Brighton wartet weiter ab

VfB-Sportvorstand Wohlgemuth spricht über Undav-Deadline

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Der VfB Stuttgart kämpft weiter um eine feste Verpflichtung von Deniz Undav. Jetzt äußerte sich Sportvorstand Fabian Wohlgemuth.

Stuttgart - Bei 30 Grad in Heilbronn gab Ermedin Demirovic im Freundschaftsspiel gegen Fortuna Sittard (Niederlande) sein Debüt für den VfB Stuttgart. Der Neuzugang erzielte zwar kein Tor, bereitete aber das 2:0 durch Jamie Leweling mit einem Kopfball vor. Die Stuttgarter behielten in dem 120-minütigen Testspiel die Oberhand und siegten mit 3:0. Trainer Sebastian Hoeneß war dementsprechend zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, bemerkte aber, dass es bei der Chancenverwertung Verbesserungsbedarf gibt.

Ein Spieler, der dem VfB in dieser Hinsicht helfen könnte, ist derzeit im Urlaub und hat momentan keinen Vertrag mehr bei den Schwaben. Es handelt sich um Deniz Undav, den die Stuttgarter in der letzten Saison von Brighton & Hove Albion ausgeliehen hatten und der 18 Tore in der Bundesliga erzielte.

VfB-Sportvorstand Wohlgemuth will sich nicht auf sein Gefühl verlassen

Ob Undav weitere Tore für den VfB erzielen wird, ist ungewiss. Die Verhandlungen über eine Rückkehr des Stürmers zum Neckar gestalten sich nämlich schwierig, wie Wohlgemuth am Rande des Testspiels erneut andeutete: „Es geht über mehrere Wochen und ist sehr volatil.“ Bedeutet also, dass die Verhandlungen sprunghaft und instabil sind, weshalb Wohlgemuth sich nicht an seinen „Gefühlen orientieren“ möchte.

Es bleibt komplex. Nachdem der VfB die Kaufoption (20 Millionen Euro) gezogen hatte, aktivierte Brighton die Rückkaufoption (25 Millionen Euro). Nun wird offen verhandelt. Zuletzt bot der VfB 23,5 Millionen Euro, was den Engländern offenbar nicht genug war.

VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth (l.) und Trainer Sebastian Hoeneß kämpfen um Deniz Undav.

VfB hat eine Undav-Deadline

Derzeit ist der Dialog zwischen beiden Parteien jedenfalls eher spärlich und wie lange die Stuttgarter Führung das Tauziehen mit den Brighton-Verantwortlichen noch mitmachen wird, ist unklar. Eines ist allerdings sicher: Es wird nicht endlos weitergehen. Wohlgemuth machte deutlich, dass es eine Frist gibt, bis wann der Undav-Deal abgeschlossen sein muss. Sollte es bis dahin nicht klappen, würden die Schwaben sich nach Alternativen umsehen. Wann genau dieser Zeitpunkt sein wird, wollte der Sportvorstand des VfB jedoch nicht preisgeben.

Trotz aller Schwierigkeiten könnte es dem VfB gelingen, Undav zurück nach Stuttgart zu holen. In diesem Fall könnten sich die Stuttgarter Fans auf eine Doppelspitze mit Demirovic freuen. „Ich glaube, dass sie sich verstehen würden“, meinte Trainer Hoeneß. Aber auch er weiß: „Man muss abwarten. Ich kenne ihn natürlich sehr gut, wir haben jetzt ein Jahr zusammengearbeitet. Natürlich ist die Hoffnung da, dass es funktioniert. Aber auf der anderen Seite ist eben kein ganz einfacher Verhandlungspartner.“

Rubriklistenbild: © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

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