Ein Wasserschaden ruiniert Manuel Neuers Forsthaus Valepp. Mehrere hunderttausend Euro Schaden resultieren aus einem Rohrbruch. Die Innengastronomie bleibt zu.
Schliersee – Ausgerechnet in der lukrativsten Zeit des Jahres trifft Manuel Neuer ein herber Rückschlag bei seinem Gastronomieprojekt. Im historischen Forsthaus Valepp sorgt ein massiver Wasserschaden für wochenlange Schließung der Innengastronomie und Gästezimmer, wie Merkur berichtet. Was am 7. August als defekte Duschleitung begann, entwickelte sich zu einem Desaster mit Kosten im sechsstelligen Bereich.
Der Torwart des FC Bayern und sein Geschäftspartner Johannes Rabl, der vor kurzem vor Gericht stand, müssen nun zusehen, wie ihre millionenschwere Investition erneut auf dem Prüfstand steht. Seit über einem Monat laufen die Trocknungsgeräte in dem denkmalgeschützten Gebäude an der deutsch-österreichischen Grenze. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich bis Ende September andauern – mitten in der Hauptsaison für Wanderer und Ausflügler.
Manuel Neuer erleidet mehrere hunderttausend Euro Schaden im Forsthaus Valepp
„Viele Kubikmeter Wasser wurden in die historischen Wände und Decken gespült“, bestätigt Johannes Rabl dem Münchner Merkur. Der Schaden entstand durch eine gebrochene Duschbatterie in einem unbewohnten Gästezimmer im Dachgeschoss. Über mehrere Stunden lief das Wasser unbemerkt vom ersten Stock ins Erdgeschoss.
Die Schadenshöhe beziffert Rabl auf „mehrere Hunderttausend Euro“. Besonders bitter für das Betreiber-Duo: Sie hatten erst vor einem Jahr nach zweijähriger Renovierung und sechs Millionen Euro Investition das Forsthaus wiedereröffnet. Für die aufwendige Sanierung der ehemaligen Ruine erhielten Neuer und Rabl sogar den Denkmalschutzpreis 2024 des Landkreises Miesbach.
Immerhin gibt es auch positive Nachrichten: „Gott sei Dank sind wir gut versichert, und der Außenbetrieb ist davon nicht betroffen“, erklärt Rabl. Der Biergarten kann weiterhin geöffnet bleiben, allerdings nur bei schönem Wetter. Bei Regen müsste das Essen durch den Regen transportiert werden – das will Rabl den Gästen nicht zumuten.
Die Reparaturarbeiten gestalten sich aufgrund der Denkmalschutz-Auflagen besonders kompliziert. Wandstücke müssen geöffnet und restauriert werden, um die Feuchtigkeit zu trocknen. Paradoxerweise zahlt sich nun die teure Renovierung aus: Da nur Massivholz statt Furnierholz verwendet werden durfte, saugt sich das Material nicht so stark mit Wasser voll, erklärt Rabl.
Hunderte von Gästen mussten ihre Buchungen stornieren, die gesamten bayerischen Sommerferien waren vom Wasserschaden betroffen. Auch die wichtige Wandersaison im September und Oktober fällt für Übernachtungsgäste buchstäblich ins Wasser. „Wir haben quasi die ganzen bayerischen Sommerferien verloren“, bedauert Rabl.
Manuel Neuer muss Riesenschaden im Forsthaus beheben
Das Forsthaus Valepp, gelegen zwischen Spitzingsee und Tegernsee, war über zehn Jahre geschlossen gewesen, bevor Neuer und Rabl die Ruine von den Staatsforsten übernahmen. Das 180 Jahre alte Gebäude sollte für weitere 180 Jahre ein neues Kapitel schreiben – nun kam dieser Rückschlag dazwischen. Trotz des Schadens bleiben beide Geschäftspartner optimistisch und werden das Forsthaus weiterhin betreiben. (ck)