VonChristopher Michelschließen
Eintracht Frankfurt bemüht sich um Tuta. Der Abwehrakteur hat klare Visionen für seine Zukunft. Aber was passiert im nächsten Sommer?
Frankfurt – Zuerst Fenerbahce und nun auch Galatasaray: Die renommierten Istanbuler Vereine zeigten ernsthaftes Interesse an einem Transfer von Tuta, dem Innenverteidiger von Eintracht Frankfurt. In den Medien wurde bereits spekuliert, dass eine Einigung erzielt worden sei. Die Verantwortlichen der Hessen widersprachen jedoch dieser Darstellung. Dass es jedoch Kontakte zu den türkischen Klubs gab, blieb unbestritten. Im Hintergrund brodelte es weiter.
Tuta will bei Eintracht bleiben
Vor dem Spiel der Eintracht gegen die AS Rom äußerte sich Tuta unmissverständlich: „Ich bin vor sechs Jahren zur Eintracht gekommen. Ich führe mit meiner Frau viele Gespräche. Wir haben noch ein Baby bekommen und deshalb sprechen wir besonders viel. Wir haben die klare Haltung, dass wir in Frankfurt bleiben und nach vorne schauen wollen. Ich habe auch schon mit Markus Krösche (Sportvorstand, Anm. d. Red.) und Dino Toppmöller (Trainer, Anm. d. Red.) gesprochen.“ Damit machte er deutlich, dass ein Wechsel im Winter nicht infrage kommt.
Der Brasilianer, der im Januar 2019 aus São Paulo kam und über eine Leihe nach Belgien zum Nachfolger des beliebten Kapitäns David Abraham wurde, denkt derzeit nicht an einen Abschied. Er fühlt sich in Frankfurt sehr wohl und ist mittlerweile eine feste Größe im Verein. Tuta zählt zu den Helden der Europa League 2022. Er glaubt, dass die Eintracht erneut einen ähnlichen Erfolgslauf wie vor fast drei Jahren erleben könnte.
Verlängert Tuta seinen Vertrag?
Die Frage nach einer Vertragsverlängerung steht im Raum. Sein Vertrag läuft bis 2026, und Krösche möchte vermeiden, dass er ins letzte Vertragsjahr geht. Ein Szenario wie bei Evan N‘Dicka und Daichi Kamada, die trotz hoher Marktwerte ablösefrei wechselten, soll sich nicht wiederholen. Im Sommer wird sich die nächste Frage stellen: Verlängerung oder Verkauf? Die Eintracht hofft auf eine Vertragsverlängerung.
Bereits im letzten Sommer zeigten Vereine aus Brasilien Interesse an Tuta. Auch die aktuellen Spekulationen aus der Türkei sind ernst zu nehmen. Nach einer Verletzung kämpft sich Tuta derzeit zurück in die Startelf. Insgesamt zeigt der 25-Jährige seine bisher stärkste und konstanteste Saison im Eintracht-Trikot.
Krösche hat schon vorgebaut in der Abwehr
Eintracht Frankfurt ist jedoch auf einen möglichen Abgang vorbereitet. Aurèle Amenda kam zu Beginn der Saison von YB Bern, und Nnamdi Collins startet in seiner zweiten Saison bei der Eintracht durch. Sollte Tuta tatsächlich wechseln, wären nur geringe Anpassungen in der Abwehr notwendig. Das klare Ziel bleibt jedoch, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.
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