Ex-Bayern-Boss übt vernichtende Kritik an Leroy Sané
VonAdrian Rehling
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Selbst nach dem Wechsel zu Galatasaray Istanbul wird es nicht ruhig um Leroy Sané. Eine Legende des FC Bayern nimmt ihn nun scharf ins Visier.
München – Oliver Kahn hat scharfe Kritik an Leroy Sané geübt, der derzeit auch bei Galatasaray Istanbul eine schwierige Phase durchlebt. Der ehemalige Bayern-Boss sieht den Wechsel des 29-Jährigen in die Türkei als Rückschritt und stellt sogar dessen Charakter in Frage. „Komm ich heut nicht, komm ich morgen – das ist halt so sein Charakter, oft auch mit seiner ganzen Körpersprache“, kritisierte Kahn bei Sky.
Für den Ex-Torhüter ist Sanés Krise umso unverständlicher, da der Flügelspieler „alles, wirklich alles“ habe, „was du brauchst, um ein wirklich absoluter Topspieler zu werden“. Kahn bemängelt, dass Sané seine Qualitäten – wie Geschwindigkeit, Dribblings und Torabschluss – zu selten auf dem Platz zeige. Schon der Wechsel von Bayern München zu Galatasaray sei bereits ein deutlicher Rückschritt gewesen.
Heftige Kritik: Bayern-Ikone Kahn stellt Sanés Charakter infrage
„Wenn Sané in diese absolut oberste Kategorie nicht will, dann ist es seine Entscheidung. Dann verläuft die Karriere eben ein bisschen anders“, stellte Kahn fest. Der 70-malige Nationalspieler müsse nun schauen, dass er selbst bei Galatasaray den Anschluss nicht verliere, warnte der frühere Bayern-Vorstandschef.
Die Situation spitzt sich für Sané weiter zu, da er nicht nur im Verein, sondern auch in der Nationalmannschaft ins Abseits zu geraten droht. Trainer Okan Buruk verzichtete bei der Champions-League-Sensation gegen Liverpool komplett auf den deutschen Flügelspieler, obwohl er in den ersten Spielen noch in der Startelf gestanden hatte.
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Parallel dazu nominierte Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn zum zweiten Mal in Folge nicht für die Spiele der WM-Qualifikation. Diese Entwicklung gefährdet Sanés Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 erheblich. Kahn sieht in Sanés aktueller Verfassung ein grundsätzliches Problem mit der Einstellung des Spielers. Dessen Körpersprache und das Auftreten würden oft teilnahmslos wirken.
Auch abseits seiner sportlichen Leistungen geriet Sané nun übrigens in den Fokus. Auf der Wiesn soll es am Schluss-Sonntag zu einer Rangelei gekommen sein, bei der der 29-Jährige beteiligt war. Laut eigener Aussage sei Sané „über einen längeren Zeitraum provoziert und persönlich beleidigt“ worden. Der Gala-Profi weiter: „In der aufgeheizten Atmosphäre wurde ich dann auch geschubst und dann kam es zu einer kurzen Rangelei.“ (rele)