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Nach ihrem Triumph im Gesamtweltcup feiert die deutsche Biathlon-Queen Franziska Preuß eine ausgelassene Party, die sie vor einige Schwierigkeiten stellt.
Oslo – Der Holmenkollen bot die perfekte Kulisse für eine der spektakulärsten Feiern im Biathlon-Kalender. Nach dem letzten Rennen der Saison wurden die Karrieren der norwegischen Biathlon-Ikonen Johannes Thingnes und Tarjei Bö gebührend gefeiert. Auch die frisch gekürte Weltcup-Gesamtsiegerin Franziska Preuß ließ es sich nicht nehmen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Deutscher Biathlon-Champion tauscht mit großer Rivalin die Jacke
Eurosport-Experte Michael Rösch war vor Ort und schilderte die beeindruckende Szenerie. „Das war ein kompletter Abriss, die haben sich da abgeschädelt“, erzählte Rösch begeistert. „Die Athleten verzichten zwischen November und März auf Alkohol, haben immer Druck, sind im Tunnel. Und an diesem einen Abend entlädt sich eine Energie, das kann man sich als Außenstehender kaum vorstellen. Sportlerpartys sind die geilsten Partys“, fügte er hinzu und beschrieb die besondere Energie, die an diesem Abend spürbar war.
Ein besonderes Detail der Feier war der Jackentausch zwischen Franziska Preuß und ihrer französischen Konkurrentin Lou Jeanmonnot, die Preuß-Rivalin bewies bereits kurz nach dem Biathlon-Drama enorme Größe. „Plötzlich stand auch Franzi in einer Franzosen-Jacke da, Lou lief in einer Deutschland-Jacke rum. Die haben sie noch ausgetauscht, es war alles sehr freundschaftlich. Es war einfach nur geil“, berichtete Rösch. Diese Geste unterstrich den respektvollen und freundschaftlichen Umgang unter den Athleten.
„Kompletter Abriss“: Preuß nach rauschender Biathlon-Party gezeichnet
Für Franziska Preuß war die Party ein besonderes Erlebnis. „Heute muss ich erst einmal ein paar Stunden Schlaf nachholen“, gestand die 31-Jährige nach ihrer Rückkehr nach München. Sie hatte ihren Sieg „wie auf einem Festival“, mit dem französischen und norwegischen Team gefeiert.
Nach der intensiven Feier freut sich Preuß nun auf etwas Ruhe. „Die Abschlussparty hab ich früher schon mal besser weggesteckt, deshalb wird heute nicht mehr viel passieren“, sagte sie mit einem Lächeln. „Der Holmenkollen im Rücken, die Sonne ging gerade unter, Barbecue war an, Bier überall und gute Laune. Es war phänomenal, eine der besten Partys, die ich je erlebt habe“, schwärmte Rösch. Sogar der FC Bayern sendet eine Gänsehaut-Botschaft an den deutschen Biathlon-Champion.
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Biathlon-Queen Franziska Preuß: Traumurlaub am Strand nach Abrissparty
Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Simon Schempp plant Preuß nun eine Reise nach Thailand. „Wir fahren relativ schnell in den Urlaub, in dem Land interessiert Biathlon niemanden“, erklärte die Oberbayerin und blickt auf eine wohlverdiente Auszeit. Dort will sie die Ruhe genießen und sich von den Strapazen der Saison – und der ausgelassenen Abschlussparty – erholen. (ck)
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