Emotionale Botschaft

Ski-Star verkündet unter Tränen Karriereende

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Der Ski-Weltcup verliert ein großes Aushängeschild. Die norwegische Olympia-Heldin Ragnhild Mowinckel hört am Saisonende auf.

Oslo – Noch ein paar Rennen, dann ist es vorbei. Nach zwölf Jahren Weltcup, dreimal Olympia und sechs Weltmeisterschaften beendet die Norwegerin Ragnhild Mowinckel am Saisonende ihre erfolgreiche Ski-Karriere. Das erklärte die zweimalige Olympia-Zweite in einer emotionalen Videobotschaft.

„Ich glaube, die acht Jahre alte Ragnhild wäre stolz“: Ski-Star verkündet unter Tränen Karriereende

„Ich glaube, die acht Jahre alte Ragnhild wäre stolz auf die 31-jährige Ragnhild“, sagte Mowinckel in dem Video auf Instagram. „Sie hatte Träume, die wir gemeinsam erreicht haben.“

Wie fühlt sich das an? „Seltsam, aber schön“, antwortete Mowinckel unter Tränen und musste gleichzeitig vor Freude lachen. „Es war ein Abenteuer, ich fühle mich glücklich“. Vor kurzem reagierte der Ski-Star mit gemischten Gefühlen nach einem Heiratsantrag.

Ragnhild Mowinckel beendet ihre Ski-Karriere.

Mowinckel fiel Entscheidung über Karriereende vor letztem Weltcup-Sieg

Die Norwegerin hatte in ihrer Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, riss sich 2019 zum zweiten Mal das Kreuzband. Die Entscheidung über das Karriereende fiel bereits im Januar vor der Sturzorgie in Cortina, als Mowinckel in der Abfahrt ihren vierten und bislang letzten Weltcup-Sieg feierte.

„Es war ein einmaliges Abenteuer, aber alles Gute muss einmal zu Ende gehen“, schrieb die 31-jährige Norwegerin in dem Beitrag. „Ich bin froh, dass ich zu meinen eigenen Bedingungen gehen kann, aber ich bin fest entschlossen, diese Saison bis Saalbach zu fahren. Dies ist also kein endgültiger Abschied, sondern lediglich eine Möglichkeit für mich, mich von dem Sport zu verabschieden, den ich so sehr liebe, zusammen mit den Menschen, die ihn auf diesem Weg so besonders gemacht haben“, erklärte Mowinckel.

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
Biathletin Denise Herrmann-Wick jubelt vor dem Holmenkollen.
Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
Eric Frenzel wird von Sportler der Nordischen Kombination verabschiedet.
Ein ganz großer deutscher Sportler verlässt die Nordische Kombination: Eric Frenzel. 2014 und 2018 wurde er Olympiasieger. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner
Nico Ihle beim Eisschnelllauf.
Der Eisschnellläufer Nico Ihle beendete seine lange Karriere mit 37 Jahren. Sein größter Erfolg: Die WM-Silbermedaille 2017 in Gangneung. ©  via www.imago-images.de
Die deutsche Biathletin Luise Müller beim IBU Cup in Pokljuka.
Die deutsche Nachwuchs-Hoffnung im Biathlon, Luise Müller (22), verkündete völlig überraschend ihr Karriereende. © IMAGO/Harald Deubert
Der deutsche Skifahrer Julian Rauchfuss bei der Abfahrt.
Eine Silbermedaille nahm Technik-Spezialist Julian Rauchfuss bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking mit nach Hause. © IMAGO/GEPA pictures/ Mathias Mandl
Die Biathletin Vanessa Hinz am Schießstand bei ihrem letzten Rennen in Obertilliach
Von Verletzungen und Rückschlägen in der Saison 2022/23 verfolgt: Vanessa Hinz. Die 31-jährige Biathletin hörte 2023 nach ihrem letzten Rennen beim IBU Cup in Obertilliach auf. WM-Silber 2020 im Einzel ist einer ihrer größten Triumpfe. © Harald Deubert/imago
Der deutsche Sportler Jonas Dobler beim Skilanglauf.
Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
Nolan Seegert tanzt mit seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase auf dem Eis.
Der 30-jährige Nolan Seegert beendete seine Karriere als Paarläufer aufgrund der Trennung von seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase (l.). © IMAGO/Stephanie Gouiran
Skirennläuferin Marlene Schmotz umfährt Slalom-Stange beim Weltcup.
DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
Der 30-jährige Paul Fentz beim Eiskunstlauf.
Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Der deutsche Skirennfahrer David Ketterer beendete den Weltcup in Chamonix auf dem 22. Platz.
Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

Olympia-Heldin auf Abschiedstournee im Ski-Weltcup

Am kommenden Wochenende beim Weltcup Heim-Weltcup in Kvitfjell will sie Abschied von den norwegischen Fans nehmen. Danach geht es noch weiter nach Are in Schweden, bevor das Weltcup-Finale im österreichischen Saalbach-Hinterglemm ansteht.

Mowinckel gewann Olympia-Silber 2018 in der Abfahrt und im Riesenslalom. Es war die erste Medaille einer Norwegerin bei Olympischen Alpinrennen seit Laila Schou Nilsen im Jahr 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Dazu kommen zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften: 2019 in der Kombination und 2023 im Riesenslalom. Ihre vier Weltcup-Siege fuhr sie in der Abfahrt, im Super-G (zwei) und im Riesenslalom ein, insgesamt stehen 14 Podestplätze zu Buche.

Ragnhild Mowinckel hat Zeit für Hochzeit

„Ich bin wirklich gespannt auf die Zukunft“, sagte Mowinckel zum Abschluss. Im vergangenen Frühjahr feierte die Olympia-Heldin ihre Verlobung im Dirndl: Auch Felix Neureuther gratulierte. (ck)

Rubriklistenbild: © Ragnhild Mowinckel/Instagram

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