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Als Interimstrainer soll Horst Hrubesch die DFB-Frauen zu Olympia führen. Ob es für ihn nach dem Turnier weitergeht, ist derzeit ungewiss.
Frankfurt – Im Alter von 72 Jahren möchte es Horst Hrubesch noch einmal wissen. Der „große Blonde“ übernahm das Amt des Bundestrainers der DFB-Frauen nach der schwachen WM im Sommer und dem Ausscheiden von Martina Voss-Tecklenburg. Der ehemalige Stürmer hat das große Ziel Olympia vor Augen und möchte bis dahin noch einen Titel in der Nations League gewinnen. Wie es danach für ihn weitergeht, wird er in Absprache mit seiner Frau entscheiden.
| Horst Hrubesch | |
|---|---|
| Geboren: | 17. April 1951 (Alter 72 Jahre), Hamm |
| Bundestrainer seit: | 7. Oktober 2023 |
| Erste Amtszeit: | 13. März 2018 - 30. November 2018 |
Hrubesch über Olympia hinaus beim DFB? „Ich frage immer meine Frau“
Hrubesch hat in seiner Karriere viel für den DFB getan. Seit Anfang der 2000er Jahre hat der ehemalige Stürmer diverse Jugendmannschaften für den Verband trainiert und ist im Oktober zum zweiten Mal als Interimstrainer der DFB-Frauen eingesprungen. Mit ihm soll die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Sommer gelingen.
Gegenüber dem kicker wurde er auf seine Zukunft als Trainer der DFB-Frauen angesprochen. „Überreden muss mich keiner. Ich frage immer meine Frau“, sagte Hrubesch schmunzelnd und stellte heraus, wie viel Spaß er an der Aufgabe haben würde. „Es ist aber auch klar: Ich bin 72 Jahre alt und merke, dass das auch an die Substanz geht“, erklärte er nachfolgend angesichts seiner zweiten Aufgabe als Leiter der Nachwuchsabteilung beim Hamburger SV.
Klare Ziele vor Augen – Hrubesch will die Nations League gewinnen
Unter der Regie von Hrubesch erreichte die DFB-Auswahl trotz eines Fehlstarts in die Nations League noch das Halbfinale und wahrt damit die Chance auf Olympia. „Mir ist aber wichtig zu betonen, dass wir nicht nur bei Olympia dabei sein wollen, sondern auch im ersten Schritt die Nations League gewinnen wollen“, erklärte der 72-Jährige seine Ambitionen mit der Frauen-Nationalmannschaft.
Am 23. Februar trifft die Mannschaft um Alexandra Popp auf Frankreich im Halbfinale der Nations League. Da die Franzosen als Gastgeber bereits sicher für die Olympischen Spiele qualifiziert sind, hätte die Nationalmannschaft bei einer Niederlage im Spiel um Platz drei immer noch die Chance, sich für die Olympischen Spiele von Paris im kommenden Sommer zu qualifizieren.
Hrubesch setzt große Hoffnungen in Nia Künzer
Aktuell scheint die Tendenz eher dahinzugehen, dass für Hrubesch nach den Olympischen Spielen Schluss als Bundestrainer sein wird. Große Hoffnungen setzt der erfahrene Trainer auf Nia Künzer, die am 1. Januar das Amt der Sportdirektorin beim DFB übernehmen wird.
„Der DFB muss jetzt einen klaren Weg gehen, mit Nia Künzer und dem zukünftigen Bundestrainer“, sagte Hrubesch. Künzer werde „eine Idee haben und uns diese vorstellen. Ich freue mich darauf.“ Doch bis dahin hat das ehemalige Kopfballungeheuer klare Ziele vor Augen. (jari)
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