Im Liegen wird ein Topfavorit aus der Klub-WM gekegelt
VonAdrian Rehling
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Ein Paukenschlag am frühen Morgen. Die Klub-WM geht ohne ein riesiger Starensemble weiter. Das Siegtor fällt auf kuriose Weise.
Update, 4. Juli, 21.00 Uhr: Gelingt dem Team aus Saudi-Arabien die nächste Überraschung? Im Viertelfinale geht es aktuell gegen Fluminense. Ein 50:50-Duell gegen den brasilianischen Klub. Vielleicht ein Ansporn für die Al-Hili-Profis: Eine mögliche weitere Riesenprämie. Denn nach der Sensation gegen Manchester City tauchte plötzlich der Scheich auf – und verteilte kurzerhand mal mehrere Millionen an das Team.
Erstmeldung, 1. Juli 2025: Orlando – Die größte Überraschung der Klub-WM ist perfekt: Saudi-Klub Al-Hilal hat Manchester City in einem packenden Achtelfinal-Krimi mit 4:3 nach Verlängerung aus dem Turnier geworfen. Das Star-Ensemble um Stürmer Erling Haaland und Trainer Pep Guardiola musste sich dem krassen Außenseiter aus Riad geschlagen geben.
Manchester City ging zunächst durch Bernardo Silva (9.) in Führung und kontrollierte das Spiel nach Belieben. Doch nach der Pause wendete sich das Blatt binnen weniger Augenblicke: Marcos Leonardo (46.) und Malcom (52.) drehten die Partie in nur sieben Minuten. Haaland glich zwar zum 2:2 aus (55.), doch in der Verlängerung schlug Al-Hilal erneut zu.
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Kalidou Koulibaly brachte die Saudis in der 94. Minute mit 3:2 in Führung, Phil Foden glich für City noch einmal aus (104.), ehe Marcos Leonardo mit seinem zweiten Treffer in der 112. Minute den Matchwinner markierte. Den Ball stolperte der Brasilianer final im Liegen über die Linie. Das Camping World Stadium in Orlando brodelte, die Zuschauer gingen begeistert mit.
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Der Sieg war auch das Werk von Trainer Simone Inzaghi, der erst wenige Wochen zuvor nach dem deaströsen 0:5 mit Inter Mailand im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain nach Saudi-Arabien gewechselt war – für mehr als 50 Millionen Euro in zwei Jahren. Netto, versteht sich. Im dritten Vergleich mit Trainerkollege Guardiola war es der erste Erfolg für Inzaghi, der seine Spieler in gewohnter Manier immer wieder nach vorne peitschte.
Torwart Bono hielt Al-Hilal zudem mit mehreren Glanzparaden im Spiel, unter anderem gegen den früheren DFB-Kapitän Ilkay Gündogan. Nach dem Spiel vergoss Bono dann Freudentränen. Trauer hingegen bei Manchester City, das frühe Aus bedeutet eine herbe Enttäuschung für einen der Topfavoriten.
Für den 49-Jährigen Inzaghi geht es im Viertelfinale nun – ebenfalls überraschend – nicht gegen seinen Ex-Verein. Inter Mailand hätte in der Runde der letzten Acht gewartet, verlor allerdings sein Achtelfinale mit 0:2 gegen Brasilien-Klub Fluminense. Beim Überraschungssieger schrieb Torwart Fabio ein weiteres Kapitel in seiner geschichtsträchtigen Karriere. (rele)