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Der BVB will gegen St. Pauli die erste Siegesserie der Saison. Trainer Niko Kovač überrascht mit Yan Couto in seiner Startaufstellung.
Update vom Samstag, 01. März, 14.33 Uhr: Die BVB-Aufstellung aus Hamburg ist da! Niko Kovač hat sich etwas überraschend für Yan Couto als Vertreter des erkrankten Rechtsverteidigers Julian Ryerson entschieden. Der Brasilianer bekommt seine erste Startelfchance unter dem neuen Trainer. Ansonsten vertraut Kovač dem Team, das Union Berlin deutlich geschlagen hat.
Dementsprechend bleiben auch Julian Brandt und Jamie Gittens zunächst draußen. Dafür stehen erneut Giovanni Reyna und Maximilian Beier von Beginn an auf dem Feld. Die BVB-Aufstellung gegen den FC St. Pauli:
Kobel – Couto, Can, Schlotterbeck, Bensebaini – Groß, Sabitzer – Adeyemi, Reyna, Beier – Guirassy
Update vom Freitag, 28. Februar, 14.53 Uhr: Trainer Niko Kovač musste in der Pressekonferenz am Freitag vor dem Bundesliga-Spiel beim FC St. Pauli (Samstag, 15.30 Uhr, alle TV-Infos) einen kurzfristigen Ausfall bei Borussia Dortmund verkünden.
„Julian Ryerson hatte vor zwei Tagen einen leichten grippalen Infekt“, erklärte Kovač. „Wir haben ihn ein bisschen rausgenommen, heute haben wir es versucht. Er fühlte sich nicht so, dass er aktiv mitmachen kann. Er fällt aus dem Kader.“ Damit fehlt der angestammte Rechtsverteidiger des BVB. Zuletzt war der Norweger beim 0:2 im kleinen Revierderby beim VfL Bochum wegen einer Sperre nicht mit von der Partie.
Neue Chance für Niklas Süle in der BVB-Startelf?
In Bochum hatte Niklas Süle den Vorzug vor Yan Couto erhalten, erwischte aber einen schwarzen Tag. Für das Auswärtsspiel in Hamburg nannte Kovač nun auch Waldemar Anton als Option. „Sie sind diejenigen, die diese Position bekleiden können, um die nötigen Impulse nach vorne zu setzen, wie es Julian getan hat.“ Bei Sommer-Neuzugang Couto wiederholte er jedoch die Einschätzung, dass der Brasilianer bei einer Systematik mit drei Innenverteidigern besser aufgehoben sei. Die Tendenz geht damit wieder in Richtung von Süle.
Auch bei den anderen spannenden Personalfragen ließ sich Kovač nicht in die Karten schauen. Allerdings betonte der Kroate, dass bei Julian Brandt infolge von dessen Muskelverhärtung aus der Vorwoche mit Blick auf die kommenden Aufgaben unter anderem in der Champions League nach wie vor Vorsicht geboten sei. Die Belastung müsse gut gesteuert werden.
Dies war auch das Thema bei Jamie Gittens, als der gegen Union Berlin erstmals seit Monaten aus der Startelf rotierte. „Er hat viele gute Spiele gemacht, es kann passieren, dass man in ein kleines Loch fällt. Heute im Training habe ich ihn total fokussiert, engagiert und spritzig gesehen“, sagte Kovač. Die Entscheidung zwischen Gittens und Maximilian Beier sei „ein Luxusproblem für mich“, so Kovač. „Für das morgige Spiel lasse ich mir das noch offen.“
Erstmeldung vom Donnerstag, 27. Februar, 16.12 Uhr: Dortmund – Borussia Dortmund hat unter Trainer Niko Kovač mit dem 6:0-Sieg gegen Union Berlin ein erstes starkes Zeichen gesetzt. Um in der Bundesliga die europäischen Plätze im Auge zu behalten, muss der BVB erstmals in der Saison eine Siegesserie hinlegen. Am Samstag tritt das Team am 24. Spieltag beim FC St. Pauli an.
In dieser Saison hat Dortmund nach Siegen in der Bundesliga bisher nur zwei Punkte geholt und bereits sechsmal verloren. Eine weitere Niederlage beim Tabellen-15. in Hamburg wäre fatal, wenn die Minimalziele noch erreicht werden sollen. Positiv für Dortmund ist, dass die Schwarzgelben als Angstgegner von St. Pauli gelten.
BVB verlor seit 1989 kein Bundesligaspiel gegen St. Pauli
Der BVB hat in der Bundesliga zuletzt 1989 gegen St. Pauli verloren, allerdings auch nur wenige Duelle mit den ‚Boys in Brown‘ ausgefochten. In der Hinrunde gewann das Team knapp mit 2:1 durch ein spätes Tor von Serhou Guirassy. St. Pauli konnte allerdings 2022 im DFB-Pokal gegen den damaligen Titelverteidiger Dortmund (2:1) siegen.
Trotz zuletzt drei aufeinanderfolgenden Niederlagen in der Bundesliga haben die Hamburger noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Eine Statistik zeigt, dass auf Dortmund eine schwierige Aufgabe warten könnte: St. Pauli hat mit 27 Gegentoren zusammen mit Bayer Leverkusen die drittbeste Defensive der Liga, nur Bayern München und Mainz 05 kassierten weniger Tore. Allerdings hat St. Pauli vier von sechs Saisonsiegen auswärts geholt und fühlt sich am Millerntor offenbar weniger wohl.
Acht Startelfplätze unter BVB-Trainer Niko Kovač scheinen fest vergeben
Mit Blick auf die BVB-Aufstellung ist wohl erneut nur mit wenigen Änderungen im Vergleich zur vorherigen Partie gegen Union zu rechnen. Trainer Kovač hat sich für ein stabiles BVB-Gerüst entschieden, um der Mannschaft Sicherheit zu geben. Acht Positionen in der Startelf scheinen mit Torhüter Gregor Kobel, den Verteidigern Julian Ryerson, Emre Can und Nico Schlotterbeck, dem Mittelfeldduo Pascal Groß und Marcel Sabitzer sowie den Offensivspielern Karim Adeyemi und Serhou Guirassy fest vergeben zu sein.
Um die verbleibenden drei Positionen gibt es einen spannenden Wettstreit.
Drei spannende Positionskämpfe beim BVB
Hinten links entschied sich Kovač gegen Union durchaus überraschend für Ramy Bensebaini, obwohl er zuvor den Winter-Neuzugang Daniel Svensson außerordentlich gelobt hatte. Bensebaini bringt Erfahrung und Zweikampfstärke mit, während Svensson etwas spielstärker ist und große Laufleistungen zeigt. Eine klare Hierarchie gibt es derzeit wohl nicht.
Im offensiven Mittelfeld hatte Julian Brandt bislang stets die Nase vorn. Nach seinem verletzungsbedingten Ausfall gegen Union wird jedoch über seine Rolle diskutiert, manche bezeichnen Brandt als den großen BVB-Verlierer. Ersatzmann Giovanni Reyna konnte sich dabei aber nicht besonders hervortun, und ob Carney Chukwuemeka nach einer starken Joker-Leistung gleich in die Startelf rückt, bleibt fraglich.
Auf der linken Offensivseite konnte sich Maximilian Beier gegen die Köpenicker durchaus in Szene setzen, auch wenn ihm zunächst das Glück im Abschluss fehlte. Mit einer Vorlage und einem Kopfballtreffer sammelte er spät doch noch Selbstvertrauen. Jamie Gittens, der gegen Union zunächst eine Atempause erhielt, ist ihm in der Defensivarbeit unterlegen, hat aber in dieser Saison schon oft für besondere Momente gesorgt.
Alle Winter-Neuzugänge der Bundesliga in der Übersicht




In der Pressekonferenz von Niko Kovač am Freitag könnten weitere Details zur Startformation bekannt werden. Im Vorfeld ist wohl zu erwarten, dass Brandt einen Vertrauensbeweis erhält, während bei Beier und Bensebaini kein Anlass zu Veränderungen besteht.
Weitere Anpassungen wären im Hinblick auf das Champions-League-Spiel gegen den OSC Lille am Dienstag und die Belastungssteuerung denkbar, jedoch ist die Situation des BVB in der Liga zu angespannt, um darauf große Rücksicht zu nehmen.
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