FCB geht neuen Weg

Mané mit spezieller Klausel im Vertrag - das gabs bei den Bayern bisher noch nie

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Sadio Mané wechselte vergangenen Sommer vom FC Liverpool zum FC Bayern.
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Sadio Mané gilt trotz Formtief nach wie vor als Königs-Transfer der Bayern. In seinem Vertrag hat der Offensiv-Star eine besondere Klausel stehen.

München - Trotz der aktuellen sportlichen Talfahrt des FC Bayern München in der Bundesliga und der dadurch wieder aufkeimenden Debatte, ob es klug war, ohne einen echten Top-Stürmer in die Saison zu gehen, lässt sich sagen: Der zurückliegende Transfer-Sommer der Bayern war ein Erfolg. Der Kader der Münchner wurde in allen Mannschaftsbereichen gestärkt - zudem konnte Offensiv-Star Sadio Mané für rund 32 Millionen Euro plus Boni vom FC Liverpool losgeeist werden.

Bayern-Verantwortliche gingen bei Manés Vertrag einen ganz neuen Weg

Dabei sollen die FCB-Verantwortlichen laut eines Berichts der Sport Bild bei der Ausgestaltung des Vertrags für Mané einen ganz neuen Weg gewählt haben. Klauseln in Verträgen sind nichts Neues, beim Senegalesen scheint jedoch laut Sport Bild eine besonders auf Scorerpunkte ausgerichtete Klausel im Arbeitspapier integriert zu sein. Das Gehalt ist also stark an Scorerpunkte geknüpft. Je mehr Vorlagen und Tore Mané also für die Bayern generiert, desto höher fällt das Salär neben dem Grundgehalt und den üblichen Jahresleistungsprämien aus. Davon ausgenommen sollen jedoch Elfmetertore und die erste Runde im DFB-Pokal sein, da dort meistens unterklassige Gegner auf Bayern treffen.

Neue Klausel in Manés Vertrag - Team-Gedanke soll damit gefördert werden

Der Sport Bild zufolge haben Sportvorstand Hasan Salihamidžić und der Technische Direktor Marco Neppe entschieden, diese Klauseln nicht nur bei Mané, sondern auch in den künftigen Verträgen der Bayern-Stars einzubauen. Intern heißt es, man wolle neben „quantitativen auch qualitative Ziele“ in die kommenden Verträge integrieren, so schreibt es das Blatt. Die Verantwortlichen wollen damit egozentrisches Verhalten auf dem Platz verhindern und den Team-Gedanken fördern. Zudem dürften diese bestimmten Klauseln dafür sorgen, dass vor allem die Offensiv-Spieler motiviert sind, im Angriffsspiel involviert zu sein. Richteten sich die früheren Arbeitspapiere in der Regel stark auf Einsatzzeiten, so sollen Scorerpunkte in den künftigen Kontrakten eine ebenso bedeutsame Gewichtung bekommen.

Mané legte los wie die Feuerwehr - mittlerweile wirkt er wie ein „Fremdkörper“

Blickt man auf die ersten Saisonspiele von Sadio Mané, so dürften sich also seine drei Liga-Treffer bereits im Gehalt bemerkbar machen. Zum Saisonauftakt gegen Frankfurt steuerte er ein Tor bei, am dritten Spieltag gegen Bochum waren es sogar zwei Buden. Seitdem jedoch wirkt Mané laut Sky-Experte Didi Hamann wie ein „Fremdkörper im Spiel“ der Bayern, in der Offensive ist er kaum integriert. Seit fünf Partien ist die Nummer 17 der Bayern ohne Torerfolg, eine Vorlage gab es diese Spielzeit auch noch nicht. Daher erwägt Trainer Julian Nagelsmann nun auch, Mané künftig vermehrt auf der linken Außenbahn spielen zu lassen - das Experiment im Sturmzentrum gilt als gescheitert. (kus)

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