Möglicher neuer Job

Offenbar den Daumen gesenkt: USA muss Klopp-Traum wohl beerdigen

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Die USA suchen einen Nachfolger für Gregg Berhalter und haben wohl Jürgen Klopp als Ideal-Kandidaten auserkoren. Doch der will offenbar noch nicht.

Frankfurt – Gregg Berhalter, einst Profispieler in Deutschland beim TSV 1860 München und Energie Cottbus, ist nicht mehr der Nationalcoach der USA. Nach dem vorzeitigen Aus in der Gruppenphase der Copa América haben die Verantwortlichen des US-amerikanischen Fußballverbands die Zusammenarbeit mit dem 50-Jährigen beendet. Wer wird Berhalters Position einnehmen?

Coacht Klopp die USA bei der WM 2026?

Die britische Tageszeitung The Independent berichtet, dass Jürgen Klopp als „Top-Ziel“ der USA gilt. Demnach hätte bereits eine Kontaktaufnahme durch Vermittler stattgefunden. Der Traum der USA: Klopp soll die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 betreuen, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Laut David Ornstein, Journalist von The Athletic, habe er die Offerte aber abgelehnt.

Jürgen Klopp ist aktuell ohne Trainerjob.

Es war sofort fraglich, dass Klopp die Rolle in den USA übernimmt. Der 57-Jährige begründete seinen Rücktritt beim FC Liverpool nach fast neun Jahren mit den Worten, er habe „keine Energie mehr“. Klopp sagte: „Es geht mir gut, aber ich kann diesen Job nicht immer und immer weiter machen.“ Nach seinem Abschied aus Liverpool werde er mindestens ein Jahr „nichts“ machen. „Ich werde keinen Klub – insbesondere keinen englischen Klub – und auch keine Nation trainieren.“

Klopp schließt Karriereende nicht aus

Klopp hat sogar in Erwägung gezogen, seine Karriere zu beenden. „Ich hatte immer die Idee, dass ich das nicht so lange machen werde“, gestand der gebürtige Stuttgarter. Im Mai nannte Klopp eine Bedingung für eine mögliche Rückkehr. „Ich muss all-in sein. Ich muss der Funke sein, das Energiebündel“, betonte er und fügte hinzu: „Ich muss all das sein – aber ich bin leer.“

Die USA muss nun andere Fährten aufnehmen. Die Rolle des Nationaltrainers unterscheidet sich zwar von seinen bisherigen Positionen in Liverpool, Dortmund oder Mainz. Klopp müsste sein Team nicht täglich auf Spiele vorbereiten, die alle paar Tage stattfinden, sondern wäre hauptsächlich während der Länderspielperioden, die alle paar Wochen oder sogar Monate stattfinden, intensiv eingebunden. Diese Argumente haben wohl nicht ausgereicht.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Propaganda Photo

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