„Ich denke, Bayern-Fans verstehen Spaß“

Spott-Version von „Skandal im Sperrbezirk“ nach Pokal-Coup: Fast hätte sich Band an heiklerem Song vergriffen

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Nach dem Pokal-Aus wurde der FC Bayern noch im Stadion von einem Spott-Song verhöhnt. Fast hätte sich die Band an einem noch heikleren Lied vergriffen.

Saarbrücken – Das muss man sich auch erst mal trauen: Nach dem Pokal-Coup des 1. FC Saarbrücken gegen den FC Bayern schallte eine Abwandlung von „Skandal im Sperrbezirk“ durchs Stadion, die sich kräftig über den Rekordmeister lustig machte.

„Pokal im Ludwigspark“: Song stammt von der Band „Schaafa Sämpf“

Der Song heißt „Pokal im Ludwigspark“ und stammt von der lokalen Band „Schaafa Sämpf“, sie hatte ihn vorab via Soundcloud veröffentlicht. Es ist nicht ihr erster Pokal-Beitrag, stattdessen schreibt sie ein neues Lied zu jeder Runde. „Wir dachten, die Bayern sind wohl der letzte Song für diese Saison“, so Jochen Schneider zu IPPEN.MEDIA. Er ist Keyboarder der Truppe und hat auch den Text geschrieben, innerhalb von zehn Minuten, wie er angibt. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir jetzt noch einen machen müssen.“

Die Band „Schaafa Sämpf“ im Proberaum.

Der spöttische Text enthält Zeilen wie „Der FCS ist einfach gut und Uli Hoeneß platzt vor Wut“ oder „Pfüati Bayern! Aus, vorbei! Kennt Ihr noch Herrn Nagelsmann? Der grinst sich eins und feiert dann.“ Doch die Bayern-Fans nehmen‘s wohl sportlich, so Schneider. Er habe die Social-Media-Reaktionen bisher nur überflogen, sagt er am Donnerstagmorgen. „Bayern-Fans geben auch zu, dass der Song wirklich cool ist. Sie sind gerade auch mehr mit ihrer Mannschaft beschäftigt als mit ihrem Song. Ich denke mal, die verstehen Spaß.“

„Schaafa Sämpf“ hätten sich fast an FC-Bayern-Hymne vergriffen

Ob das auch so gewesen wäre, wenn sich die Band an der FC-Bayern-Hymne vergriffen hätte? Dann das war der ursprüngliche Plan. „Wir wollten ‚Stern des Südens‘ nehmen, schön das Vereinslied der Bayern“, so Schneider, „aber es hat irgendwie nicht gerockt.“ Man darf sich die Reaktionen gar nicht erst ausmalen, wenn ausgerechnet dieser Song zum Spottlied umgedichtet worden wäre. Da hätte der Spaß dann wohl wirklich aufgehört.

Natürlich planen „Schaafa Sämpf“, auch fürs Achtelfinale einen Song aufzunehmen. Der Text wird wohl ein Leichtes, meint Schneider, sobald der Gegner feststeht. „Danach schreibt immer schon der Erste aus der Band zehn Minuten später, er hätte eine Idee.“ Eine Sarr-Szene samt Kimmich-Rüffel am Mittwoch war sinnbildlich fürs FC-Bayern-Versagen. (lin)

Rubriklistenbild: © Schaafa Sämpf bei Facebook

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