Die Olympischen Winterspiele 2026 rücken immer näher. Das sind die größten deutschen Goldmedaillen-Favoriten für Italien.
Cortina d’Ampezzo/Mailand – Das neue Jahr beginnt für den Wintersport mit einem echten Höhepunkt: Am 6. Februar werden in Mailand die Olympischen Winterspiele eröffnet, die Wettbewerbe finden unter anderem im traditionsreichen Wintersportort Cortina d’Ampezzo (alle Termine und Wettkämpfe) statt. Zwei Wochen lang kämpfen die besten Athletinnen und Athleten der Welt um Medaillen.
Mittendrin: Team Deutschland, das sich in zahlreichen Disziplinen berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall machen darf. Von den klassischen Schneesportarten bis hin zu den Eiskanälen und -flächen ist Deutschland breit aufgestellt. Es folgt ein Überblick, über die Favoriten auf Goldmedaillen für Deutschland.
Die Favoriten von Team Deutschland für die Olympischen Winterspiele 2026
Biathlon
- Franziska Preuß
Die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison zählt trotz einer zuletzt überstandenen Viruserkrankung zu den größten deutschen Medaillenhoffnungen im Biathlon. Preuß bringt viel Erfahrung mit und gewann bei den Spielen 2022 in Peking bereits Bronze mit der Staffel. - Selina Grotian
Das 21-jährige Talent hat im Weltcup mehrfach ihr Potenzial angedeutet. Wenn sie rechtzeitig zur Topform findet, kann sie bei ihren ersten Olympischen Spielen für eine Überraschung sorgen.
Ski Alpin
- Emma Aicher
Die 22-Jährige befindet sich in bestechender Form. Ein Weltcupsieg in der Abfahrt sowie Podestplätze im Slalom machen sie zu einer ernsthaften Kandidatin für Edelmetall – vor allem aufgrund ihrer Vielseitigkeit. Zuletzt hatte sich Aicher in St. Moritz den Sieg vor Ski-Legende Lindsey Vonn gesichert.
Skispringen
- Selina Freitag
Die Skispringerin bringt bereits Olympia-Erfahrung von den Spielen 2022 in Peking mit. Gelingt ihr der nächste Leistungsschritt, kann sie in Mailand und Predazzo um die Medaillen mitspringen. - Philipp Raimund
Der 25-Jährige zählt aktuell zu den konstantesten deutschen Springern. Mehrere Podestplätze im Weltcup unterstreichen seine Ambitionen. Rang zwei und drei in Wisla sowie zweimal Rang drei in Falun und Klingenthal. Für Raimund geht es darum, seine Form über die gesamte Saison zu halten.
Bob
- Francesco Friedrich
Der vierfache Olympiasieger ist erneut der Maßstab im Eiskanal. Nach Gold im Zweier- und Viererbob bei den vergangenen beiden Winterspielen will er seine einzigartige Erfolgsserie fortsetzen. „Wir sind noch nicht müde“, sagte Friedrich nach den Spielen 2022 in Peking. - Johannes Lochner
Der 34-Jährige geht bei Olympia 2026 in Cortina hoch motiviert in seinen letzten Karrierewettkampf und hofft auf den krönenden Abschluss mit olympischem Gold. Mit seiner Erfahrung und konstanten Weltklasse-Leistungen ist ein Medaillengewinn realistisch, entscheidend wird jedoch sein, ob er im Duell mit Dauerrivale Francesco Friedrich das letzte Quäntchen herausholen kann. Nach Olympia soll „definitiv Schluss“ sein. - Laura Nolte
Die Olympiasiegerin von 2022 im Zweierbob reist als amtierende Weltmeisterin an. Gemeinsam mit Anschieberin Deborah Levi zählt sie im Zweier zu den Topfavoritinnen, im Monobob wartet jedoch starke Konkurrenz.
Rodeln
- Julia Taubitz
Trotz eines durchwachsenen Saisonstarts bleibt die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison eine Medaillenkandidatin. Entscheidend wird sein, ob sie rechtzeitig zu den Winterspielen ihre Bestform erreicht. - Max Langenhan
Der amtierende Weltmeister zählt zu den konstantesten Rodlern im Weltcup und möchte seine Leistungen nun auch bei Olympia mit Edelmetall krönen. - Felix Loch
Der Routinier ist dreifacher Doppel-Olympiasieger und bringt enorme Erfahrung mit. Auch in Cortina d’Ampezzo will er im Kampf um die Medaillen ein Wort mitreden.
Nordische Kombination
- Vinzenz Geiger
Der zweifache Olympiasieger hat sich nach einer Bänderverletzung zurückgekämpft. 2018 holte er bereits Gold mit dem Team, vier Jahre später dann im Einzel. Nach dem Rücktritt von Jarl Magnus Riiber könnte er zu den Topfavoriten gehören – möglicherweise bei seiner letzten olympischen Chance, denn die Kombination könnte 2030 nicht mehr im Olympiaprogramm sein.
Eiskunstlauf
- Minerva-Fabienne Hase / Nikita Volodin
Das deutsche Paar wurde in diesem Jahr Europameister und Vize-Weltmeister. Nach Volodins Einbürgerung im Sommer ist der Weg frei für den Olympiatraum – eine Medaille würde das ohnehin schon sehr erfolgreiche Jahr komplettieren.
Eisschnelllauf
- Finn Sonnekalb
Mit 18 Jahren eines der größten deutschen Talente im Eisschnelllauf. Olympiasieger bei den Jugendspielen, zweifacher deutscher Rekordhalter und aktuell in Topform – besonders zuletzt im Weltcup. Sein Auftritt in Italien 2026 wird mit Spannung erwartet.
(LF)
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