- VonLuca Hartmannschließen
Laura Dahlmeier ist in den Bergen zu Hause. Ihr Vater hat sie zum Klettern und Bergsteigen inspiriert. Zusammen erlebten sie dabei auch einen Absturz.
Garmisch-Partenkirchen – Trotz Karriereende mit gerade einmal 25 Jahren gilt Laura Dahlmeier als eine der erfolgreichsten Biathletinnen der jüngeren deutschen Geschichte. Seither geht die gebürtige Garmisch-Partenkirchenerin einer anderen großen Leidenschaft nach: dem Klettern und Bergsteigen. Eine Leidenschaft, die sie in große Höhen führt – und damit bei weitem nicht ungefährlich ist.
Vater von Laura Dahlmeier spricht über Absturz von Tochter Laura
In der neuen ZDF-Doku „Laura Dahlmeier und der Rausch der Höhe – Ihr Leben nach der Biathlon-Karriere“ gewährt die zweifache Olympiasiegerin hautnahe Einblicke, wie gefährlich ihr Hobby ist. Unter anderem kommt auch der Tod ihres Ex-Freundes zur Sprache, der bei einem tragischen Unfall in den Bergen sein Leben verlor.
Glücklicherweise glimpflicher ging es einst für Dahlmeier selbst bei einem Sturz aus. Ihr Vater Andi Dahlmeier war hautnah dabei und erinnert sich in der Doku an die bangen Momente: „Die Gefahr ist immer und überall da. Wir haben mal zusammen die Wetterkante gemacht, da ist leider ein Griff ausgebrochen und dann ist sie mir vor die Füße gefallen“, beschreibt er die Szene. Offenbar hatte sich bei der Tour an der Zugspitze ein in den Bergstein verankerter Griff aufgrund von brüchigem Gestein gelöst.
Wie lange der Vorfall bereits zurückliegt und wie tief seine Tochter tatsächlich fiel, erzählt Dahlmeier zwar nicht, dennoch habe er Angst um seine Tochter gehabt. „Das war natürlich ein großer Schock. Das war kein schönes Erlebnis. Da habe ich lang dran zu knabbern gehabt. Wenn die eigene Tochter vor einem runterfällt, das war ein bisschen schwierig“, zeigt sich Andi Dahlmeier, der selbst Leiter bei der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ist, selbstkritisch.
Laura Dahlmeier nach Unfall nachdenklich: „Man ist nicht unsterblich“
Auch Tochter Laura Dahlmeier kann sich noch gut an die Situation erinnern. „Mir ist damals ein Griff ausgebrochen. Mittlerweile bin ich sensibler, was brüchiges Gestein anbelangt“, erklärt die 31-Jährige. In dieser Situation habe sie auch gemerkt: „Man ist nicht unsterblich“.
Dennoch konnte der kleine Schock ihre Leidenschaft für die Berge nicht mindern – und hat Dahlmeier insgesamt nur bestärkt. „Wenns immer nur bergauf geht, dann lernt man nichts. Das ist im Sport genau so. Du brauchst einmal die Dämpfer, du brauchst die Rückschläge. Und erst, wenn du einmal am Boden bist, hinterfragt man sein eigenes Handeln. Und mir ist immer ganz wichtig, was kann ich daraus lernen und was muss ich machen, damit mir das beim nächsten Mal nicht wieder passiert“, so die Ex-Biathletin. So konnte die frühere Weltklasse-Athletin wohl auch aus einer brenzligen Situation wichtige Erfahrungen für ihre weitere Bergsteiger-Zukunft sammeln. (LuHa)
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