„Keine Ahnung, was er gesagt hat“: Wirtz verweigert Kimmichs Tipp
Deutschland besiegt Nordirland. Die Fans begeistern, konnte in der Domstadt allerdings nur ein Freistoß von Florian Wirtz, der gut gemeinte Vorschläge ignorierte.
Köln – Der Fehlstart ist abgewendet: In Köln gewinnt Deutschland das zweite Quali-Spiel gegen Nordirland mit 3:1. Nach drei Niederlagen in Folge – inklusive des Debakels in der Slowakei (0:2) – verhinderte die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann die längste Niederlagen-Serie seit über 100 Jahren. Dabei konnten die Deutschen allerdings lange Zeit nur wenig Werbung für sich machen. Obwohl durchs Serge Gnabrys Tor in der 7. Minute der ideale Start gelang.
Erst mit der Hereinnahme von Nadiem Amiri und Maximilian Beier sollte es in der zweiten Hälfte besser werden. Zur Halbzeit standen bei beinahe 80 Ballbesitz einzig zwei Torschüsse auf dem Statistikzettel. Da hatte Isaac Price bereits für die Nordiren ausgeglichen. Von der hochveranlagten Offensive rund um Superstar Florian Wirtz war hingegen nur wenig zu sehen.
DFB-Rückspiel in Nordirland im Oktober
Dennoch sollte der in Pullheim vor den Toren von Köln geborene Wirtz das Rhein-Energie-Stadion trotzdem noch zum Staunen bringen. Aus 20 Metern zirkelte der 22-Jährige einen Freistoß zur Vorentscheidung ins Tor. Ein Kunstschuss, bei dem sich Wirtz nicht beirren lassen wollte. Mehrere Spieler – allen voran Joshua Kimmich – hatten noch reichlich Vorschläge, wie Wirtz den Freistoß ausführen sollte.
An den gut gemeinten Ratschläge hatte Wirtz, der in der Premier League immer noch auf sein erstes Tor seit dem Rekord-Transfer nach Liverpool wartet, allerdings wenig Interesse, wie er im Nachgang bei RTL berichtete. Was sein Kapitän ihm nahegelegt hatte, wusste der DFB-Star nicht: „Da kamen so viele Sprüche und Ideen von allen Seiten“, gab Wirtz zu. „Keine Ahnung, was er gesagt hat.“
Dreimal die 2, aber auch eine 5: Deutschland-Noten gegen Nordirland
Dank der perfekten Ausführung zum 3:1-Schlussstand kann das alllen Parteien glücklicherweise egal sein. Umso wichtiger: Mit Verspätung startet Deutschland endlich in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten. Der wackligen Start wird jedoch vorerst noch etwas nachhallen.
Deshalb müssen sich die Augen schon bald wieder auf die nächste Aufgabe richten: Am 10. Oktober (Freitag, 20.45 Uhr) gastiert Luxemburg in Sinsheim. Drei Tage später (Montag, 13. Oktober, 20.45 Uhr) treffen die deutschen Fußballer dann erneut auf den unangenehmen Gegner aus Nordirland. Im Rückspiel reist die DFB-Auswahl in die Hauptstadt Belfast. Vielleicht verzaubert dann Wirtz abermals die Fans. (mw)