – Deutschland kommt kaum noch zum Durchatmen.
34. Minute: Den fälligen Handelfmeter verwandelt Rolfö eiskalt – und Schweden führt mit 3:1.
31. Minute: In der deutschen Abwehr brennt es lichterloh. Immer wieder kommt es beim Team von Bundestrainer Wück zu leichtfertigen Ballverlusten, die von den Schwedinnen eiskalt ausgenutzt werden. Die Skandinavierinnen kommen ein ums andere Mal gefährlich in den Sechzehner – und können dabei nur noch mit unfairen Mitteln gestoppt werden. Nach einem Schuss aus kurzer Distanz klärt Wamser kurz vor der Linie mit der Hand und sieht zurecht Rot.
25. Minute: TOOOR für Schweden - 2:1! Das gibt es nicht: Homberg läuft aus halblinker Position auf das Tor zu, dribbelt sich durch die deutsche Abwehr – und bei Linders Versuch, zu klären, springt der Ball unglücklich ins Tor.
21. Minute: Nüsken holt ihre Gegenspielerin im Mittelfeld per Grätsche von den Beinen und sieht dafür Gelb.
18. Minute: Bühl mit dem nächsten Abschluss: Die Angreiferin setzt sich im Sechzehner stark durch und zieht ab, doch Falk im schwedischen Tor ist zur Stelle.
12. Minute: TOOOR für Schweden - plötzlich steht es 1:1. Die Skandinavierinnen zeigen einmal mehr, wie enorm effizient sie in der Offensive agieren können und lassen sich von der fulminanten deutschen Anfangsphase nicht aus dem Konzept bringen: Blackstenius wird von Asllani geschickt, läuft alleine auf Berger zu und versenkt den Ball im Netz.
10. Minute: Was für eine Anfangsphase! Die deutsche Mannschaft legt in Zürich ein enormes Tempo an den Tag und kommt in den ersten Minuten immer wieder gefährlich ins letzte Drittel.
7. Minute: TOOOR für Deutschland! Die DFB-Elf macht in der Anfangsphase mächtig Alarm – und geht durch Jule Brand hochverdient in Führung! Die deutsche Nummer 22 wird per Steckpass geschickt, bleibt eiskalt und schiebt die Kugel flach in die lange Ecke.
1. Minute: Anpfiff! Das Spiel läuft – und wie. Sofort schalten die Deutschen den Vorwärtsgang an und kommen durch Brand bereits nach 18 Sekunden zum ersten Abschluss.
Update 20:55 Uhr: Die Hymnen laufen und beide Fanlager sorgen für den ersten Gänsehautmoment.
Update 20:53 Uhr: Die Teams kommen aufs Feld – gleich geht es los!
Update 20:45 Uhr: Geleitet wird die Partie übrigens von einer Italienerin: Schiedsrichterin Silvia Gasperotti ist heute im Einsatz, an den Seitenlinien wird sie von Francesca Di Monte (Italien) und Amina Gutschi (Österreich) unterstützt.
Update 20:30 Uhr: Noch eine halbe Stunde bis zum Anpfiff - langsam füllt sich das Stadion Letzigrund in Zürich!
Update 20:15 Uhr: „Ich erwarte ein komplett anderes Spiel als gegen Polen oder Dänemark. Schweden wird mutiger sein – das eröffnet uns Räume“, betont Wück im Vorfeld der Partie. „Wir wollen als Erster weiterkommen. Das stärkt das Selbstvertrauen und den Flow im Team“, so der DFB-Coach weiter.
Update 20:00 Uhr: Die deutsche Aufstellung ist da – mit einer Änderung im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Dänemark. Im finalen Gruppenspiel gegen Schweden schickt Bundestrainer Wück zu Beginn Freigang für Dallman aufs Feld.
Erstmeldung 12. Juli 2025: Ein Gruppensieg bei der Europameisterschaft wäre für die deutschen Fußballerinnen nicht nur psychologisch wertvoll. „Das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen würde auf einem sehr hohen Level bleiben“, sagte Bundestrainer Christian Wück vor dem Vorrundenabschluss gegen Schweden heute (alle TV-Infos) in Zürich.
Aber auch der Blick auf den Turnierbaum offenbart Vorteile. Deutschland und Schweden sind schon fürs Viertelfinale qualifiziert; der DFB-Elf gelang im Auftaktmatch gegen Polen ein 2:0 und im zweiten Spiel gegen Dänemark ein 2:1. Um am WM-Dritten in der Gruppe C vorbeizuziehen, braucht das Wück-Team einen weiteren Sieg. Der Tabellenerste könnte erst im Endspiel auf die bisher so starken Weltmeisterinnen aus Spanien treffen. Alle Tabellen und Ergebnisse finden Sie in unserem EM-Spielplan.
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Gegner im Viertelfinale sind für Deutschland und Schweden entweder Frankreich, Titelverteidiger England oder die zuletzt schwachen Niederländerinnen aus der Gruppe D.
Klara Bühl erwartet ein „sehr körperbetontes und sehr intensives Spiel“ im Letzigrund-Stadion. Die Bayern-Stürmerin betonte: „Wir wollen in unserem Rhythmus bleiben, in unserem Flow bleiben, die Gruppenphase perfekt machen.“
Für Wück ist es „unheimlich wichtig, dass wir uns im Turnier weiterentwickeln“. Der 52-Jährige will unbedingt den ersten Tabellenplatz. Er machte auch klar, dass er die mit einer Gelben Karte vorbelastete Innenverteidigerin Rebecca Knaak, für die das Duell gegen Schweden ohnehin ein besonderes Spiel ist, nicht schonen wird: „Soll sie dann bis zum Finale nicht mehr spielen? Das spielt für mich keine Rolle.“ Bei der zweiten Verwarnung sind die Spielerinnen für eine Partie gesperrt.
Bei den Fans hat die DFB-Elf mit den beiden Auftaktsiegen indes für eine erste Euphoriewelle gesorgt. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Zum EM-Auftakt schalteten 8,22 Millionen Menschen die Übertragung der ARD ein. Beim zweiten Spiel des deutschen Teams schauten am früheren Abend immer noch 7,02 Millionen Fans zu. (ysl/dpa)
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