Schockierende Bilder

Ski-Superstar Kilde bangt nach schwere Verletzung um seine Karriere

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Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde gibt nach seinem Horror-Sturz Einblicke in die Reha. Der Norweger ist noch immer auf den Rollstuhl angewiesen.

Innsbruck – Es waren schockierende Bilder, die Aleksander Aamodt Kilde nach seinem Horrorsturz in Wengen im Internet geteilt hatte. Die Social-Media-Plattform Instagram warnte gar: „Dieses Foto enthält möglicherweise Gewalt oder explizite Inhalte.“ Zu sehen: ein äußerst tiefer Schnitt in den Muskel Kildes, bis auf den Knochen.

Kilde immer noch auf Rollstuhl angewiesen

Drei Wochen nach dem Sturz ist der Norweger bei vielen Sachen immer noch auf den Rollstuhl angewiesen – teilweise musste Kilde von seinen Eltern geschoben werden. An ein Comeback-Zeitpunkt denkt Kilde noch lange nicht.

Bei einer virtuellen Pressekonferenz am Donnerstag (1. Februar) sagte der Norweger, er wisse nicht, ob er jemals wieder sein Topniveau erreichen könne. „Die Situation rund um meine Verletzung ist unklar. Ich bin zuversichtlich, dass es wieder ganz gut wird, aber die Frage ist, wie lange das dauern wird“, erklärt der 31-Jährige.

Aleksandar Aamodt Kilde muss um seine Karriere bangen.

Kilde schließt sogar Karriereende nicht aus

Selbst ein Karriereende sei möglich. „Es ist zu früh, um zu sagen, ob ich wieder wie vorher auf Skier stehen und wieder Rennen gewinnen kann“, sagte sich Kilde. Die beiden OPs sind gut verlaufen, eine weitere ist derzeit nicht geplant. Und auch die Prognosen der Ärzte sind gut, allerdings sind die Nerven des Norwegers involviert. „Ich sitze hier und bin mir nicht sicher, ob alles in einem halben, einem oder zwei Jahren verheilen wird“, sagt Kilde.

Aktuell gehe es nicht darum, „zurück auf Ski zu kommen, sondern zurück in ein normales Leben“. Er fokussiere sich nun darauf, „wieder auf die Beine zu kommen und anständig zu gehen. Danach nehme ich es Tag für Tag“. Unterstützung bekommt er dabei von seiner Freundin Mikaela Shiffrin.

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
Biathletin Denise Herrmann-Wick jubelt vor dem Holmenkollen.
Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
Eric Frenzel wird von Sportler der Nordischen Kombination verabschiedet.
Ein ganz großer deutscher Sportler verlässt die Nordische Kombination: Eric Frenzel. 2014 und 2018 wurde er Olympiasieger. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner
Nico Ihle beim Eisschnelllauf.
Der Eisschnellläufer Nico Ihle beendete seine lange Karriere mit 37 Jahren. Sein größter Erfolg: Die WM-Silbermedaille 2017 in Gangneung. ©  via www.imago-images.de
Die deutsche Biathletin Luise Müller beim IBU Cup in Pokljuka.
Die deutsche Nachwuchs-Hoffnung im Biathlon, Luise Müller (22), verkündete völlig überraschend ihr Karriereende. © IMAGO/Harald Deubert
Der deutsche Skifahrer Julian Rauchfuss bei der Abfahrt.
Eine Silbermedaille nahm Technik-Spezialist Julian Rauchfuss bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking mit nach Hause. © IMAGO/GEPA pictures/ Mathias Mandl
Die Biathletin Vanessa Hinz am Schießstand bei ihrem letzten Rennen in Obertilliach
Von Verletzungen und Rückschlägen in der Saison 2022/23 verfolgt: Vanessa Hinz. Die 31-jährige Biathletin hörte 2023 nach ihrem letzten Rennen beim IBU Cup in Obertilliach auf. WM-Silber 2020 im Einzel ist einer ihrer größten Triumpfe. © Harald Deubert/imago
Der deutsche Sportler Jonas Dobler beim Skilanglauf.
Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
Nolan Seegert tanzt mit seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase auf dem Eis.
Der 30-jährige Nolan Seegert beendete seine Karriere als Paarläufer aufgrund der Trennung von seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase (l.). © IMAGO/Stephanie Gouiran
Skirennläuferin Marlene Schmotz umfährt Slalom-Stange beim Weltcup.
DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
Der 30-jährige Paul Fentz beim Eiskunstlauf.
Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Der deutsche Skirennfahrer David Ketterer beendete den Weltcup in Chamonix auf dem 22. Platz.
Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

Kilde arbeitet mit Freundin Mikaela Shiffrin an Comeback

Die US-Amerikanerin war selbst erst kürzlich schwer gestürzt und arbeitet wie Kilde an ihrem Comeback. Zusammen verbringt das Paar seine Reha in Innsbruck. „Es ist schön, sie hier bei mir zu haben, auch wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt der Saison nicht in dieser Situation sein wollen“, sagt Kilde.

Shiffrin hat es bei ihrem Sturz in Cortina aber nicht ganz so schlimm erwischt, wie ihren Lebenspartner. Die Ski-Queen könnte sogar schon in Soldeu (10. Februar) ihr Comeback feiern – bei Kilde wird es noch ein gutes Stück länger dauern. (kk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pierre Teyssot

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