SGE-Kaderplanung

Sow-Nachfolger im Anflug? Eintracht buhlt offenbar um Adli

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Eintracht Frankfurt sucht weiter nach Verstärkungen und hat offenbar einen namhaften Nachfolger für Djibril Sow im Visier.

Frankfurt – Die Arbeit am Kader für die Saison 2023/24 läuft bei Eintracht Frankfurt weiter auf Hochtouren. Nach den Transfers von Ellyes Skhiri, der ablösefrei vom 1. FC Köln an den Main wechselt und Robin Koch, der per Leihe von Premier League-Absteiger Leeds United kommt, machte Sportchef Markus Krösche auch einen Angreifer fix. Von Absteiger Hertha BSC zieht es Jessic Ngankam zur SGE.

Yacine Adli
Geboren:29. Juli 2000 (Alter 23 Jahre), Vitry-sur-Seine, Frankreich
Verein:AC Mailand
Position:Zentrales Mittelfeld

Eintracht Frankfurt plant Kader für 2023/24

Auf der Seite der Abgänge wird es auch bald Bewegung gehen. Krösche bestätigte zuletzt, dass Rafael Borre und Djibril Sow den Verein wohl verlassen werden. Wohin es das Duo zieht, ist noch nicht sicher. Borre wird mit einer Rückkehr nach Südamerika in Verbindung gebracht, bei Sow könnte sich ein Transfer zu Lazio Rom in die Serie A anbahnen.

Für Sow sucht Eintracht Frankfurt derzeit offenbar bereits einen Nachfolger. Nach Informationen der italienischen Zeitung Gazzetta dello Sport, soll sich Sportchef Krösche beim AC Mailand wegen der Möglichkeit einer Leihe von Yacine Adli erkundigt haben. Der Mittelfeldspieler hat bei den Rossoneri wohl keine Zukunft mehr.

Kommt Yacine Adli zur Eintracht?

Der Franzose wechselte im Sommer 2020 aus Bordeaux zum AC Mailand, der sich den Transfer 8,5 Millionen Euro kosten ließ. Adli wurde aber umgehend für ein Jahr zurück verliehen und schlug erst zur Saison 2022/23 bei Milan auf. Er kam dann lediglich auf sechs Einsätze in der Serie A und stand nur einmal in der Startelf.

Eintracht Frankfurt: Adli im Anflug?

Der ehemalige U20-Nationalspieler Frankreichs ist aufs Abstellgleis geraten und hat offenbar auch in der anstehenden Saison keine große Chance auf regelmäßige Einsätze. Sein Vertrag läuft noch bis Mitte 2026, deshalb wäre er für mögliche Interessenten alles andere als ein Schnäppchen. Eine Leihe wäre eine kostengünstigere Lösung.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Ein Wechsel könnte für Yacine Adli einen Neuanfang bedeuten. In seiner Zeit in Bordeaux deutete er an, dass er die Qualität für einen Stammplatz in einer der Top-Ligen Europas hat. Könnte er seiner Karriere bei Eintracht Frankfurt einen neuen Schub geben? (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO

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