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Lindström-Abgang fix: Ablöse deutlich unter 30 Millionen Euro?

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Bei Eintracht Frankfurt ist der nächste Abgang unter Dach und Fach. Jesper Lindström zieht es zum italienischen Meister SSC Neapel.

Update vom Dienstag, 29. August, 18.31 Uhr: Der Abgang von Jesper Lindström zum SSC Neapel ist fix. „Jesper hatte in den vergangenen zwei Jahren einen großen Anteil an unserer positiven Entwicklung. Der Titelgewinn in der Europa League, das Erreichen des DFB-Pokalfinales und nicht zuletzt viele besondere Momente in der Bundesliga wird er immer mit der Eintracht verbinden und umgekehrt“, sagte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche zum Wechsel.

„Jespers Zeit in Frankfurt war auch geprägt von einer starken individuellen Entwicklung, die auch ein gutes Beispiel dafür ist, dass wir als Klub in der Lage sind, hochtalentierte Spieler auf das nächste Level zu heben. Für seine Zukunft in Neapel wünschen wir ihm nur das Beste“, so der Sportchef weiter.

Erstmeldung: Frankfurt – Kurz vor Ende der Transferphase kommt noch einmal ordentlich Bewegung in den Kader von Eintracht Frankfurt. Fast sicher weg ist Jesper Lindström, den es zum amtierenden italienischen Meister SSC Neapel zieht. Mit dem Top-Klub wird der dänische Nationalspieler Champions League spielen.

Jesper Lindström
Geboren:29. Februar 2000 (Alter 23 Jahre), Taastrup, Dänemark
Verein:Eintracht Frankfurt
Position:Offensives Mittelfeld

Eintracht Frankfurt: Lindström vor Abgang

Das Online-Portal Calcionapoli24 zeigt Videoaufnahmen von Jesper Lindström, wie er am Flughafen in Rom ankommt und von zahlreichen Fans empfangen und begrüßt wird. Der gut gelaunte Offensivspieler erfüllt den Napoli-Anhängern Autogrammwünsche und macht Bilder mit ihnen. Anschließend ging es zum Medizincheck, den er noch absolvieren muss, bevor es zur Unterschrift unter einen langfristigen Vertrag kommt.

Der Däne kam bereits am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht mehr zum Einsatz im Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05, obwohl die SGE lange Zeit einem Rückstand hinterherrannte und Lindström mit seinen Offensivqualitäten eine Hilfe gewesen wäre. Am Ende schaffte die Mannschaft von Cheftrainer Dino Toppmöller auch ohne den 23-Jährigen den Ausgleich in der Nachspielzeit.

Jesper Lindström wird Eintracht Frankfurt höchstwahrscheinlich verlassen.

Laut Transferexperte Fabrizio Romano haben sich Eintracht Frankfurt und der SSC Neapel mittlerweile auf einen Wechsel von Jesper Lindström geeinigt. Demnach soll der Offensivspieler für ein Gesamtpaket von 25 Millionen Euro nach Neapel wechseln. Zuletzt hieß es noch, dass die SGE 35 Millionen Ablöse für den Dänen fordert.

Eintracht Frankfurt sucht Lindström-Nachfolger

Mit der bevorstehenden Unterschrift unter einen Vertrag in Neapel endet die Zeit von Lindström bei Eintracht Frankfurt. Der 23-Jährige kam vor zwei Jahren für sieben Millionen Euro vom dänischen Klub Bröndby IF zur SGE und hatte zunächst leichte Startschwierigkeiten. Nach und nach sicherte er sich aber einen Stammplatz und hatte großen Anteil am Sieg in der Europa League in der Saison 2021/22.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

In insgesamt 57 Bundesliga-Spielen gelangen Lindström zwölf Treffer und neun Vorlagen für Eintracht Frankfurt. Sportvorstand Markus Krösche hat noch bis 1. September, 18 Uhr, Zeit, einen Nachfolger zu verpflichten. Das nötige Kleingeld hat er durch den Lindström-Abgang jetzt. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jürgen Kessler

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