„Wunderbar“: ARD-Experte kommt wegen UEFA-Regel ins Schwärmen
VonLuca Hartmann
schließen
Eine neue Regel bei der EM findet bei Fans und Experten großen Anklang. In der ARD gerät Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger regelrecht ins Schwärmen.
Neue UEFA-Regel: Nur noch Kapitäne dürfen beim Schiedsrichter vorsprechen
Die UEFA hatte die neue Regel vor Turnierbeginn eingeführt. Dadurch sollen längere Spielunterbrechungen durch Rudelbildungen nach strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen vermieden werden. Experten hatten durch die Neuerung zu EM-Beginn eine Flut an Gelben Karten vermutet – doch die Befürchtungen traten nicht ein.
Vielmehr ist die Regel wohl schneller in den Köpfen der Spieler angekommen, als zunächst gedacht. In den ersten zwölf Spielen des ersten EM-Spieltages ist es bislang kaum zu Rudelbildungen gekommen, die Diskussion mit dem Schiedsrichter führt meist wie von der UEFA gewünscht nur der Mannschaftskapitän.
So auch geschehen am Dienstagabend beim Spiel zwischen Portugal und Tschechien (2:1). Nach einem von ihm begangenen Foul beklagte sich der Portugiese Diogo Jota zunächst kurz bei Schiedsrichter Marco Guida über die Entscheidung – überließ die Diskussion nach wenigen Momenten jedoch seinem Kapitän Cristiano Ronaldo.
Eine mustergültige Szene, die ARD-Experte Thomas Hitzlsperger ins Schwärmen bringt: „Es ging so schnell, eine Entscheidung und alle halten sich daran. Wunderbar. Alle sind zufrieden“, freute sich der 52-fache Nationalspieler in der ARD und fragte hinterher noch sarkastisch: „Warum haben wir das nicht früher gemacht?“ Kommentator Gerd Gottlob pflichtet bei: „Im Prinzip ist die Entscheidung der UEFA eine Wohltat. Wunderbar, wirklich.“
Schweinsteiger, Mertesacker, Wontorra & Co.: Das sind die Moderatoren und Experten bei der Heim-EM
Auch ein Großteil der Fußballfans freut sich über die neue Regelung. „Endlich keine ellenlangen Diskussionen mehr. Bringt doch eh nichts“, schreibt ein User auf X (ehemals Twitter). Ein anderer ergänzt: „War lange überfällig. Schiedsrichter haben weniger Stress und müssen sich nicht mehr vor zehn Spielern gleichzeitig rechtfertigen.“
Erstmals kam die neue Regel beim Champions-League-Finale zwischen Dortmund und Real Madrid zum Einsatz. Nach dem nun bisher erfolgreichen Fortlauf bei der EM scheint es denkbar, dass die UEFA auch in künftigen Wettbewerben darauf setzen wird. (LuHa)