Abschiedskandidaten erfolgreich

Überraschungen & „Friedhofsstimmung“: Erkenntnisse zum Bayern-Sieg über St. Pauli

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Nach der ersten Saisonpleite beim FC Arsenal mühte sich der FC Bayern zu einem 3:1-Comeback-Sieg über den FC St. Pauli. Dazu ein paar nicht nur neue Erkenntnisse.

München - Nach dem überragenden europäischen Saisonstartrekord mit 16 Pflichtspielsiegen und einem vorläufigen Höhepunkt mit dem 2:1-Auswärtssieg beim Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain befindet sich der FC Bayern gerade in der ersten etwas kritischeren Phase der Spielzeit 2025/26. Auch wenn sich diese Erkenntnis bei 18 Siegen aus 20 Partien fast schon aberwitzig anhört, muss man dennoch quittieren, dass sich der Rekordmeister derzeit in unterschiedlichen Konstellationen spielerisch nicht mehr so leicht tut wie noch vor ein paar Wochen.

Die FCB-Spieler nach der schwierigen Partie gegen den FC St. Pauli zufrieden.

Die fast schon unglaubliche Spielfreude scheint ein klein wenig abhandengekommen zu sein. Die Tendenz der letzten Spiele setzte sich auch in der Bundesliga-Heimpartie gegen den abstiegsgefährdeten FC St. Pauli fort. Spieler, die jüngst noch für „Weltklasseleistungen“ gefeiert wurden, haben eine kleine Formdelle.

Formschwache FCB-Leistungsträger, die Mentalität aber stimmt

Harry Kane, der zuletzt in allen Wettbewerben Tore wie am Fließband erzielte, hat derzeit etwas Ladehemmung und auch seine zuletzt so begeisternden Spielmacher-Qualitäten wurden von Kiezkickern über die gesamte Spielzeit äußerst wirkungsvoll eingedämmt. Arbeitsbiene Konrad Laimer wurde jüngst plötzlich ein ungewohnter Star-Status zugesprochen.

Aktuell befindet er sich in einem Formtief. Auch Jungstar Aleksandar Pavlović zeigte sich gegen die Hamburger auffallend fehleranfällig, Josip Stanišić teilweise unkonzentriert, Tom Bischof nicht in der Form, mit der er zuletzt noch begeisterte. War bis einschließlich PSG-Coup Anfang des Monats ein Münchner Spielrückstand fast ausgeschlossen, findet Vincent Kompanys Truppe derzeit nur immer sehr schwer ins Spiel.

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis. © ETIENNE ANSOTTE
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft. © VINCENT VAN DOORNICK
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte. © IMAGO / pmk
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt. © IMAGO / Norbert Schmidt
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt.
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt. © IMAGO / Thorge Huter
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte.
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte. © IMAGO/Simon Bellis
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren.
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren. © Back Page Images/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität.
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität. © IMAGO/Philip Oldham
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“.
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“. © IMAGO/Nico Vereecken
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen.
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung.
Kompany und Touré feierten beide große Erfolge mit ManCity. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung. © Matt McNulty/Jmp/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz. © Javier Garcia/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander.
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander. © IMAGO/Steven Paston
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt.
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt. © "Schalke 04 v Manchester City"
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel.
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“.
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“. © Martin Rickett
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie.
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie. © IMAGO/Mark Cosgrove/News Images
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln.
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln. © Paul Currie/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken.
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis.
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis. © IMAGO / Pro Shots
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an.
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an. © BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie.
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie. © IMAGO/Jimmy Bolcina
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha.
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha. © IMAGO/Vincent Van Doornick
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany.
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany. © IMAGO/Neal Simpson/Shutterstock
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert.
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert. © IMAGO

Sie geriet in den letzten vier Pflichtspielen jeweils (mehrmals) ins Hintertreffen: Zweimal in Berlin bei Eisern Union, zweimal konnten die Bayern jedoch zum 2:2-Endstand ausgleichen. Gegen den SC Freiburg musste gar ein früher 0:2-Rückschlag wett gemacht werden, am Ende kam ein 6:2-Kantersieg heraus. Gegen St. Pauli war es nun erneut ein früher 0:1-Rückstand, der mit zwei Toren in der Nachspielzeit in ein 3:1 umgewandelt werden konnte.

Die Moral, die Mentalität, die Comeback-Qualitäten stimmen also. Auch in London konnte man auch das 0:1 egalisieren, dann in der zweiten Hälfte jedoch nicht mehr mithalten und ergebnistechnisch kontern. Gegen den vor dem Spieltag Tabellen-16. der Bundesliga wurde Abwehrchef Dayot Upamecano aus „Belastungsgründen“ geschont.

Obwohl er bislang in der zweiten Kompany-Saison überragend performt, kamen nach der Arsenal-Niederlage altbekannte Kritiken an ihm auf. Sein Fehlpass vor dem 1:2 wurde teilweise als Rückfall in fehlerhafte Zeiten bewertet. Wie sehr sein glänzender Spielaufbau, aber auch seine hohe Geschwindigkeit im Bayern-Spiel gegen tief stehende Gegner fehlen, wurde beim mühsamen 3:1 eindrucksvoll nachgewiesen.

Wie geht der Weg des FC Bayern weiter?

Positive Erkenntnisse lieferten beim „Abnützungskampf“ gegen die Paulianer als Torschützen zwei Spieler, die medial bereits früh in der Saison als wahrscheinliche Abschiedskandidaten im nächsten Sommer gehandelt werden. Dabei sind die Statistiken von Raphaël Guerreiro und Nicolas Jackson – vor allem gemessen an ihren nicht so üppigen Einsatzzeiten – absolut überzeugend.

Der Leihspieler vom FC Chelsea war bislang in 15 Spielen an sechs Toren beteiligt: Fünf Treffer, ein Assist. Bei lediglich 464 Spielminuten bedeutet dies einen Scorerpunkt alle 77 Minuten. Noch beeindruckender sind aufgrund seiner defensiveren Position die Werte des ehemaligen portugiesischen Nationalspielers: 13 Spiele (516 min.) – drei Tore – drei Assists, eine Torbeteiligung alle 86 Minuten.

Kein positives Highlight lieferte am 12. Spieltag erneut die Fankurve des FC Bayern. Natürlich haben einige der von ihnen vorgebrachten Protestnoten in Form von riesigen Bannern absolute Berichtigung. Die diesbezüglich immer größeren Ausmaße lassen die Südkurve der Allianz Arena aber immer mehr zum Politbüro mutieren, welches seine eigentliche Kernkompetenz, den Support der eigenen Mannschaft, teils erheblich vernachlässigt.

Bayern-Noten gegen St. Pauli: Zwei Fünfer – doch ein Mann sorgt für Ekstase

Fussball Testspiel, FC Bayern Muenchen - Tottenham Hotspur
Manuel Neuer: Auch wenn Vincent Kompany seine Nummer eins nach dem durchwachsenen Auftritt gegen Auftritt demonstrativ in Schutz nahm: Ein solides Spiel gegen St. Pauli hätte die Diskussion im Keim erstickt. Allerdings sah er beim Gegentort wieder nicht gut aus. Neuer spekulierte er aufs lange Eck – und traf damit die falsche Entscheidung. Note: 5 © IMAGO/Jerry Andre
Konrad Laimer: Schaltete sich in gewohnter Weise häufig nach vorne ein, ließ bei seinen Flanken aber zu oft die nötige Präzision vermissen. Note: 3
Konrad Laimer: Durfte erneut von Beginn an ran, obwohl er gegen Arsenal Körner gelassen hatte. St. Pauli war ein anderes Kaliber, aber ein Ballverlust von Laimer führte auch diesmal zum schnellen Gegentreffer. Insgesamt engagiert, aber nicht immer glücklich. Note: 4  © IMAGO/Ulrik Pedersen/DeFodi Images
02.08.2025, Fussball Testspiel,  FC Bayern - Olympique Lyon
Minjae Kim: Erster Startelf-Einsatz seit Anfang November – und gleich entscheidend involviert: Das 0:1 ging auch auf die Kappe des Innenverteidigers, der beim Gegentor durch Hountondji nicht gut stand. Dafür machte er es mit dem Pass, der über Luis Diaz zum 1:1 durch Raphael Guerreiro führte, wieder gut. Insgesamt sah man ihm die mangelnde Spielpraxis aber an. Note: 4 © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
FC Bayern Muenchen FCB vs Tottenham Hotspur Spurs
Jonathan Tah: War mit Upamecano zuletzt – bis zur Reise nach London – bestens eingespielt. Um auf dieses Niveau mit Kim zu kommen, dauert es. Nicht immer waren die beiden sich einig, wer wo zu stehen hatte, das führte vor allem in der Anfangsphase zu einigen Vorstößen St. Paulis. Tah sah dabei aber meist besser aus als Nebenmann Kim. Note: 3 © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
GER, FC Bayern Muenchen vs. Tottenham Hotspur, Fussball, Telekom Cup, Testspiel, Saison 2025/2026, 07.08.2025
Tom Bischof: Ersetzte Josip Stanisic und machte das nicht schlecht. Schade, dass sein Knaller von außerhalb des Strafraums an den Pfosten klatschte (35.). Wirkte abgeklärt, orientierte sich als Linksverteidiger häufig auf die Achterposition. Note: 3 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Joshua Kimmich: Hatte nach dem 1:3 in London den Blick nach vorne gerichtet – und war nun als Anführer gefragt. Blöd, dass er mit einem schlechten Pass an der Entstehung des schnellen Gegentors beteiligt war. Auch danach nicht das beste Spiel des eigentlichen Spielmachers. Note: 4 © IMAGO/Noah Wedel
CR Flamengo v FC Bayern München: Round Of 16 - FIFA Club World Cup 2025
Aleksandar Pavlović: Der erste Abschluss (5.) ging auf seine Kappe. War ins Offensivspiel eingebunden, seine Pässe aber kamen zu oft nicht an. Note: 4 © IMAGO/Allstar Picture Library Ltd
Lennart Karl: Einwechslung in der 68. Minute, feierte somit sein Bundesligadebüt – ohne Bewertung.
Lennart Karl: In Bayerns Startelf derzeit dauerhaft gesetzt – und nicht mehr nur als Dribbler, sondern auch als Passgeber immer besser. Sein Pfostenschuss war lange die beste Chance (23.). Rückte nach der Einwechslung von Michael Olise nach innen – und dann schnell auf die Reservebank. Note: 3 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul
CALCIO
Raphaël Guerreiro: Auf der Zehnerposition engagiert – und als man gerade darüber nachdenken konnte, dass ihm zündende Ideen fehlen, zur Stelle. Einen Pass aus dem Liegen von Luis Diaz verwertete er acht Meter zum 1:1. Im eingespielten Offensiv-Team wirkte er häufig außen vor. Note: 3  © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Luis Diaz: Konnte sich am Mittwoch gesperrt ausruhen, hatte aber gegen St. Pauli wie seine Nebenmänner zunächst Probleme, entscheidende Lücken in die Abwehr zu reißen. Einen guten Pass verwertete Harry Kane nicht (29.), den Pass des Monats per Hacke aber verwertete Raphael Guerreiro zum 1:2 (44.). Wurde mit zunehmender Spieldauer besser und aggressiver in seinen Aktionen - und verdient zum Mann des Spiels. Das 2:1 in der Nachspielzeit erlöste alle. Note: 1 © IMAGO/Noah Wedel
GER, VfB Stuttgart vs. FC Bayern Muenchen, Fussball, Herren, Franz-Beckenbauer-Supercup 2025, Supercup, Spielzeit 2025/2026, 16.08.2025
Harry Kane: Musste die schwere Reise nach London noch verdauen – das sah man ihm an. Die beste Chance zum Ausgleich vor der Pause setzte er aus spitzem Winkel neben das Tor, ein Freistoß ging knapp drüber (40.), eine Hereingabe verpasste er (57.), freilaufend aufs Tor wurde sein Schuss geblockt (71.). Note: 5 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
Fussball Telekom Cup / FC Bayern Muenchen -Tottenham Hotspur 4-0
Michael Olise (ab 46. für Konrad Laimer): Übernahm auf dem rechten Flügel und sorgte durchaus für Betrieb. Eine Flanke (65.) hätte fast zum 2:1 geführt, aber Diaz verpasste. Note: 3 © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
CALCIO
Josip Stanisic: (ab 65. für Guerreiro) ohne Bewertung © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
Fussball Supercup Saison 2025/2026 VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen
Serge Gnabry: (ab 65. für Karl) ohne Bewertung © IMAGO/Markus Ulmer
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Leon Goretzka: (ab 77. Minute für Kim) ohne Bewertung © IMAGO/Noah Wedel
Nicolas Jackson: Ohne Einsatz im Kader.
Nicolas Jackson: (ab 83. für Pavlovic) ohne Bewertung © IMAGO/Ulrich Wagner
Franz Beckenbauer Supercup 2025 Supercup VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen 1 : 2 am 16.08.2025 in Stuttgart
Sacha Boey: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Laci Perenyi
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Jonas Urbig: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Revierfoto
Fußball, Franz Beckenbauer Supercup 2025, 20250816, VfB Stuttgart - FC Bayern München
Dayot Upamecano: Nicht im Kader. © IMAGO/Markus Fischer
Jamal Musiala: Ohne Einsatz im Kader.
Jamal Musiala: Nicht im Kader. © IMAGO/David Klein
Franz-Beckenbauer-Supercup 2025, VfB Stuttgart - FC Bayern München; 16.08.2025
Sven Ulreich: Nicht im Kader. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Wisdom Mike: Ohne Einsatz im Kader.
Wisdom Mike: Nicht im Kader. © IMAGO/Markus Ulmer
Alphonso Davies: Ohne Einsatz im Kader.
Alphonso Davies: Nicht im Kader. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK
Leon Klanac: Ohne Einsatz im Kader.
Leon Klanac: Nicht im Kader. © IMAGO/Mladen Lackovic
Hiroki Ito: Ohne Einsatz im Kader.
Hiroki Ito: Ohne Einsatz im Kader. © DeFodi/Imago

Dass viele Beschwerden in einem ziemlich beleidigenden Ton verfasst werden, sichert der Süd außerdem keineswegs die Unterstützung der übrigen Stadionfans und ob dies in einer anstehenden politischen Debatte hilfreich sein wird, muss auch bezweifelt werden. Im zweiten Bundesliga-Heimspiel in Folge ist der FCB in der zwölfminütigen Protest-Schweigephase nun in Rückstand geraten.

Diese „Friedhofsstimmung“ lähmte das Team jeweils ziemlich auffällig. Dabei hätte es nach der Londoner Pleite und ihren offensichtlichen Nachwirkungen – mental wie physisch – durchaus von Spielbeginn an einen massiven Fan-Support gebrauchen können. Den Gästen aus Hamburg spielte genau das in die Karten.

Die mitgereisten St.-Pauli-Fans bejubelten übrigens den Führungstreffer ihrer Mannschaft in dieser Phase dennoch frenetisch – und zählten die letzten Sekunden vor Ablauf der zwölf Minuten herunter und waren dann phonetisch sofort für ihr Team auf dem Spielfeld da. Die Südkurve benötigte dagegen satte zwei Minuten, um vom Protest- in den Stimmungs-Modus zurückzufinden.

Und der fiel dieses Mal zudem über fast die gesamte Spielzeit sehr mäßig aus. Dabei ist die Fanszene hinsichtlich ihrer Performance auf den Rängen durchaus selbstkritisch und sie wird wissen, dass diesmal Ihre Leistung – ausgerechnet gegen die Kiez-Freunde – die schwächste der gesamten Saison war. Leistungsfördernd für die Bayern-Profis war das in dieser Partie keineswegs – auch ein Ansatz für kurzfristige erhebliche Verbesserungen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Midori Ikenouchi/Hasan Bratic/DeFodi Images

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