Nicht die feine Art

VfB unglücklich über Woltemade-Stil im Bayern-Poker

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Nick Woltemade soll sich beim VfB Stuttgart nicht mehr wertgeschätzt fühlen und will zu Bayern München. Das halten die Verantwortlichen der Schwaben davon.

Stuttgart – Über die Art und Weise, wie der FC Bayern München mit seinem Interesse an Nick Woltemade umgegangen ist, wurde bereits viel diskutiert. Darüber, dass der VfB Stuttgart von Verhandlungen und sogar von einer Einigung der beiden Parteien zunächst aus den Medien erfahren hat, was sicherlich alles andere als optimal ist.

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Nick Woltemade soll sich vom VfB nicht mehr wertgeschätzt fühlen

Dennoch können die Stuttgarter Verantwortlichen damit leben. Sie kennen das Geschäft und mit welchen Tricks gearbeitet wird. Über eine Sache haben sich die Bosse aber trotzdem geärgert. So soll sich Woltemade Berichten zufolge von den Schwaben nicht mehr wertgeschätzt fühlen. Auslöser war demnach die vorgeschlagene Gehaltsanpassung des VfB von 1,5 auf 2,5 Millionen Euro im Jahr.

Klar, 2,5 Millionen Euro sind im Kontext des sonstigen Gehaltsgefüges vergleichsweise wenig. Stars wie Chris Führich, Angelo Stiller, Jamie Leweling oder Deniz Undav beziehen ein Salär zwischen vier und 4,5 Millionen Euro. Doch ist ein Angebot, das eine Million Euro über dem bisherigen Gehalt liegt, gleich ein Grund, um sich nicht mehr wertgeschätzt zu fühlen?

Nick Woltemade will vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München wechseln.

Bis zu 55 Millionen Euro will der VfB Stuttgart mindestens hart bleiben

Natürlich nicht, wenn es nach den Stuttgarter Verantwortlichen geht. Nach deren Meinung sollte Woltemade froh über seine Entwicklung sein, die er im VfB-Trikot vollzogen hat. Darauf, dass er sich nicht mehr wertgeschätzt gefühlt haben soll, reagierten die Bosse nach Informationen von IPPEN.MEDIA mit Unverständnis.

Kurios bleibt außerdem, dass bei den Verhandlungen zwischen Woltemade und den Bayern ausgerechnet die Partei außen vor gelassen wurde, die das letzte Wort hat: nämlich der VfB Stuttgart. Bei den Schwaben hat der Stürmer noch einen Vertrag bis 2028, ohne Ausstiegsklausel.

Bis zu 55 Millionen Euro will die VfB-Chefetage mindestens hart bleiben, wie IPPEN.MEDIA weiß. Dass die Bayern eine höhere Summe aufrufen, dafür fehlt den Verantwortlichen bislang die Fantasie. Doch im Fußballgeschäft, gerade, wenn es um Transfers geht, scheint wenig unmöglich.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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