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Die Olympischen Winterspiele 2026 könnten den krönenden Abschluss von Dorothea Wierers eindrucksvoller Karriere darstellen.
München – Die Entscheidung, bis zu den Olympischen Spielen in Antholz weiterzumachen, verkündete Dorothea Wierer bereits im Mai. In einem Interview mit dem Online-Portal fondo italia äußerte sie sich sehr glücklich über diese Entscheidung. „Ich freue mich darauf, zum letzten Mal in meiner Heimat zu starten, die Veranstaltung zu genießen und hart zu arbeiten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen“, so Wierer. Gleichzeitig offenbarte sie, dass sie sich auch darauf freue, nach den Spielen „etwas anderes zu machen.“
Plant Biathlon-Star Wierer ihr Karriereende für nach Olympia 2026?
Wierers Karriere begann im zarten Alter von zehn Jahren. 2006 rückte sie in den italienischen Nationalkader auf und machte schnell auf sich aufmerksam. Schon früh zeigte sie ihr Talent, indem sie bei den Jugendweltmeisterschaften 2008 in Ruhpolding den Titel im Einzel gewann. Ihre ersten Weltcup-Punkte sammelte sie 2009 in Oberhof, und seitdem ging es stetig bergauf.
Ihren internationalen Durchbruch erlebte Wierer 2013, als sie mit der italienischen Staffel bei den Weltmeisterschaften in Nové Město überraschend Bronze gewann. Dies war der Beginn einer Serie von Erfolgen, die sie an die Spitze des Weltbiathlons führten. 2019 und 2020 gewann sie den Gesamtweltcup und wurde bei den Weltmeisterschaften 2019 und 2020 insgesamt dreimal Weltmeisterin.
Wierer hat an mehreren Olympischen Spielen teilgenommen und dabei stets Medaillen gewonnen, zuletzt Bronze im Sprint bei den Spielen 2022 in Peking. Die letzte Saison war jedoch durch krankheitsbedingte Ausfälle geprägt, was sie auf den 40. Platz im Gesamtweltcup zurückwarf. Trotz dieser Rückschläge ist Wierer entschlossen, in der kommenden Saison, die am 30. November in Kontiolahti beginnt, wieder an die Spitze zurückzukehren.
Biathlon-Queen Wierer will nach Olympia „etwas anderes machen“
Neben ihrer sportlichen Karriere hat Wierer auch als Expertin bei den Olympischen Sommerspielen in Paris für Eurosport gearbeitet. „Es war anstrengend, aber schön“, resümierte sie ihre Erfahrungen im Gespräch mit fondo italia. Diese neue Rolle gab ihr Einblicke in die Welt des Sports jenseits des Biathlons und könnte ein Hinweis auf ihre zukünftigen Pläne nach dem Karriereende sein.
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Während Wierer sich auf die kommende Saison und die Olympischen Spiele 2026 vorbereitet, bleibt die Frage, ob sie unmittelbar nach den Spielen zurücktritt oder die Saison noch zu Ende bringt. Eines ist jedoch sicher: Der Biathlonsport wird eine seiner prägendsten Figuren vermissen, wenn sie sich entscheidet, ihre beeindruckende Laufbahn nach Olympia 2026 zu beenden. (smr)
Rubriklistenbild: © IMAGO / CEPix / Instagram/dorothea_wierer

