VonAlexander Kaindlschließen
Der Ausrüster-Wechsel beim DFB sorgt für Diskussionen. Die Fans haben in einer IPPEN.MEDIA-Umfrage nun deutlich gemacht, was sie von der Adidas-Nike-Entscheidung halten.
Frankfurt – Es ist möglicherweise die am meisten diskutierte Auswechslung in der Geschichte der deutschen Fußballnationalmannschaft: Der DFB trennt sich Ende 2026 von seinem jahrzehntelangen Ausrüster Adidas und wird fortan ausgerechnet vom größten Konkurrenten Nike ausgestattet.
Halten Sie den DFB-Wechsel von Adidas zu Nike für richtig?
Die Entscheidung, die am 21. März und damit rund drei Monate vor der EM in Deutschland verkündet worden war, wurde und wird in Fußball-Deutschland natürlich heiß diskutiert. Inzwischen haben sich etliche Funktionäre, Ehemalige und sogar Politiker geäußert.
Die deutsche Nationalmannschaft und das deutsche Traditionsunternehmen – diese Ehe war und ist auch für Generationen von Fans untrennbar. Dementsprechend deutlich fällt das Votum bei unserer IPPEN.MEDIA-Umfrage aus.
Adidas-Aus beim DFB: Umfrage liefert vernichtendes Urteil
Die Frage lautete: „Halten Sie den DFB-Wechsel von Adidas zu Nike für richtig?“ Knapp 80 Prozent (Stand: 23. März, 17 Uhr) der Teilnehmenden stimmten mit „Nein“ – ein vernichtendes Urteil. Nur etwa 16 Prozent stehen dem Wechsel positiv gegenüber, fünf Prozent mochten sich nicht festlegen.
Die Faktenlage: Nike zahlt offenbar 100 Millionen Euro jährlich an den DFB. Adidas soll angeblich nur die Hälfte dieser Summe überweisen – aus wirtschaftlicher Sicht ist der Wechsel für den klammen Verband ein Muss. So sieht es auch beispielsweise Sportökonom Christoph Breuer.
Sportökonom Christoph Breuer: Wechsel von Adidas zu Nike ist für den DFB „alternativlos“
„Wenn ein gemeinnütziger Fußball-Verband quasi das Doppelte und über acht Jahre fast 400 Millionen Euro mehr erlösen und zumindest einen größeren Teil davon in die Entwicklung des Kinder-, Jugend- und Frauen-Fußballs stecken kann, dann ist das allein schon alternativlos“, sagte der Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln der Deutschen Presse-Agentur. Wenn man dann noch sehe, „dass aus dem einstmals reichen DFB ein Verband geworden ist, der den Euro zweimal umdrehen muss, ist es noch einmal alternativloser, da zuzugreifen“. (akl)
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