Verletzungs-Drama um DFB-Frauen: Nächster bitterer Ausfall besiegelt
VonSascha Mehr
schließen
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der WM die nächste Verletzte zu beklagen. Die Länge der Ausfallzeit ist noch unbekannt.
Update vom 31. Juli, 8.25 Uhr: Jetzt herrscht Klarheit: Das DFB-Team hat bei der Frauen-WM den nächsten Ausfall zu beklagen. Erneut trifft es die bereits arg gebeutelte Abwehr. Sara Doorsoun steht für das entscheidende Gruppen-Finale gegen Südkorea nicht zur Verfügung.
Das bestätigte Co-Trainerin Britta Carlson auf der Pressekonferenz. Allerdings hatte sie auch gute Nachrichten: Abwehrchefin Marina Hegering und Mittelfeldspielerin Sydney Lohmann sind nach Angaben Carlsons „komplett einsatzfähig“.
Erstmeldung vom 30. Juli:
Sydney – Nach dem fulminanten Auftaktsieg für die deutsche Nationalmannschaft der Frauen bei WM gegen Marokko, wurde das DFB-Team wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Im zweiten Gruppenspiel setzte es gegen Kolumbien eine 1:2-Niederlage. Besonders bitter: Nachdem Stürmerin Alexander Popp in der letzten Minute per Elfmeter für den Ausgleich gesorgt hatte, schlugen die Kolumbianerinnen in der siebten Minute der Nachspielzeit zurück und erzielten den Siegtreffer.
Sara Doorsoun
Geboren:
17. November 1991 (Alter 31 Jahre), Köln
Verein:
Eintracht Frankfurt
Position:
Innenverteidigung
Fußball-WM der Frauen: Deutschland unterliegt Kolumbien
Trotz der Schlappe hat die DFB-Elf das Weiterkommen in der eigenen Hand. Im letzten Gruppenspiel muss dafür ein Sieg gegen Südkorea her. Sollte die Partie gegen den asiatischen Außenseiter nicht gewonnen werden, benötigt die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg Schützenhilfe von Kolumbien, das gegen Marokko antritt.
„Es ist einfach mega bitter, durch einen Standard zu verlieren. Eigentlich hatten wir das Spiel unter Kontrolle. Der letzte Mut Richtung Tor hat gefehlt“, sagte Torjägerin Popp nach der Partie in der ARD. Der Bundestrainerin tat die Niederlage gegen die Südamerikanerinnen „brutal weh.“
Genauso bitter wie die Niederlage ist die Tatsache, dass sich erneut eine Spielerin der DFB-Auswahl verletzte. Sara Doorsoun hat eine muskuläre Verletzung im linken Oberschenkel erlitten und musste in der Halbzeit ausgewechselt werden. Für sie kam Sjoeke Nüsken vom englischen Top-Klub FC Chelsea in die Partie.
Fußball-WM der Frauen: Doorsoun verletzt
„Da müssen wir schauen, wie schwer die Verletzung ist. Das können wir noch nicht sagen, weil wir die Diagnostik noch nicht gemacht haben“, sagte Martina Voss-Tecklenburg auf der Pressekonferenz in Sydney. Sollte die Innenverteidigerin ausfallen, wäre das der nächste Schlag für die deutsche Defensive, die eh schon arg gebeutelt ist.
Popp, Putellas, Oberdorf: Das sind die besten Fußballerinnen der Welt