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Lothar Matthäus ist ein Mann klarer Worte. Das bekommen jetzt auch die Ex-Bosse des FC Bayern zu spüren. Dem Sky-Experten missfiel deren Führungsstil.
München – Oliver Kahn (54) und Hasan Salihamidzic (46) sind als CEO, beziehungsweise Sportvorstand mittlerweile Geschichte beim FC Bayern München.
Ihre Verträge wurden inzwischen aufgelöst. Mittlerweile mischen neben Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (55) auch wieder die Granden Uli Hoeneß (71) und Karl-Heinz Rummenigge (67) ordentlich an der Säbener Straße mit. Sehr zur Freude von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (62), der den Führungsstil von Kahn und Salihamidzic zu Laissez-faire fand.
| Lothar Matthäus | |
|---|---|
| Geburtsdatum: | 21. März 1961 (62 Jahre) |
| Aktuelle Tätigkeit: | Sky-Experte |
| Länderspiele (Tore): | 150 (23) |
FC Bayern: Lothar Matthäus lästert über Führungsstil von Brazzo und Kahn
Matthäus am Montag bei einem Mediengespräch in seiner Funktion als Botschafter des Wettanbieters Interwetten: „Diese Streitkultur, dieses In-Watte-packen der Spieler, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Ich glaube, dass man den einen oder anderen Spieler in den letzten Jahren zu sehr geschützt hat. Man sollte sie zur Verantwortung nehmen, sie werden hochbezahlt und müssen auch mal mit Kritik leben.“ Dann würde auch wieder Ruhe einkehren beim Rekordmeister.
„Wir haben angeblich Maulwürfe, kriegen diese Geschichten immer zugesteckt. Aber nein, die schreibt der FC Bayern immer selbst. Denn natürlich ist nicht alles so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt haben – vor allem in den letzten zwölf Monaten“, sagte Matthäus über die zuletzt öffentlich diskutierten Interna.
Lothar Matthäus: „Früher sind wir auch härter angegangen worden“
Was den Rekordnationalspieler störte: Vergangene Saison wurden die Spieler intern zu wenig von ihren Vorgesetzten kritisiert – mit Ausnahme von Ex-Trainer Julian Nagelsmann (36). Der Weltmeister-Kapitän von 1990 erinnerte sich in diesem Zusammenhang an seine Zeit als Spieler des deutschen Rekordmeisters: „Früher sind wir auch härter angegangen worden, da hast du nicht mal unter der Dusche gestanden, und Uli Hoeneß hat dich vor der Kamera schon beleidigt.“
Mittlerweile würden auch die Stars von Trainern und Bossen kritisiert, „und ich glaube, dass das der richtige Weg ist.“ Lothar hofft in diesem Zusammenhang vor allem auf Trainer Thomas Tuchel (49), der vor interner Kritik bekanntlich nicht zurückschreckt. Manuel Bonke, Philipp Kessler
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