SGE scheidet aus

Eintracht-Fans nach Aus in der Conference League bedient: „Grauenhafter Kick“

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Eintracht Frankfurt scheidet nach einer schwachen Leistung gegen Union Saint-Gilloise aus der Conference League aus. Die Fans der SGE sind bedient.

Frankfurt – Der Traum vom Finale in der Conference League ist für Eintracht Frankfurt geplatzt. Die SGE verliert das Rückspiel im heimischen Waldstadion mit 1:2 und scheidet aus dem Wettbewerb aus. Die Leistung der Mannschaft von Cheftrainer Dino Toppmöller war einfach zu schwach, um den Spitzenreiter der belgischen Liga in Bedrängnis zu bringen. Wir haben Stimmen der Fans aus dem offiziellen Forum von Eintracht Frankfurt gesammelt.

Eintracht scheidet aus Conference League aus

„So sehr ich versuche, die Aufrufe zur Geduld aufgrund des Umbruchs, Integration neues Spielsystems etc. zu berücksichtigen, so klar muss ich auch sagen, dass ich das angesichts völlig fehlenden Fortschritts von Spiel zu Spiel weniger akzeptieren kann.
Man kann viel Verständnis aufbringen, viel verzeihen und manches erklären. Aber langsam gehen die Argumente aus. Das ist zu wenig. In allem“, zeigt sich User Adlertraeger-SGE enttäuscht.

Für SGE_Werner war die Einstellung entscheidend: „Ich fand die Belgier über die zwei Spiele nicht zwingend besser, siehe auch Chancenverhältnis, xGoals etc. Die wollten einfach in den vielen kleinen 50:50 Situationen einfach mehr, also genau das, was uns in unseren erfolgreichen Europapokal-Zeiten der letzten Jahre geholfen hat zu gewinnen, hatten jetzt die Gegner und wir eben nicht.
Wir sind viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt und rauben uns damit die notwendige Power, die man auf dem Platz braucht.“

Die SGE scheidet aus der Conference League aus.

ThePaSch schließt sich der Meinung an: „Was mich erschreckt, ist, dass diese totale Apathie, die die Spieler auf dem Platz wieder und wieder ausstrahlen, so langsam auch auf mich abfärbt. Das war ein Europapokalspiel - auf die bin ich normal allerspätestens 48 Stunden vorher permanent nervös - aber heute musste ich mich fast schon dazu ringen, überhaupt einzuschalten.“

Fans nach SGE-Ausscheiden enttäuscht

„Über weite Strecken wieder ein grauenhafter Kick. Eine weitere inakzeptable Leistung“, zeigt sich Frankfurter-Bob völlig enttäuscht. FCM1920 weiß nicht genau, woran es liegt: „Für was haben wir genau nochmal soviel Geld ausgegeben im Sommer und im Winter. Entweder ist der Trainer nicht Weltklasse oder die Spieler - vielleicht auch beides.“

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Cartermaxim ist komplett bedient nach diesem schwachen Auftritt: „Man hat es jetzt geschafft, alles aus dieser Mannschaft zu vertreiben, was Eintracht Frankfurt ausgemacht hat. Das ist von vorne bis hinten gar nichts. Ein erneut völlig unrunder, komplett austauschbarer Kader ohne jegliche Identifikation, elementare Lücken auf einzelnen Positionen, eine emotionslose, passive und gänzlich unproduktive Spielweise, die einem fast zum Einschlafen bringt. Keine Typen auf und neben dem Platz. Hier ist inzwischen mit wenigen Ausnahmen vieles austauschbar. Und es sollte auch ausgetauscht werden. Auf allen Ebenen.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Huebner

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