Kompany sieht Gefahr gegen Arsenal – Bayern-Torwart Neuer steht im Mittelpunkt
VonManuel Bonke
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Florian Schimak
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Beim FC Arsenal muss der FC Bayern am Mittwoch in der Champions League antreten. Ausgerechnet jetzt tritt eine eklatante Münchner Schwäche zutage.
München – Beim ersten Treffer des SC Freiburg nach zwölf Minuten pennte Bayern-Angreifer Luis Diaz nach einem Eckstoß komplett und ließ Torschütze Yuito Suzuki ungestört im Rückraum abziehen.
Dem zweiten Freiburger Tor des Tages ging ebenfalls ein Eckball voraus: Im Strafraum waren sich Dayot Upamecano und Josip Stanisic uneinig und darüber hinaus klebte Torhüter Manuel Neuer auf der Linie fest. Sehr zur Freude von Johan Manzambi, der im Fünfmeterraum zum zwischenzeitlichen 2:0 einnickte. Der nächste Neuer-Aussetzer: Bereits gegen Union Berlin patzte der Schlussmann. „Wir haben geschlafen bei zwei Standardsituationen“, bemängelte Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic zu Recht.
Arsenals Standard-Stärke trifft auf Bayerns Schwäche
Denn: Die Münchner Standard-Schwäche zieht sich bisher wie ein roter Faden durch die Saison: Fünf der acht Gegentore in der Saison sowie die letzten vier Gegentore sind nach ruhenden Bällen gefallen.
„Wir müssen einfach arbeiten, ich habe das als Spieler auch mitgemacht. Wir sind eigentlich eine sehr starke Mannschaft nach Standards, haben heute auch ein Standardtor selbst gemacht. Aber wir haben Fehler gemacht beim Verteidigen als Mannschaft“, analysierte Cheftrainer Vincent Kompany und forderte von seiner Mannschaft: Man müsse künftig bei Standards „auch mal Sachen wegverteidigen“. Ein klarer Arbeitsauftrag an Assistenzcoach Aaron Danks, der im Trainerteam für die ruhenden Bälle zuständig ist – sowohl bei Offensiv- als auch bei Defensivaktionen.
Gleich zwei Stars verdienen sich die 1: Bayern-Noten gegen Freiburg
Viel Zeit bleibt dem deutschen Rekordmeister nicht, denn wenn das Team am Mittwoch in der Champions League in London gastiert, stehen mit den Spielern des FC Arsenal wahre Standardspezialisten auf dem Feld. Zwölf von 20 Toren haben die Gunners nach ruhenden Bällen erzielt.
Kompany ist entsprechend gewarnt: „Du kannst es nicht verstecken. Jeder hat es gesehen, die englische Presse und die Analysten von Arsenal werden das auch sehen.“
Obwohl die Standardstatistik klar für Arsenal spricht, gibt sich der Belgier im Hinblick auf das Königsklassen-Duell mit den „Gunners“ kämpferisch: „Wir wollen wieder zeigen, dass wir in diesem Bereich eigentlich eine sehr gute Mannschaft sind. Ich habe Vertrauen, wir haben es ja schon mal gut gemacht.“ (bok, smk, kf)