Geduld ist gefragt

Weshalb der VfB-Deal mit Porsche noch nicht über die Bühne gegangen ist

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Mit dem Porsche-Deal ist dem VfB Stuttgart ein wahrer Coup gelungen. Doch aktuell hakt es noch an Details.

Stuttgart - Was den Abschluss des Porsche-Deals beim VfB Stuttgart angeht, ist weiterhin Geduld gefragt. Ursprünglich hatte VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle angekündigt, Ende Juli sei es schon so weit. Später gab er gegenüber unserer Redaktion zu, es werde länger dauern.

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Der VfB Stuttgart wartet auf die Porsche-Millionen

Auch bis Mitte September konnten die Beteiligten keinen Vollzug vermelden, was verschiedene Gründe hat. Unter anderem prüft die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den Fall, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Dabei geht es offenbar darum, dass ein Unternehmen an nicht mehr als an drei Profiklubs aus den ersten beiden Ligen beteiligt sein darf. Derzeit dürfte dies allerdings kein Problem darstellen, da das Porsche-Mutterunternehmen VW nur beim FC Bayern (Audi) und dem VfL Wolfsburg (VW) Anteile hat.

Als realistisch gilt momentan, dass der Deal mit dem Sportwagenbauer bis Oktober über die Bühne geht. Zuletzt wurden die Beteiligungsverträge zwischen Porsche, der VfB AG sowie des e.V. ausgetauscht, wie der Kicker berichtet. Ende September soll es dann zu einer Hauptversammlung aller aktuellen und künftigen Anteilseigner kommen. Dabei sollen die letzten Verträge unterschrieben werden, sodass danach nur noch die Eintragung ins Register des Amtsgerichts fehlt.

VfB-Boss Alexander Wehrle hat den Porsche-Deal ermöglicht.

Was mit dem Porsche-Geld beim VfB Stuttgart passiert

Anschließend kann dann endlich die erste Porsche-Tranche an den VfB fließen, wobei es sich nach Kicker-Infos um 20,75 Millionen Euro handelt. Mit diesem Geld sollen aber vor allem Löcher gestopft werden, die in den vergangenen Jahre durch Corona sowie den Stadionumbau entstanden sind. Allein die Pandemie hat beim VfB nämlich einen Verlust von rund 90 Millionen Euro verursacht. Im vergangenen Jahr machte die AG außerdem ein Minus über 16,6 Millionen Euro, wie bei der VfB-Mitgliederversammlung vor Kurzem mitgeteilt wurde.

Auch, wenn das Porsche-Geld erstmal nicht in Transfers investiert wird, soll das frische Kapital zumindest dafür sorgen, dass der VfB künftig weniger auf die Einnahmen von Spielerverkäufen angewiesen ist.

Rubriklistenbild: © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel/IMAGO

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