VonAlexander Kaindlschließen
Traurige Geschichte aus Südtirol: Ylvie Folie hatte gerade den zweiten Platz bei den italienischen Meisterschaften erreicht, als sie vom Tod ihrer Mutter erfuhr.
Langtaufers - Herzzerreißende Nachrichten aus Italien: In Südtirol kam es am ersten April-Wochenende gleich zu mehreren Lawinenunglücken. Besonders tragisch ist das Schicksal einer Familie, die den Wintersport so sehr liebt: Als die beiden Töchter Ylvie und Marit Folie gerade um Spitzenplätze bei den italienischen Skilanglauf-Meisterschaften kämpften, kam ihre Mutter ums Leben.
Lawinenunglück im Vinschgau: Zwei Personen sterben
Was war passiert? Sieben Personen waren im Vinschgau auf einer Skitour unterwegs, als das Unglück geschah: Gegen 8.40 Uhr löste sich am Sonntagvormittag zwischen Tiergartenspitze und Masebenhütte auf einer Höhe von rund 2700 Metern ein Schneebrett.
Wie die italienische Bergrettung berichtete, kam für zwei Personen jede Hilfe zu spät: Verena Stecher (46) und Hans Waldner (67) bezahlten die Tour mit ihrem Leben. Das Portal suedtirolnews.it schrieb dazu: „Die Nachricht vom Tod der beiden Vinschger löste im ganzen Land Trauer und Bestürzung aus.“
Ski-Tragödie: Töchter laufen bei Meisterschaften, Mutter stirbt gleichzeitig bei Lawinenunglück
Zum Zeitpunkt der Tragödie kämpften die beiden Töchter von Verena Stecher, Ylvie (19) und Marit Folie (17), im rund 200 Kilometer entfernten Toblach gerade um Spitzenpositionen bei den italienischen Skilanglauf-Meisterschaften. Beide gelten als große Talente, Ylvie landete im Jugend-Teamsprint mit ihrer Partnerin Marie Schwitzer sogar auf Platz zwei.
Die Töchter sollen unmittelbar nach dem Überqueren der Ziellinie vom Tod ihrer Mutter erfahren haben. Man kann ihren Schmerz nur erahnen. Die Veranstalter sagten nach der schrecklichen Nachricht umgehend Siegerehrung und sämtliches Rahmenprogramm ab.
Im Video: Lawinengefahr im Alpenraum: Wann wird es gefährlich?
„Was für eine Tragödie“: Trauer nach Lawinenunglück mit zwei Toten
In den sozialen Netzwerken war die Anteilnahme groß. „Ruhe in Frieden, junge Mama, eine große Umarmung an die Familie“, „Was für eine Tragödie“ oder „Wie soll man ein solches Unglück akzeptieren?“ hieß es beispielsweise auf Facebook.
Es waren nicht die einzigen Lawinenunglücke an diesem Wochenende: Im Aostatal nahe der Schweizer Grenze und des Matterhorns hatte sich am Samstagabend eine Lawine gelöst und zwei Menschen in den Tod gerissen. (akl)
