VonChristoph Klauckeschließen
Der Ski-Weltcup verliert ein großes Aushängeschild. Die norwegische Olympia-Heldin Ragnhild Mowinckel hört am Saisonende auf.
Oslo – Noch ein paar Rennen, dann ist es vorbei. Nach zwölf Jahren Weltcup, dreimal Olympia und sechs Weltmeisterschaften beendet die Norwegerin Ragnhild Mowinckel am Saisonende ihre erfolgreiche Ski-Karriere. Das erklärte die zweimalige Olympia-Zweite in einer emotionalen Videobotschaft.
„Ich glaube, die acht Jahre alte Ragnhild wäre stolz“: Ski-Star verkündet unter Tränen Karriereende
„Ich glaube, die acht Jahre alte Ragnhild wäre stolz auf die 31-jährige Ragnhild“, sagte Mowinckel in dem Video auf Instagram. „Sie hatte Träume, die wir gemeinsam erreicht haben.“
Wie fühlt sich das an? „Seltsam, aber schön“, antwortete Mowinckel unter Tränen und musste gleichzeitig vor Freude lachen. „Es war ein Abenteuer, ich fühle mich glücklich“. Vor kurzem reagierte der Ski-Star mit gemischten Gefühlen nach einem Heiratsantrag.
Mowinckel fiel Entscheidung über Karriereende vor letztem Weltcup-Sieg
Die Norwegerin hatte in ihrer Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, riss sich 2019 zum zweiten Mal das Kreuzband. Die Entscheidung über das Karriereende fiel bereits im Januar vor der Sturzorgie in Cortina, als Mowinckel in der Abfahrt ihren vierten und bislang letzten Weltcup-Sieg feierte.
„Es war ein einmaliges Abenteuer, aber alles Gute muss einmal zu Ende gehen“, schrieb die 31-jährige Norwegerin in dem Beitrag. „Ich bin froh, dass ich zu meinen eigenen Bedingungen gehen kann, aber ich bin fest entschlossen, diese Saison bis Saalbach zu fahren. Dies ist also kein endgültiger Abschied, sondern lediglich eine Möglichkeit für mich, mich von dem Sport zu verabschieden, den ich so sehr liebe, zusammen mit den Menschen, die ihn auf diesem Weg so besonders gemacht haben“, erklärte Mowinckel.
Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet




Olympia-Heldin auf Abschiedstournee im Ski-Weltcup
Am kommenden Wochenende beim Weltcup Heim-Weltcup in Kvitfjell will sie Abschied von den norwegischen Fans nehmen. Danach geht es noch weiter nach Are in Schweden, bevor das Weltcup-Finale im österreichischen Saalbach-Hinterglemm ansteht.
Mowinckel gewann Olympia-Silber 2018 in der Abfahrt und im Riesenslalom. Es war die erste Medaille einer Norwegerin bei Olympischen Alpinrennen seit Laila Schou Nilsen im Jahr 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Dazu kommen zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften: 2019 in der Kombination und 2023 im Riesenslalom. Ihre vier Weltcup-Siege fuhr sie in der Abfahrt, im Super-G (zwei) und im Riesenslalom ein, insgesamt stehen 14 Podestplätze zu Buche.
Ragnhild Mowinckel hat Zeit für Hochzeit
„Ich bin wirklich gespannt auf die Zukunft“, sagte Mowinckel zum Abschluss. Im vergangenen Frühjahr feierte die Olympia-Heldin ihre Verlobung im Dirndl: Auch Felix Neureuther gratulierte. (ck)
Rubriklistenbild: © Ragnhild Mowinckel/Instagram

