Abgang im Sommer?

Eintracht Frankfurt zieht offenbar Verkauf von langjährigem Stammspieler in Erwägung

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Eintracht Frankfurt kann sich offenbar vorstellen, Innenverteidiger Tuta nach der laufenden Saison gegen eine entsprechende Ablöse zu verkaufen.

Frankfurt – Tuta gehört fast schon zum Inventar von Eintracht Frankfurt, denn der Innenverteidiger läuft bereits seit über vier Jahren mit dem Adler auf der Brust auf. Damit könnte aber womöglich bald Schluss sein, denn nach Bild-Informationen sollen die Verantwortlichen der SGE einen Verkauf des Brasilianers nach der laufenden Saison in Betracht ziehen.

Eintracht-Profi Tuta vor Abgang?

Der 24-Jährige wechselte im Januar 2019 von São Paulos U20 an den Main und kostete Eintracht Frankfurt damals eine Ablöse in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Nach einem halben Jahr zog es ihn per Leihe für eine Saison nach Belgien zum KV Kortrijk. Dort gelang ihm der Durchbruch und nach seiner Rückkehr etablierte er sich auch im Team der Adler.

In den vergangenen Spielzeiten war der Brasilianer stets Stammspieler, unter Ex-Trainer Oliver Glasner gesetzt und auch Dino Toppmöller baut auf ihn. Das liegt aber auch an den fehlenden Optionen in der Defensive, denn konstant agierte Tuta in den letzten Saisons selten. Immer wieder wechselten sich starke Partien mit haarsträubenden individuellen Fehlern ab.

Verlässt Tuta die SGE im Sommer?

Seine Entwicklung, die er seit seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt nahm, stagnierte zuletzt. Das ist auch am Marktwert abzulesen. Nach seiner Rückkehr aus Kortrijk steigerte er seinen Marktwert von 1,8 auf 15 Millionen Euro, seit November 2022 gab es allerdings keine Aufwertung mehr.

Eintracht wohl offen für Tuta-Verkauf im Sommer

Wie Bild berichtet, soll es intern Zweifel daran geben, ob sich Tuta noch entwickeln kann. Bei einem Verkauf könnte der Innenverteidiger eine Ablöse auf Marktwertniveau einbringen. Einen Nachfolger hat Eintracht Frankfurt bereits verpflichtet, denn Aurèle Amenda kommt im Sommer von Young Boys Bern. Bei einem Verkauf Tutas würde die SGE aber nicht die ganze Ablöse einstreichen können, denn der FC São Paulo besitzt laut transfermarkt.de eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 30 Prozent.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Tuta kommt in seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt auf wettbewerbsübergreifend 131 Pflichtspieleinsätze, in denen ihm acht Treffer und zwei Vorlagen gelangen. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Norbert SCHMIDT

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