Ein hartes Stückchen Arbeit war der 3:1-Erfolg von Deutschland gegen den Außenseiter aus Nordirland. Das Spiel zum Nachlesen.
- Deutschland – Nordirland 3:1 (1:1)
- Nach dem Debakel in der Slowakei gewinnt Deutschland glanzlos gegen Nordirland mit 3:1.
- Der Ticker zum Nachlesen
Fazit: Letztendlich kommt Deutschland gegen Nordirland mit einem blauen Auge davon. Eigentlich startete man mit dem frühen Treffer durch Gnabry ideal in das wichtige Spiel nach der 0:2-Niederlage zum Auftakt in der Slowakei. Allerdings sollte man in der Folge den Faden verlieren. Mit ihren Möglichkeiten lieferten sich die Nordiren – insbesondere nach dem Ausgleich durch Price – ein Spiel auf Augenhöhe gegen die DFB-Auswahl. Erst durch die Hereinnahme von Amiri und Beier nach einer Stunde sollte Deutschland wieder zielstrebiger werden und nutzte dann seine Drangphase durch einen Doppelschlag von Amiri und einem traumhaften Freistoß von Wirz effektiv. So steht in Köln ein 3:1-Erfolg zu Buche, bei dem die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann nur selten zu überzeugen wusste.
| Aufstellung Deutschland | Baumann – Anton, Koch, Rüdiger (82.)– Leweling, Kimmich, Groß (Goretzka 66.), Raum – Gnabry (Beier 61.), Wirtz – Woltemade (Amiri 61.) |
| Aufstellung Nordirland | Peacock-Farrell – Hume, McNair, Toal (McConville 88.) – Bradley, McCann (Saville 76.), S. Charles, Devenny – Galbraith (Marshall 76.), Price (McDonnell 88.) – Reid (Charles 70.) |
| Tore | 1:0 Gnabry (7.), 1:1 Price (34.), 2:1 Amiri (69.), 3:1 Wirtz (72.) |
90. Minute +5: Pünktlich ist hier Schluss. Deutschland müht sich zu einem 3:1-Erfolg gegen Nordirland.
90. Minute +3: Leweling zieht nochmal in den Strafraum, sein Abschluss wird auf Kosten eines Eckballs geklärt. Dieser versandet jedoch. Damit dürfte es gleich vorbei sein.
90. Minute: Während Saville noch eine Gelbe Karte sieht, werden vier Minuten Nachspielzeit angezeigt.
88. Minute: Das Spiel neigt sich dem Ende entgegen - die Messe ist hier bereits gelesen. Ganz zufriedengegeben mit den drei Toren hat sich Deutschland noch nicht. Immer mal wieder fühlt man noch am gegnerischen Tor vor. Zählbares lag allerdings dabei nicht in der Luft.
85. Minute: Leweling, der eine starke zweite Hälfte gespielt hat, treibt wieder über die rechte Seite an und gibt seinem Gegenspieler das Nachsehen. Das einzige Manko: Seine Hereingabe findet nicht zum ersten Mal heute keinen Mitspieler.
82. Minute: Nochmal ein Wechsel bei der DFB-Auswahl. Tah, der heute Platz machen musste, soll in den letzten Minuten für Sicherheit sorgen. Der sichtlich ausgepowerte Rüdiger ist nicht mehr dabei.
79. Minute: Mit der Führung im Rücken lässt es sich nun natürlich leichter spielen. Der Nordiren können gelockt werden und es darf auf mehr Räume gehofft werden.
76. Minute: Deutschland belohnt sich für seine Drangphase und trifft innerhalb von drei Minuten zweimal. Insbesondere die Hereinnahme von Amiri hat sich gelohnt, der das Spiel sichtbar belebte.
74. Minute: Auf der Gegenseite beinahe der Anschlusstreffer! Vier deutsche Verteidiger sind mit einem Nordiren nach einem Freistoß aus der Tiefe überfordert. Der allerdings zu überrascht ist, von der Brust springt der Ball ins Toraus.
72. Minute: TOOOOR für Deutschland! Ist das schön gemacht von Wirtz: Den fälligen Freistoß nimmt sich der 10er und zirkelt ihn aus 20 Metern über die Mauer hinweg ins linke obere Eck. Der Torhüter fliegt vergebens.
71. Minute: Der DFB drückt gleich weiter auf den nächsten Treffer. Nach einer Grätsche von McCann gibt es einen Freistoß aus vielversprechender Position.
69. Minute: TOOOR für Deutschland! Raum will mit einem Schnittschnellenpass von der Mittellinie Beier schicken. Der Joker kommt zwar im Strafraum nicht an den Ball, irritiert den gegnerischen Torwart so, dass er das Spielgerät passieren lassen muss. Amiri hatte richtig spekuliert und muss aus sieben Metern nur noch zum 2:1 einschieben.
68. Minute: Wirtz verpasst die deutsche Führung! Kimmich bedient mit einer schönen Halbfeldflanke den Neu-Liverpooler. Mit dem langen Bein kommt er noch an den Ball, doch scheitert am Torhüter.
66. Minute: Mit Goretzka ist nun auch der nächste Joker im Spiel, Groß macht dafür Platz.
64. Minute: Amiri bringt neuen Schwung ins Spiel, nun zieht er gegen Bradley das nächste Foul - auch der zweite Schienenspieler wird verwarnt. Beim anschließende Freistoß setzt sich Anton am Fünfmeterraum vehement im Kopfballduell durch und köpft den Ball an die Oberkante der Ecke.
63. Minute: Peacock-Farrell darf sich mal auszeichnen! Erst ist der Torhüter der Gäste nach dem kurz ausgeführten Standard der Deutschen beim Distanzschuss von Raum schnell unten und kann abwehren. Dann ist er auch beim Nachschuss zur Stelle. Groß hatte den Nordiren aus spitzem Winkel zu einer unorthodoxen Parade mit dem Fuß gezwungen.
62. Minute: Vielleicht hilft ja ein Standard. Devenny hatte rechts am Strafraum ein Foul begangen und wurde dafür auch mit Gelb versehen.
61. Minute: Bundestrainer Julian Nagelsmann reagiert: Gnabry und Woltemade, der Torschütze und Vorbereiter des 1:0, verlassen den Platz. Beier und Amiri nun neu im Spiel.
58. Minute: Kurze Zeit später steht dann endlich der dritte Schuss in den Statistiken. À la Robben zieht Leweling von Außen in die Mitte – im Gegensatz zum ehemaligen Weltklassefußballer von der rechten Seite – und sucht den Abschluss aus der zweiten Reihe. Der Schuss streicht jedoch ein gutes Stückchen am Tor vorbei.
57. Minute: Ein Beweis für die offensive Harmlosigkeit der Deutschen nötig? Aus der 23. Spielminute datiert immer noch der letzte Torabschluss.
56. Minute: Die ersten zehn Minuten in der zweiten Hälfte sind vorbei, wirkliche Besserung ist allerdings nach einem enttäuschenden ersten Durchgang nicht eingetreten. Weiter agiert Deutschland im Ballbesitz zu pomadig, ohne Tempo und Zielstrebigkeit. In Köln sind mittlerweile vor allem die nordirischen Fans zu hören.
53. Minute: Galbraith sammelt nun den ersten Karton auf Seiten der O‘Neill-Elf. Übermotiviert grätscht er gegen Raum an der linken Außenbahn und wird für sein Vergehen verwarnt.
52. Minute: Die Gäste machen weiterhin - für ihre Möglichkeiten - ein sehr gutes Spiel. Defensiv wird kompakt gestanden, in der Offensive probiert man, durch Standards und Konter für Gefahr zu sorgen. Das reicht, um hier ein Spiel auf Augenhöhe abzuliefern.
50. Minute: Deutschland ist nach der Pause bemüht, viel läuft dabei aber noch nicht zusammen. Kimmich schickt mit einem hohen Steckpass Raum, dieser kann an der Torauslinie aber keine kontrollierte Flanke abgegeben. Über Freund und Feind streicht diese hinweg.
49. Minute: Die deutsche Mannschaft hätte vielleicht mal Platz zum Umschalten, doch es ist zu zaghaft. Leweling trägt den Ball schließlich nach vorne, muss dann notgedrungen wieder abbrechen.
47. Minute: Leweling lässt auf der rechten Seite seinen Gegenspieler aussteigen. Im Zentrum ist dann allerdings nur Woltemade, an dem die Flanke vorbeifliegt. Abermals hat die Strafraumbesetzung hier nicht gestimmt.
46. Minute: Das Spiel ist wieder angepfiffen. Julian Nagelsmann vertraut auf das Personal des ersten Durchgangs.
Pause: Eine erste Hälfte, die anfangs noch Hoffnung auf Wiedergutmachung machte, endet letztendlich mit einem unbefriedigenden 1:1. In der Anfangsphase hatte die DFB-Auswahl beim zweiten Spiel der WM-Quali alles unter der Kontrolle und konnte nach dem frühen Führungstreffer durch Gnabry offensiv immer wieder Akzente setzen. Mitte des ersten Durchgangs sollte die Nagelsmann-Elf jedoch fahriger werden – gekrönt von einem leichtfertigen Ballverlust von Rüdiger, der in einem Eckball und dem Ausgleich endete. Zwar beendet man die ersten 45 Minuten schlussendlich mit beinahe 80 Prozent Ballbesitz, daraus kamen aber nur ernüchternde zwei Schüsse. Der Bundestrainer kann nicht mit dem Auftritt zufrieden sein.
45. Minute +2: Koch erlaubt sich nochmal im Spielaufbau einen schlimmen Fehlpass, hat in der Folge aber Glück, dass sich Reid den Ball zu weit vorlegt. So kann der Eintracht-Kapitän seinen Fehler selbst ausbügeln.
45. Minute +1: Der Ball liegt im nordirischen Tor, doch Raum war im Vorfeld seines Treffers deutlich im Abseits gestanden. Der Jubel verstummt ganz schnell.
45. Minute: In der ersten Halbzeit wird es drei Minuten Nachspielzeit obendrauf geben.
43. Minute: Wie reagiert die DFB-Auswahl auf diesen nächsten Nackenschlag? Mittlerweile ist es häufig nur noch leerer Ballbesitz. Leweling mit einem offensiven Lebenszeichen, doch der Schienenspieler verdribbelt sich vor dem Strafraum.
40. Minute: Spätestens seit dem Ausgleich ist es hier ein offenes Spiel. Nordirland macht nichts, was es nicht kann. Immer wieder holt man nun auch Standards raus, die in den deutschen Strafraum geschlagen wird. Baumann ist jetzt mit der Faust zur Stelle.
38. Minute: Anton muss nun aufpassen. Im Strafraum lässt sich der Dortmunder zu viel Zeit und wird von Reid unter Druck gesetzt, der an den Ball und letztendlich zu Fall kommt. Der Schiedsrichter entscheidet auf Weiterspielen.
36. Minute: Innerhalb von kürzester Zeit reißt sich die Nagelsmann-Elf alles ein, was sich in den ersten 30 Minuten aufgebaut wurde. Auch durch eigene Fehler ließ man den Gast besser ins Spiel kommen. Nach einer Ecke bestrafen die Nordiren Deutschland dann eiskalt.
34. Minute: Und aus dieser entsteht das TOR für Nordirland! Von der rechten Seite fliegt der Standard an den zweiten Pfosten. Dort läuft Price, nachdem mehrere Deutsche unter dem Ball durchtauchen, frei ein und jagt den Ball mit vollem Risiko aus spitzem Winkel unter die Latte. Baumann kann seine Arme nicht mehr rechtzeitig hochreißen.
33. Minute: Nach dem guten Start ins Spiel wird die DFB-Elf nun jedoch etwas fahrig. Am eigenen Strafraum verlieren die Deutschen in Person von Rüdiger den Ball. Letztendlich entsteht dadurch eine Ecke.
31. Minute: Eine Stärke der Gäste sind die Standards, bislang kommt aber auch dies nicht zur Geltung. Nach einer Ecke von links steigt nun McNair resolut hoch und kommt gegen Rüdiger und Anton zum Kopfball. Der Versuch fliegt allerdings deutlich am Tor vorbei. Dennoch: der erste Abschluss für die Auswahl von der Insel.
28. Minute: In diesen Minuten trauen sich die Gäste nun wieder etwas mehr in der Offensive. Gefahr für die deutsche Hintermannschaft entsteht allerdings nicht. Immer wieder präsentiert man sich wachsam. Nun kann Rüdiger Reid an der linken Torauslinie ablaufen.
26. Minute: Rüdiger sieht die erste Gelbe Karte der Partie. Den Gästen bietet sich im Zentrum mal Platz und Devenny will Tempo aufnehmen. Mit einem taktischen Foul stoppt der Innenverteidiger den Angriff. Dafür muss er im kommenden Spiel zusehen.
23. Minute: Ein gut getimter Ball auf die rechte Seite und schon nimmt das Spiel der Deutschen wieder Fahrt auf. Dieses Mal findet Leweling viel Wiese vor sich. Seine scharfe sowie flache Hereingabe findet allerdings nicht Stürmer Woltemade. Im Anschluss wird ein Schussversuch geblockt.
22. Minute: Auch aufgrund einer Verletzungspause – Koch war auf Bradley gefallen – nimmt sich das Spiel aktuell eine kleine Pause.
19. Minute: Innerhalb von kurzer Zeit steht Kimmich abermals für einen Eckball bereit, aber auch der zweite Versuch vom DFB-Kapitän gerät zu kurz.
18. Minute: Bislang kann Julian Nagelsmann sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge sein. Die Blamage aus der Slowakei hat die DFB-Auswahl gut abgeschüttelt und wird in der Offensive immer aktiver. Woltemade wird abermals noch im letzten Moment beim Abschluss gestört.
15. Minute: Immer wieder versucht der DFB mit vertikalem Spiel hinter die Kette der Nordiren zu kommen. Wieder wird es über Gnabry gefährlich, der am Elfmeterpunkt Woltemade bedient. Der Magpie lässt sich jedoch zu viel Zeit und kann so geblockt werden.
12. Minute: Die O‘Neill-Elf zeigt sich mal mit einem Freistoß aus dem Halbfeld vor dem deutschen Tor. Woltemade ist jedoch mit hinten und kann die Gefahr im Keim ersticken.
10. Minute: Der perfekte Start für die deutsche Mannschaft. Mit der ersten Chance geht die DFB-Elf in Führung. Nach der ganzen Kritik der vergangenen Tage Balsam für die Seele von Julian Nagelsmann und Co.
7. Minute: TOOOR für Deutschland! Toal verliert an der Mittellinie den Ball an Woltemade, der sofort Gnabry auf die Reise schickt. Auch von einem leichten Kontakt lässt dieser sich nicht stoppen und chipt den Ball technisch anspruchsvoll über den herausstürmenden Torhüter ins Netz.
5. Minute: Gnabry wird rechts im Strafraum freigespielt, seine Flanke landet jedoch nur auf dem Kopf eines Verteidigers. Doch Deutschland bleibt in der Aktion. Wenig später versucht Raum Groß am Fünfmeterraum zu finden. Der Dortmunder begeht ein Offensivfoul.
3. Minute: Der Ball läuft in den Reihen der DFB-Auswahl. Die Nordiren warten bis zur Mittellinie, bis der ballführende Spieler aggressiv angelaufen wird.
1. Minute: Die Nordiren starten von Anstoß an mutig in dieses Spiel. Eine erste Flanke fliegt in den deutschen Strafraum, doch Rüdiger kann klären.
1. Minute: Nach einer Trauerminute für den verstorbenen Frank Mill geht es nun in Köln-Müngersdorf los. Die Nordiren stoßen in grünen Trikots und weißen Hosen an. Deutschland läuft heute in weiß und schwarz auf.
Update 20.40 Uhr: Bevor in Kürze beide Mannschaften das Spielfeld betreten, richtet sich das Augenmerk noch auf einen ehemaligen DFB-Spieler: Vor dem Spiel wird der langjährige Nationalverteidiger Mats Hummels verabschiedet. In 2010 debütierte der mittlerweile 36-Jährige für Deutschland, es sollten 77 weitere Spiele für den DFB und der WM-Titel 2014 in Brasilien folgen.
Update 20:30 Uhr: Im Vorfeld hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann angekündigt, mehr Wert auf „Emotionalität“ zu legen. Die richtige Elf nach dem bitteren 0:2 in der Slowakei hierfür zu finden, sei eine „Krux“ gewesen, wie der 38-Jährige bei RTL zugab. Eine Kernüberlegung bei der Aufstellung war zudem, „wer kann mit dem Druck umgehen und wer ist gut in Form“. Dafür scheute der Coach auch mit der Herausnahme von Goretzka und Tah nicht vor zwei harten Entscheidungen.
Update 20.10 Uhr: Hoffnung für einen erfolgreichen Abend macht zumindest der Blick in die Statistik. In insgesamt 19 Spielen konnte die deutsche Nationalmannschaft nur zweimal verlieren – und das liegt schon lange zurück: 1982 und 1983, damals in der EM-Qualifikation, verlor der DFB zweimal mit 0:1. Dies sollte jedoch auch einen Tiefpunkt darstellen. Nur weil damals noch nicht der direkte Vergleich gezählt hatte, konnte sich der amtierende Europameister für die EM 1984 qualifizieren. Folgt nun über 40 Jahre später ein nächster Tiefpunkt? Eine vierte Niederlage in Folge – es wäre die längste Serie seit über 100 Jahren – wäre dies auf jeden Fall.
Update 19.55 Uhr: Auf der Gegenseite trifft der DFB auf eine junge Mannschaft, die nicht mit den ganz großen Namen gespickt ist. Dennoch stechen ein, zwei Spieler bei der Elf von Michael O‘Neill heraus, der – ebenfalls wie Julian Nagelsmann – voraussichtlich auf ein 3-4-2-1 setzen wird. Allen voran auf die beiden nordirischen Schienenspieler muss geachtet werden. Für den FC Liverpool lief Bradley bereits 58 Mal auf, sein Pendant auf der rechten Seite Devenny stand bislang bei jedem Premier-League-Spiel von Crystal Palace auf dem Platz. Im Hinblick auf das Spiel am Donnerstag in Luxemburg (3:1) wird dieselbe Elf auflaufen.
Update 19.45 Uhr: Damit wird sich voraussichtlich auch das Spielsystem der deutschen Nationalmannschaft verändern, in der Slowakei schickte der Bundestrainer noch ein 4-2-3-1 auf den Platz. Heute sieht hingegen alles nach einer Dreierkette mit Anton, Koch und Rüdiger vor Torhüter Baumann aus. Davor eine Viererreihe mit Raum über links, Leweling über rechts und Kimmich sowie Groß im Zentrum. Gnabry und Wirtz werden hinter dem einzigen Angreifer Woltemade beginnen.
Update 19.30 Uhr: Die offizielle Startaufstellung von Bundestrainer Julian Nagelsmann ist da: Im Vergleich zum blamablen 0:2 in der Slowakei wechselt der 38-Jährige auf fünf Positionen. Etwas überraschend fehlt dabei auch Bayern-Neuzugang Tah, der genauso wie Vereinskollege Goretzka sich nur auf der Bank wiederfindet. Neben den beiden Münchnern rotieren Collins, Mittelstädt und Stiller aus der ersten Elf. Dafür bekommen heute Anton, Koch, Leweling, Groß und Raum ihre Chance vom Bundestrainer.
Update 19.15 Uhr: Der Countdown für das zweite Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation läuft. In eineinhalb Stunden wird Espen Eskas aus Norwegen die Partie gegen den Außenseiter aus Nordirland anpfeifen. Mittlerweile ist die deutsche Nationalmannschaft auch schon in Köln-Müngersdorf angekommen.
Erstmeldung: Köln – Die Euphorie rund um die deutsche Nationalmannschaft ist schnell verflogen: Nach den erfolglosen Auftritten im Final-Four-Turnier der Nations League erreichte die Stimmung am Donnerstag in Bratislava ihren Tiefpunkt. Der Auftakt der DFB-Elf in die Qualifikation für die anstehende Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika ging – gelinde gesagt – vollkommen in die Hose.
Mit 0:2 musste sich die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann beim 52. der Weltrangliste aus der Slowakei geschlagen geben – und lieferte dabei einen Totalausfall auf allen Ebenen ab. Die vergangenen vier Spiele – inklusive der verspielten 3:0-Führung im März gegen Italien – konnten nicht mehr gewonnen werden, zuletzt standen drei Niederlagen in Folge zu Buche.
Damit droht sogar eine historische Pleite: Seit über 100 Jahren hat die DFB-Elf nicht mehr vier Spiele in Folge verloren. So steigt vor dem richtungsweisenden Duell am Sonntag (20.45 Uhr, alle TV-Infos findet ihr hier) auch der Druck auf den Nationaltrainer, der in der aktuellen Erfolgslos-Serie genauso viele Spiele verloren hatte wie seit seinem Amtsantritt im Oktober 2023 in seinen ersten 21 Partien.
Auch das Auftreten Nagelsmanns in der jüngsten Vergangenheit machte keinen souveränen Eindruck mehr. Insbesondere die Forderung des 38-Jährigen, „von Qualität nichts mehr hören“ zu wollen, stattdessen den Fokus auf mehr „Emotionalität“ zu legen und auf „weniger Qualität“ zu setzen und dafür Spieler zu bevorzugen, „die alles reinwerfen“, hatte hierzulande an vielen Stellen nur wenig Gegenliebe gefunden.
Einmal gibt‘s sogar die 6: Deutschland-Noten gegen Slowakei




Am zweiten Spieltag darf sich so auch auf eine Reihe von Wechsel eingestellt werden. Allen voran DFB-Debütant Nnamdi Collins, der in der Slowakei eine Premiere zum Vergessen erlebte - dennoch macht der Blick in die Vergangenheit Hoffnung für den Frankfurter - und zur Halbzeit „erlöst“ wurde, dürfte seinen Platz räumen müssen. Neben dem 21-Jährigen dürfte es zudem für Maxi Mittelstädt, Angelo Stiller, Jonathan Tah sowie Serge Gnabry eng werden. (mw)
Rubriklistenbild: © Ralf Brueck/IMAGO




