SGE-Angreifer begehrt

Eintracht-Star Kolo Muani will nach England: „Wer träumt nicht von der Premier League?“

  • schließen

Randal Kolo Muani ist bei mehreren Top-Klubs begehrt. Der Stürmer verrät, dass er davon träumt, irgendwann in der englischen Premier League zu spielen.

Frankfurt – Sportvorstand Markus Krösche treibt die Kaderplanung bei Eintracht Frankfurt weiter voran. Nach einer schwachen Rückrunde in der Bundesliga-Saison will der 42-jährige die Mannschaft verstärken, damit der Nachfolger von Oliver Glasner auf der Trainerbank der SGE die Möglichkeit hat, um die internationalen Plätze mitzuspielen. Fix sind bisher die Verpflichtungen von Willian Pacho (Royal Antwerpen) und Hugo Larsson (Malmö FF) fix, zudem zog Eintracht Frankfurt die im Leihvertrag verankerten Kaufoptionen bei Philipp Max und Junior Dina Ebimbe.

Randal Kolo Muani
Geboren:5. Dezember 1998
Verein:Eintracht Frankfurt
Position: Mittelstürmer

Eintracht Frankfurt plant den Kader für 2023/24

Auf der Seite Abgänge stehen bislang nur Daichi Kamada und Almamy Toure fest, die den Klub ablösefrei verlassen werden. Unklar ist, wie es über den Sommer hinaus mit den Leistungsträgern Evan Ndicka, Jesper Lindström, Djibril Sow und Randal Kolo Muani weitergeht. Gerade Letztgenannter hat sich durch seine starke Saison in den Notizblock mehrerer Top-Teams gespielt und wird beispielsweise mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht.

Vor dem Finale des DFB-Pokals bezog Krösche klar Stellung zu einem möglichen Abgang von Kolo Muani: „Ich gebe ihn nicht in den Markt und will ihn auch nicht transferieren. Mein Ziel ist, dass Randal bei uns bleibt. Wir müssen ihn nicht verkaufen. Klar, wir müssen auch Transfererlöse erarbeiten – aber wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand. Wir haben uns vielmehr durch die Erfolge nach Corona eine gute wirtschaftliche Ausgangsposition erarbeitet“, so der SGE-Sportchef zur FAZ.

Randal Kolo Muani von Eintracht Frankfurt.

In einem Interview mit dem französischen TV-Sender Canal+ äußerte sich Kolo Muani nun selbst zu den Gerüchten um seine Person. „Ich bin in meiner dritten Saison als Profi, ich muss noch Fortschritte machen. Ich will mir Zeit lassen, ich bin kein Mensch, der etwas überstürzt, nur weil große Vereine da sind“, so der 24-Jährige: „Ich suche nicht nach dem perfekten Verein oder dem besten Verein der Welt, sondern nach dem Verein, der mir die Chance gibt, mich zu verwirklichen, Spielzeit zu bekommen und vor allem als Spieler zu wachsen.”

Eintracht Frankfurt: Kolo Muani spricht über Transfergerüchte

Zuletzt buhlte gerade Paris Saint Germain um den Angreifer von Eintracht Frankfurt und Superstar Kylian Mbappe schwärmte von Kolo Muani. „Es schmeichelt mir, dass PSG interessiert ist. Aber nur weil ich aus der Pariser Region stamme, heißt das nicht, dass ich automatisch für PSG spielen muss“, sagte Kolo Muani aber zu einer möglichen Rückkehr in seine französische Heimat und verpasst PSG damit einen Dämpfer.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Einen Traum hat der Angreifer aber: „Ganz ehrlich, wer träumt nicht von der Premier League? Es ist eine der besten Ligen. Es wäre ein Kindheitstraum.“ Kolo Muani verriet aber nicht, für wann ein Transfer auf die britische Insel angedacht ist. Manchester United zeigt übrigens ebenfalls Interesse und könnte Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München dazwischenfunken. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Revierfoto

Kommentare