Sommertransfer im Höhenflug

VfB-Trainer Hoeneß lüftet mit einem Satz das Mittelstädt-Geheimnis

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Maximilian Mittelstädt hat sich vom Ergänzungsspieler beim VfB Stuttgart zu einer Stammkraft entwickelt. Auch die Chancen auf eine EM-Teilnahme stehen aktuell gut.

Stuttgart - Dass sich Maximilian Mittelstädt in Stuttgart wohlfühlt, ist längst bekannt. Spürbar strotzt er seit Monaten nur so vor Selbstbewusstsein, was aber nicht nur an der erfolgreichen Saison mit dem VfB Stuttgart liegt. Mittelstädt macht gar keinen Hehl daraus, dass er in Stuttgart eine neue Freundin gefunden hat. „Ich habe mich in Stuttgart direkt heimisch gefühlt. Auch privat läuft es sehr gut. Das gibt mir die Energie auf dem Platz“, erzählte der Linksverteidiger bereits im November vergangenen Jahres.

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VfB-Profi Mittelstädt hat eine Chance auf eine EM im eigenen Land

Schon damals wunderten sich Experten über die Stärke Mittelstädts, der im Sommer von Absteiger Hertha BSC an den Neckar gewechselt war. Doch seitdem hat der 26-Jährige noch einmal eine Schippe draufgelegt und sich nicht nur vom Ergänzungs- zum Stammspieler entwickelt, sondern sogar ins Blickfeld der Nationalmannschaft gespielt.

Mittelstädt selbst will von möglichen EM-Chancen zwar nichts wissen und lächelt Nachfragen, ob es bereits Kontakt zu Bundestrainer Julian Nagelsmann gegeben habe, noch weg. Doch bei Beobachtern herrscht größtenteils die Meinung, dass der Bundestrainer, den obendrein ein Mangel an Linksverteidigern plagt, an einem Mittelstädt in dieser Verfassung nicht vorbeikommt.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß (l.) treibt Maximilian Mittelstädt an.

VfB-Trainer Hoeneß gerät wegen Mittelstädt ins Schwärmen

Doch was ist das Geheimnis des gebürtigen Berliners, der bei den Schwaben aufblüht wie ein Schneeglöckchen im Frühjahr und neuerdings sogar seinen Torinstinkt entdeckt hat? VfB-Trainer Sebastian Hoeneß brachte mit einem Satz zumindest etwas Licht ins Dunkel: „Ich glaube, die Art, wie wir spielen, wie die Positionen interpretiert werden, kommt ihm entgegen und dass viele vielleicht gar nicht wussten, zu was er dann in der Lage ist.“

Allgöwer bis Sigurvinsson: 13 legendäre Spieler des VfB Stuttgart

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Die Meisterelf des VfB von 1952 mit dem Kapitän Robert Schlienz (hintere Reihe, fünfter von links). © Imago/Rudel
Karl Allgöwer im Spiel gegen FC Bayern und Klaus Augenthaler (im Hintergrund).
Karl Allgöwer ist mit 167 Pflichtspieltreffern der erfolgreichste Stürmer der VfB-Vereinsgeschichte. © Imago/Baumann
07.11.79 VfB Stuttgart - Dynamo Dresden Deutschland, Stuttgart, 07.11.1979, Fussball, UEFA Pokal, VfB Stuttgart - Dynamo
Hansi Müller (links) schnürte für den VfB zwischen 1975 und 1982 die Fußballschuhe. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Asgeir Sigurvinsson 1997 beim Spiel gegen Bayer Uerdingen. Vfb Stuttgart
Asgeir Sigurvinsson wurde mit dem VfB 1984 Deutscher Meister. © Imago/Baumann
Hermann Ohlicher und Andreas Brehme im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. VfB
Hermann Ohlicher stand beim VfB zwischen 1975 und 1982 als Kapitän auf dem Feld. © Imago/Kicker/Liedel
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Die Förster-Brüder im Dreikampf mit Bayerns Karl-Heinz Rummenige. Karlheinz Förster (M.) trug 267 Mal das VfB-Jersey.  © Imago/Sportfoto Rudel
Mit diesem Kopfball sicherte Guido Buchwald dem VfB Stuttgart die Meisterschaft 1992.
Mit diesem Kopfball sicherte Guido Buchwald dem VfB die Meisterschaft 1992. © Imago/Sven Simon
Jürgen Klinsmann im Trikot vom VFB Stuttgart Jürgen Klinsmann im Trikot vom VFB Stuttgart *** Jürg
Jürgen Klinsmann trug fünf Jahre lang das Trikot des VfB Stuttgart und schoss 94 Tore.  © HJS
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Das „Magische Dreieck“ um Giovane Élber, Krassimir Balakov und Fredi Bobic sorgte bei zauberhaftem Zusammenspiel für viele Tore. © Imago/Baumann
In 346 Spielen schoss Cacau 109 Tore für den VfB und feierte 2007 die Deutsche Meisterschaft.
In 346 Spielen schoss Cacau 109 Tore für den VfB und feierte 2007 die Deutsche Meisterschaft.  © Pressefoto Rudel/Robin Rudel via www.imago-images.de
Mario Gomez in der Meistersaison 2007. VfB
Mario Gomez traf im VfB-Dress 110 Mal ins gegnerische Netz.  © Imago/Baumann

Auch der VfB konnte das Potenzial Mittelstädts nur „erahnen“, gab der Coach zu. Umso mehr freut er sich jetzt über dessen Leistungsexplosion: „Er ist in der Lage, die Position sehr flexibel zu spielen. Taucht innen auf, taucht auf dem Flügel auf und hat eine richtig gute Flanke, was er bereits bei der Hertha zeigte. Es war ein Top-Transfer, der für uns voll aufgegangen ist und für Maxi natürlich auch.“

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | David Inderlied

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