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Bei den Olympischen Winterspielen 2026 werden die Bob- und Schlittenrennen nicht in Italien stattfinden. Sehr zum Missfallen von Rennrodler Felix Loch.
München – Die Bob- und Schlittenrennen bei den olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d‘Ampezzo werden nicht in Italien stattfinden. Dies teilte Giovanni Malago, der Präsident des italienischen Olympischen Komitees, auf einem IOC-Kongress in Mumbai mit. Weltmeister und Olympiasieger Felix Loch äußerte postwendend seinen Unmut über die Entscheidung.
| Felix Loch | |
|---|---|
| Geboren: | 24. Juli 1989 (34 Jahre alt) in Sonneberg |
| Sportart: | Rodeln |
| Größte Erfolge: | 3x Olympiasieger, 14x Weltmeister, 49 Weltcupsiege |
IOC-Entscheidung über Eisbahn-Pojekt - reger Widerstand in der Bevölkerung
Dabei sah es ursprünglich so aus, als würden die Wintersport-Wettbewerbe an einem traditionellen Ort neu aufleben. Das italienische Bewerbungskonzept für die Winterspiele sah nämlich ursprünglich einen Neubau der 1923 errichten Natureisbahn „Eugenio Monti“ vor. Die Abrissarbeiten der alten Anlage begannen im März dieses Jahres, Mitte Oktober muss die Idee jedoch bereits endgültig begraben werden. Stattdessen wird nach einem alternativen Standort für die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton gesucht, der dann aller Voraussicht nach im Ausland liegen wird.
Hinzukommt, dass das Projekt zu keinem Zeitpunkt unstrittig gewesen ist. Wie die Sportschau berichtet, hatten erst Ende September in Cortina d‘Ampezzo rund 1.000 Menschen, darunter Vertreter von Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen und Lokalpolitikern gegen das Bauvorhaben protestiert. Sie kritisierten vor allem die Umweltschäden, explodierende Baukosten und eine kostenintensive Instandhaltung, die das Projekt mit sich bringen würde. Am Ende kam das entscheidende Signal von der Zentralregierung in Rom, die das Olympia-Komitee anwies, die Pläne für Cortina nicht weiterzuverfolgen und stattdessen Alternativen auf bereits bestehenden Anlagen zu prüfen.
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Felix Loch bedauert IOC-Entscheidung – Follower sind geteilter Meinung
Reichlich enttäuscht, zeigte sich hingegen Felix Loch über die Entscheidung. „So ein Mist!“, kommentierte der 34-Jährige in einem Instagram-Post. Laut dem mehrfachen Weltmeister hätten italienische Sportler und die Wettbewerbe eine neue Anlage für diesen Anlass verdient gehabt.
Die Kommentare unter seinem Post greifen dabei sowohl Argumente für als auch gegen die Entscheidung auf. „Viel vernünftiger als für zig Millionen eine neue Bahn zu bauen. Immer ist die Rede von Nachhaltigkeit und die Spiele seien zu teuer und wenn darauf geachtet wird, wird wieder gemeckert“, schloss sich ein Nutzer den Gegnern des Projektes an.
„Was soll denn so ein Mist? So kann man den Sport auch kaputt machen“, äußerte sich wiederum eine andere Nutzerin so enttäuscht, wie Felix Loch selbst. Ungeachtet der möglichen Konsequenzen für die Umwelt stellte eine enttäuschte Nutzerin fest: „Da kann man echt nur die Augen verdrehen“. (nki)