„Gewalttätiges Verhalten“

Heftige Vorwürfe gegen DFB-Star Rüdiger nach brutalem Einsteigen

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Ein Gegenspieler wählt deftige Aussagen gegen Antonio Rüdiger: Hat der Real-Star ihn mit voller Absicht im Gesicht getroffen?

Plötzlich wurde es ganz ruhig im Bernabéu. In der ruhmreichen Spielstätte von Real Madrid war es nämlich soeben überhaupt nicht rühmlich zur Sache gegangen. Nach einem zuerst normalen Zweikampf mit Real-Profi Arda Güler ging Getafes Diego Rico bei der 1:0-Sensation in der 25. Minute zu Boden, ehe DFB-Nationalspieler Antonio Rüdiger heranrauschte. Der Rest: heftige Bilder.

Stand mal wieder im Blickpunkt: Antonio Rüdiger.

Zuerst waren in dem riesigen Stadion die Schreie Ricos deutlich zu vernehmen. Der 33-Jährige wurde von Rüdiger heftig mit dem Knie im Gesicht getroffen. Rico musste lange behandelt werden, es kam zu einer Rudelbildung – aber erstaunlicherweise zu keinerlei Karte. Ein möglicher Platzverweis für den deutschen Star wurde nicht einmal in Betracht gezogen, der VAR griff nicht ein, Schiedsrichter Alejandro Muniz Ruiz beließ es bei einer Ermahnung.

Ex-Schiedsrichter spricht nach Rüdiger-Foul von „gewalttätigem Verhalten“

Umstände, die Diego Rico überhaupt nicht wahrhaben wollte: „Kein anderer Profi würde mit solcher Boshaftigkeit auf einen am Boden liegenden Spieler losgehen und ihn mit dem Knie so brutal treffen, wenn der Ball gar nicht in diesem Bereich war“, so der Spanier gegenüber dem Radiosender Cadena Cope. Rüdiger habe ihn ganz deutlich „absichtlich gefoult“.

Im Vorfeld der Szene habe der Real-Star bereits auf ihn eingeredet. „Dann, gleich im nächsten Spielzug, kam der Ball zu mir, und man konnte sehen, wie er seinen Mitspieler praktisch aus dem Weg räumte, um mir das Gesicht einzuschlagen.“ Ricos Vermutung: „Wäre es andersherum gewesen, wäre ich für zehn Spiele gesperrt worden oder hätte in dieser Saison gar nicht gespielt.“

Fliegender Schweinekopf inklusive: Diese Fußballstars wechselten zum Erzrivalen

Reinhard „Stan“ Libuda: FC Schalke 04 ↔ Borussia Dortmund (1965/1968)

Libuda wechselte 1965 „schweren Herzens“ zum BVB, weil Schalke als Tabellenletzter abgestiegen war - was später durch Ligaaufstockung aufgehoben wurde. Der Wechsel war die „Mutter aller brisanten Transfers“ im Ruhrgebiet, erstmals fielen Begriffe wie „Judas“ und „Verräter“, sein Haus wurde beschmiert.
Reinhard „Stan“ Libuda: FC Schalke 04 ↔ Borussia Dortmund (1965/1968) Libuda wechselte 1965 „schweren Herzens“ zum BVB, weil Schalke als Tabellenletzter abgestiegen war – was später durch Ligaaufstockung aufgehoben wurde. Der Wechsel war die „Mutter aller brisanten Transfers“ im Ruhrgebiet, erstmals fielen Begriffe wie „Judas“ und „Verräter“. Sogar sein Haus wurde beschmiert. © imago sportfotodienst
Lothar Matthäus: Borussia Mönchengladbach → Bayern München (1984)

Matthäus‘ Wechsel für 2,4 Millionen Mark sorgte für großen Wirbel, da er als Gladbacher Eigengewächs und Publikumsliebling zum verhassten Rivalen ging. Besonders bitter: Im DFB-Pokalfinale 1984 verschoss er für Gladbach ausgerechnet gegen seinen künftigen Verein Bayern den entscheidenden Elfmeter - sein Wechsel stand bereits fest.
Lothar Matthäus: Borussia Mönchengladbach → Bayern München (1984) Matthäus‘ Wechsel für 2,4 Millionen Mark sorgte für großen Wirbel, da er als Gladbacher Eigengewächs und Publikumsliebling zum damals verhassten Rivalen ging. Besonders bitter: Im DFB-Pokalfinale 1984 verschoss er für Gladbach ausgerechnet gegen seinen künftigen Verein Bayern den entscheidenden Elfmeter – sein Wechsel stand bereits fest. © imago sportfotodienst
Andreas Möller: Borussia Dortmund → FC Schalke 04 (2000)

Der deutsche Nationalspieler wechselte 2000 nach seiner Rückkehr aus Italien direkt von Borussia Dortmund zum Erzrivalen Schalke 04 und sorgte für einen der größten Skandale im Ruhrgebiet. Besonders schmerzhaft für BVB-Fans: Möller war 1997 Champions League-Sieger mit Dortmund geworden und galt als Vereinsikone, bevor er zu den „Knappen“ ging und dort sogar Kapitän wurde.
Andreas Möller: Borussia Dortmund → FC Schalke 04 (2000) Der deutsche Nationalspieler wechselte 2000 nach seiner Rückkehr aus Italien direkt von Borussia Dortmund zum Erzrivalen Schalke 04. Besonders schmerzhaft für BVB-Fans: Möller war 1997 Champions League-Sieger mit Dortmund geworden und galt als Vereinsikone, bevor er zu den „Knappen“ ging und dort sogar Kapitän wurde. © IMAGO / HJS
Jens Jeremies: TSV 1860 München → FC Bayern München (1998)

Der defensive Mittelfeldspieler wechselte 1998 vom Stadtrivalen 1860 zu Bayern München und sorgte damit für große Empörung bei den „Löwen“-Fans. Besonders schmerzhaft: Jeremies war bei 1860 Stammspieler und Publikumsliebling gewesen, bevor er für 4,5 Millionen Mark
Jens Jeremies: TSV 1860 München → FC Bayern München (1998) Der defensive Mittelfeldspieler wechselte 1998 vom Stadtrivalen 1860 zu Bayern München und sorgte damit für große Empörung bei den „Löwen“-Fans. Besonders schmerzhaft: Jeremies war bei 1860 Stammspieler und Publikumsliebling gewesen, bevor er für 4,5 Millionen Mark ©  IMAGO / Bernd Müller
Mario Götze: Borussia Dortmund → Bayern München (2013) Der deutsche Mittelfeldspieler wechselte 2013 für 37 Millionen Euro per Ausstiegsklausel von Dortmund zu Bayern. Die Nachricht kam kurz vor dem Champions-League-Finale und sorgte für Entsetzen bei den BVB-Fans, die Götze als Verräter beschimpften. Der Transfer schwächte Dortmund und festigte Bayerns Dominanz – Götze wurde später WM-Held, bereute den Wechsel aber rückblickend und kehrte 2016 erfolglos nach Dortmund zurück.
Mario Götze: Borussia Dortmund → Bayern München (2013) Der deutsche Mittelfeldspieler wechselte 2013 für 37 Millionen Euro per Ausstiegsklausel von Dortmund zu Bayern. Die Nachricht kam kurz vor dem Champions-League-Finale und sorgte für Entsetzen bei den BVB-Fans, die Götze als Verräter beschimpften. Der Transfer schwächte Dortmund und festigte Bayerns Dominanz – Götze wurde später WM-Held, bereute den Wechsel aber rückblickend und kehrte 2016 erfolglos nach Dortmund zurück. © Ralf Treese/DeFodi.de
Uwe Rahn: Borussia Mönchengladbach → 1. FC Köln (1988) Der Torschützenkönig von 1987 wechselte mitten in der Saison 1988 zum Rheinrivalen, obwohl er mit zehn Derbytoren der erfolgreichste Gladbach-Schütze gegen Köln war. Besonders bitter für die Borussia-Fans: Rahn verließ den Verein nach acht erfolgreichen Jahren direkt zum verhassten Nachbarn, was als Verrat empfunden wurde.
Uwe Rahn: Borussia Mönchengladbach → 1. FC Köln (1988) Der Torschützenkönig von 1987 wechselte mitten in der Saison 1988 zum Rheinrivalen, obwohl er mit zehn Derbytoren der erfolgreichste Gladbach-Schütze gegen Köln war. Besonders bitter für die Borussia-Fans. Rahn verließ den Verein nach acht erfolgreichen Jahren direkt zum verhassten Nachbarn, was als Verrat empfunden wurde. © imago sportfotodienst
Robert Lewandowski: Borussia Dortmund → Bayern München (2014) Der polnische Stürmer wechselte 2014 ablösefrei nach Vertragsende von Borussia Dortmund zu Bayern München. Nach vier erfolgreichen Jahren und zahlreichen Toren beim BVB lehnte Lewandowski eine Verlängerung ab. Der ablösefreie Wechsel zum direkten Konkurrenten sorgte für Enttäuschung bei den Dortmund-Fans und verstärkte die Rivalität zwischen beiden Klubs. Lewandowski wurde bei Bayern zum Rekordtorschützen und gewann zahlreiche Titel.
Robert Lewandowski: Borussia Dortmund → Bayern München (2014) Der polnische Stürmer wechselte 2014 ablösefrei nach seinem Vertragsende von Borussia Dortmund zu Bayern München. Nach vier erfolgreichen Jahren und zahlreichen Toren beim BVB lehnte Lewandowski eine Verlängerung ab. Der ablösefreie Wechsel zum direkten Konkurrenten sorgte für Enttäuschung bei den Dortmund-Fans und verstärkte die Rivalität zwischen beiden Klubs. Lewandowski wurde bei Bayern zum Rekordtorschützen und gewann zahlreiche Titel. © imago sportfotodienst
Jens Lehmann: FC Schalke 04 → Borussia Dortmund (1999) Der deutsche Torhüter wechselte 1999 direkt vom FC Schalke 04 zu Borussia Dortmund und sorgte damit für einen der kontroversesten Transfers im Ruhrgebiet. Besonders brisant: Lehmann war bei Schalke Stammkeeper und hatte den Verein gerade erst zur UEFA-Cup-Finalteilnahme geführt, bevor er zum Erzrivalen ging und dort sofort die Nummer 1 wurde.
Jens Lehmann: FC Schalke 04 → Borussia Dortmund (1999) Der deutsche Torhüter wechselte 1999 direkt vom FC Schalke 04 zu Borussia Dortmund und sorgte damit für einen der kontroversesten Transfers im Ruhrgebiet. Besonders brisant: Lehmann war bei Schalke Stammkeeper und hatte den Verein gerade erst zur UEFA-Cup-Finalteilnahme geführt, bevor er zum Erzrivalen ging und dort sofort die Nummer 1 wurde. © IMAGO / Team 2
Manuel Neuer: Schalke 04 → Bayern München (2011) Der deutsche Torhüter wechselte 2011 für 30 Millionen Euro von seinem Jugendverein Schalke 04 zu Bayern München und löste damit einen der umstrittensten Transfers der Bundesliga aus. Neuer, ein Schalke-Eigengewächs und Kapitän, entschied sich trotz intensiver Verhandlungen gegen eine Vertragsverlängerung in Gelsenkirchen. Schalke-Fans fühlten sich verraten und beschimpften ihren ehemaligen Liebling bei seiner Rückkehr als „Judas“. Selbst Bayern-Fans waren zunächst skeptisch gegenüber dem Ex-Schalker, bis ein Rundtischgespräch die Wogen glättete.
Manuel Neuer: Schalke 04 → Bayern München (2011) Der deutsche Torhüter wechselte 2011 für 30 Millionen Euro von seinem Jugendverein Schalke 04 zu Bayern München und löste damit einen der umstrittensten Transfers der Bundesliga aus. Neuer, ein Schalke-Eigengewächs und Kapitän, entschied sich trotz intensiver Verhandlungen gegen eine Vertragsverlängerung in Gelsenkirchen. Schalke-Fans fühlten sich verraten und beschimpften ihren ehemaligen Liebling bei seiner Rückkehr als „Judas“. Selbst Bayern-Fans waren zunächst skeptisch gegenüber dem Ex-Schalker, bis ein Rundtischgespräch die Wogen glättete. © imago sportfotodienst
Mats Hummels: Borussia Dortmund → Bayern München (2016) Der deutsche Innenverteidiger wechselte 2016 für 35 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Bayern München und sorgte für einen weiteren Schock nach Götze und Lewandowski. Hummels, Weltmeister und langjähriger BVB-Kapitän, begründete den Wechsel mit familiären Gründen und dem Wunsch nach München zurückzukehren. Dortmund-Fans fühlten sich erneut verraten - nach Götze und Lewandowski verließ sie ein weiterer Führungsspieler zum Erzrivalen.
Mats Hummels: Borussia Dortmund → Bayern München (2016) Der deutsche Innenverteidiger wechselte 2016 für 35 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Bayern München und sorgte für einen weiteren Hammertransfer nach Götze und Lewandowski. Hummels, Weltmeister und langjähriger BVB-Kapitän, begründete den Wechsel mit familiären Gründen und dem Wunsch nach München zurückzukehren. Dortmund-Fans fühlten sich erneut verraten - nach Götze und Lewandowski verließ sie ein weiterer Führungsspieler zum Erzrivalen. © Huebner/Blatterspiel
Mats Hummels: Bayern München → Borussia Dortmund (2019) Der deutsche Innenverteidiger kehrte 2019 für 30 Millionen Euro von Bayern München zu Borussia Dortmund zurück und sorgte für den umgekehrten Transferwahnsinn. Nach drei Jahren in München, in denen er unter Niko Kovač keinen Stammplatz mehr hatte, suchte Hummels eine neue Herausforderung. Bayern-Fans fühlten sich diesmal verraten - ihr Weltmeister wechselte zurück zum Erzrivalen. Dortmund-Fans hingegen feierten die Rückkehr ihres ehemaligen Kapitäns, obwohl manche seinen ursprünglichen Weggang nicht vergessen hatten.
Mats Hummels: Bayern München → Borussia Dortmund (2019) Der deutsche Innenverteidiger kehrte 2019 für 30 Millionen Euro von Bayern München zu Borussia Dortmund zurück und sorgte für den umgekehrten Transferwahnsinn. Nach drei Jahren in München, in denen er unter Niko Kovač keinen Stammplatz mehr hatte, suchte Hummels eine neue Herausforderung. Bayern-Fans fühlten sich diesmal verraten - ihr Weltmeister wechselte zurück zum Erzrivalen. Dortmund-Fans hingegen feierten die Rückkehr ihres ehemaligen Kapitäns, obwohl manche seinen ursprünglichen Weggang nicht vergessen hatten. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Derix
Bernd Schuster: FC Barcelona → Real Madrid (1988) → Atlético Madrid (1990) Schuster wechselte 1988 direkt von Barcelona zu Erzrivale Real Madrid und schockierte damit die Fußballwelt - ein Verrat, der bei Barca-Fans unverzeihlich war. Als „blonder Engel“ vollendete er 1990 das Unmögliche: Er wurde der erste Deutsche, der für alle drei Madrider Großklubs spielte, als er von Real zu Stadtrivale Atletico wechselte.
Bernd Schuster: FC Barcelona → Real Madrid (1988) → Atlético Madrid (1990) Schuster wechselte 1988 direkt von Barcelona zu Erzrivale Real Madrid und schockierte damit die Fußballwelt – ein Verrat, der bei Barca-Fans unverzeihlich war. Als „blonder Engel“ vollendete er 1990 das Unmögliche: Er wurde der erste Deutsche, der für alle drei Madrider Großklubs spielte, als er von Real zu Stadtrivale Atletico wechselte. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Raul: Atlético Madrid (Jugend) → Real Madrid (1992) Raul spielte bis 1992 in Atleticos Jugendabteilung, wechselte aber zum Erzrivalen Real, nachdem Präsident Jesús Gil die komplette Nachwuchsabteilung aus Kostengründen aufgelöst hatte. Der spätere Real-Kapitän und Vereinsikone wurde so unfreiwillig vom Atletico-Talent zur Real-Legende - ein Wechsel, der die Atletico-Fans bis heute schmerzt.
Raul: Atlético Madrid (Jugend) → Real Madrid (1992) Raul spielte bis 1992 in Atleticos Jugendabteilung, wechselte aber zum Erzrivalen Real, nachdem Präsident Jesús Gil die komplette Nachwuchsabteilung aus Kostengründen aufgelöst hatte. Der spätere Real-Kapitän und Vereinsikone wurde so unfreiwillig vom Atletico-Talent zur Real-Legende. Ein Wechsel, der die Atletico-Fans bis heute schmerzt. © IMAGO/ÊALEX CID-FUENTES
Luis Enrique (zweiter von Links): Real Madrid → FC Barcelona (1996) Der spanische Rechtsverteidiger wechselte 1996 direkt vom Bernabéu zum Camp Nou und sorgte damit für einen der kontroversesten Transfers der 90er Jahre. Besonders brisant: Luis Enrique wurde später nicht nur Barça-Kapitän, sondern auch erfolgreicher Trainer des Klubs und führte das Team 2015 zum Triple - ein Verrat, den Real-Fans nie vergaßen.
Luis Enrique (zweiter von Links): Real Madrid → FC Barcelona (1996) Der spanische Rechtsverteidiger wechselte 1996 direkt vom Bernabéu zum Camp Nou und sorgte damit für einen der kontroversesten Transfers der 90er Jahre. Besonders brisant: Luis Enrique wurde später nicht nur Barça-Kapitän, sondern auch erfolgreicher Trainer des Klubs und führte das Team 2015 zum Triple. Ein Verrat, den Real-Fans nie vergaßen. © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de
Johan Cruyff: Ajax → Feyenoord (1983) Ajax verweigerte Cruyff 1983 nach dem Double-Gewinn einen neuen Vertrag, weil sie ihn für „zu alt und zu fett“ hielten - woraufhin der gekränkte Superstar aus Rache zum Erzrivalen wechselte. Der Schock war auf beiden Seiten riesig: Ajax-Fans waren empört über den „Verrat“, während Feyenoord-Anhänger mit Bannern wie „Feyenoord Forever, Cruyff Never“ protestierten und sogar das Stadion boykottierten.
Johan Cruyff: Ajax → Feyenoord (1983) Ajax verweigerte Cruyff 1983 nach dem Double-Gewinn einen neuen Vertrag, weil sie ihn für „zu alt und zu fett“ hielten – woraufhin der gekränkte Superstar aus Rache zum Erzrivalen wechselte. Der Schock war auf beiden Seiten riesig: Ajax-Fans waren empört über den „Verrat“, während Feyenoord-Anhänger mit Bannern wie „Feyenoord Forever, Cruyff Never“ protestierten und sogar das Stadion boykottierten. © IMAGO/Cor Mooij / PU / BSR Agency
Ronaldo Nazário: Inter Mailand → AC Milan (2007) Der brasilianische Superstar wechselte 2007 nach zehn Jahren bei Inter zum Stadtrivalen AC Milan und sorgte damit für einen der schockierendsten Transfers im Derby della Madonnina. Besonders brisant: Ronaldo war bei Inter zur Legende geworden und galt als einer der besten Stürmer der Vereinsgeschichte, bevor er im Alter von 30 Jahren zu den Rossoneri ging.
Ronaldo Nazário: Inter Mailand → AC Milan (2007) Der brasilianische Superstar wechselte 2007 nach zehn Jahren bei Inter zum Stadtrivalen AC Milan und sorgte damit für einen der schockierendsten Transfers im Derby della Madonnina. Besonders brisant: Ronaldo war bei Inter zur Legende geworden und galt als einer der besten Stürmer der Vereinsgeschichte, bevor er im Alter von 30 Jahren zu den Rossoneri ging. ©  IMAGO / Baering
Luís Figo: FC Barcelona → Real Madrid (2000) Der portugiesische Flügelspieler wechselte 2000 für die damalige Weltrekord-Ablösesumme von 60 Millionen Euro von Barcelona zu Real Madrid und löste damit den größten Transferskandal der Fußballgeschichte aus. Bei seiner ersten Rückkehr ins Camp Nou warfen Barça-Fans einen Schweinekopf auf ihn, und er wurde als „Judas“ und „Verräter“ beschimpft - der Wechsel gilt bis heute als der kontroverseste aller Zeiten.
Luís Figo: FC Barcelona → Real Madrid (2000) Der portugiesische Flügelspieler wechselte 2000 für die damalige Weltrekord-Ablösesumme von 60 Millionen Euro von Barcelona zu Real Madrid und löste damit den größten Transferskandal der Fußballgeschichte aus. Bei seiner ersten Rückkehr ins Camp Nou warfen Barça-Fans einen Schweinekopf auf ihn, und er wurde als „Judas“ und „Verräter“ beschimpft – der Wechsel gilt bis heute als der kontroverseste aller Zeiten. © IMAGO / Oliver Behrendt
Sol Campbell: Tottenham Hotspur → Arsenal (2001) Der englische Innenverteidiger wechselte 2001 ablösefrei von Tottenham zu Erzrivale Arsenal und sorgte damit für einen der größten Skandale im Londoner Fußball. Besonders schockierend: Campbell war Tottenham-Kapitän und Publikumsliebling gewesen, bevor er zum verhassten Nachbarn ging - Spurs-Fans verbrannten daraufhin seine Trikots und beschimpften ihn als „Judas“.
Sol Campbell: Tottenham Hotspur → Arsenal (2001) Der englische Innenverteidiger wechselte 2001 ablösefrei von Tottenham zu Erzrivale Arsenal und sorgte damit für einen der größten Skandale im Londoner Fußball. Besonders schockierend: Campbell war Tottenham-Kapitän und Publikumsliebling gewesen, bevor er zum verhassten Nachbarn ging - Spurs-Fans verbrannten daraufhin seine Trikots und beschimpften ihn als „Judas“. ©  IMAGO / Panoramic by PsnewZ
Andrea Pirlo: Inter Mailand → AC Mailand (2001) Der italienische Mittelfeldspieler wechselte 2001 für 17 Millionen Euro von Inter zu Stadtrivalen AC Mailand, doch anders als bei anderen Rivalitätstransfers blieben große Kontroversen aus. Inter-Fans sahen Pirlo als gescheiterten Spieler, der mehrfach verliehen worden war. Bei Milan entwickelte er sich zu einem der größten Spielmacher aller Zeiten und gewann zwei Champions League-Titel. Ex-Inter-Präsident Massimo Moratti gestand später: „Der Transfer, den ich am meisten bereue“.
Andrea Pirlo: Inter Mailand → AC Mailand (2001) Der italienische Mittelfeldspieler wechselte 2001 für 17 Millionen Euro von Inter zu Stadtrivalen AC Mailand. Doch anders als bei anderen Rivalitätstransfers blieben große Kontroversen aus. Inter-Fans sahen Pirlo als gescheiterten Spieler, der mehrfach verliehen worden war. Bei Milan entwickelte er sich zu einem der größten Spielmacher aller Zeiten und gewann zwei Champions League-Titel. Ex-Inter-Präsident Massimo Moratti gestand später: „Der Transfer, den ich am meisten bereue“. ©  IMAGO / Buzzi
Clarence Seedorf: Inter Mailand → AC Mailand (2002) Der niederländische Mittelfeldspieler wechselte 2002 in einem Tauschgeschäft mit Francesco Coco von Inter zu Stadtrivalen AC Mailand. Anders als Pirlo war Seedorfs Wechsel umstrittener, da er bei Inter überzeugt hatte - unvergessen bleiben seine beiden Weitschuss-Tore gegen Juventus im März 2002. Bei Milan schrieb er Fußballgeschichte: 2003 gewann er die Champions League und wurde damit der erste Spieler, der das Finale mit drei verschiedenen Vereinen gewonnen hatte. Der Transfer erwies sich als Meisterstück für Milan.
Clarence Seedorf: Inter Mailand → AC Mailand (2002) Der niederländische Mittelfeldspieler wechselte 2002 in einem Tauschgeschäft mit Francesco Coco von Inter zu Stadtrivalen AC Mailand. Anders als Pirlo war Seedorfs Wechsel umstrittener, da er bei Inter überzeugt hatte. Unvergessen bleiben seine beiden Weitschuss-Tore gegen Juventus im März 2002. Bei Milan schrieb er Fußballgeschichte: 2003 gewann er die Champions League und wurde damit der erste Spieler, der das Finale mit drei verschiedenen Vereinen gewonnen hatte. Der Transfer erwies sich als Meisterstück für Milan. © IMAGO / Team 2
Wayne Rooney: Everton → Manchester United (2004) Der englische Stürmer wechselte 2004 für 27 Millionen Pfund von seinem Jugendverein Everton zu Manchester United. Nach seinem spektakulären Auftritt bei der Euro 2004 bot der verschuldete Verein ihn zum Verkauf an. Obwohl Chelsea mehr Geld bot, entschied sich Rooney für United und musste seine Transferanfrage auf einer Serviette schreiben. Die Everton-Fans fühlten sich verraten: „Rooney hätte ein Gott werden können, aber er entschied sich, ein Teufel zu werden.“
Wayne Rooney: Everton → Manchester United (2004) Der englische Stürmer wechselte 2004 für 27 Millionen Pfund von seinem Jugendverein Everton zu Manchester United. Nach seinem spektakulären Auftritt bei der Euro 2004 bot der verschuldete Verein ihn zum Verkauf an. Obwohl Chelsea mehr Geld bot, entschied sich Rooney für United und musste seine Transferanfrage auf einer Serviette schreiben. Die Everton-Fans fühlten sich verraten: „Rooney hätte ein Gott werden können, aber er entschied sich, ein Teufel zu werden.“ © IMAGO / Panoramic by PsnewZ
Ashley Cole: Arsenal → Chelsea (2006) Der englische Linksverteidiger wechselte 2006 für 5 Millionen Pfund plus William Gallas von Arsenal zu Stadtrivalen Chelsea. Cole, ein Eigengewächs der Arsenal-Akademie, fühlte sich vom Verein verraten, nachdem dieser ihm angeblich versprochene Gehaltserhöhungen verweigert hatte. Arsenal-Fans reagierten wütend: Sie tauften ihn „Cashley“ und warfen falsche 20-Pfund-Scheine mit seinem Gesicht. Der Transfer erfolgte nach illegalen Geheimverhandlungen, die hohe Geldstrafen zur Folge hatten.
Ashley Cole: Arsenal → Chelsea (2006) Der englische Linksverteidiger wechselte 2006 für 5 Millionen Pfund plus William Gallas von Arsenal zum Stadtrivalen Chelsea. Cole, ein Eigengewächs der Arsenal-Akademie, fühlte sich vom Verein verraten. Der Verein hatte ihm angeblich versprochene Gehaltserhöhungen verweigert. Arsenal-Fans reagierten wütend: Sie tauften ihn „Cashley“ und warfen falsche 20-Pfund-Scheine mit seinem Gesicht. Der Transfer erfolgte nach illegalen Geheimverhandlungen, die hohe Geldstrafen zur Folge hatten. © IMAGO / Contrast
Carlos Tevez: Manchester United → Manchester City (2009) Der argentinische Stürmer wechselte 2009 für 47 Millionen Pfund von Manchester United zu Stadtrivalen Manchester City und löste damit einen der schockierendsten Transfers der Premier League aus. Tevez, der zwei erfolgreiche Jahre bei United verbracht und die Champions League gewonnen hatte, fühlte sich vom Verein nicht wertgeschätzt, da ihm kein langfristiger Vertrag angeboten wurde. City enthüllte ein provokantes „Welcome to Manchester“-Werbeplakat, das United-Fans wütend machte. Der Transfer markierte den Wendepunkt der Machtverhältnisse in Manchester und half City dabei, United als dominante Kraft der Stadt abzulösen.
Carlos Tevez: Manchester United → Manchester City (2009) Der argentinische Stürmer wechselte 2009 für 47 Millionen Pfund von Manchester United zu Stadtrivalen Manchester City. Tevez hatte zwei erfolgreiche Jahre bei United verbracht und die Champions League gewonnen. Er fühlte sich vom Verein nicht wertgeschätzt, da ihm kein langfristiger Vertrag angeboten wurde. City enthüllte ein provokantes „Welcome to Manchester“-Werbeplakat, das United-Fans wütend machte. Der Transfer markierte den Wendepunkt der Machtverhältnisse in Manchester und half City dabei, United als dominante Kraft der Stadt abzulösen. © imago sportfotodienst
Cesc Fabregas: Arsenal → Barcelona → Chelsea (2011/2014) Der spanische Mittelfeldspieler wechselte 2011 nach jahrelangem Drama für 35 Millionen Pfund von Arsenal zu seinem Heimatverein Barcelona. Fabregas, der acht Jahre Arsenal-Kapitän gewesen war, erzwang den Transfer durch Streik und öffentliche Flirtereien mit Barca. Nach nur drei Jahren in Katalonien kehrte er 2014 für 33 Millionen Pfund in die Premier League zurück - jedoch nicht zu Arsenal, sondern zu Stadtrivalen Chelsea. Arsenal-Fans fühlten sich doppelt verraten: erst der erzwungene Abgang, dann der Wechsel zum direkten Konkurrenten.
Cesc Fabregas: Arsenal → Barcelona → Chelsea (2011/2014) Der spanische Mittelfeldspieler wechselte 2011 nach jahrelangem Drama für 35 Millionen Pfund von Arsenal zu seinem Heimatverein Barcelona. Fabregas, der acht Jahre Arsenal-Kapitän gewesen war, erzwang den Transfer durch Streik und öffentliche Flirtereien mit Barca. Nach nur drei Jahren in Katalonien kehrte er 2014 für 33 Millionen Pfund in die Premier League zurück – jedoch nicht zu Arsenal, sondern zu Stadtrivalen Chelsea. Arsenal-Fans fühlten sich doppelt verraten: erst der erzwungene Abgang, dann der Wechsel zum direkten Konkurrenten. © imago sportfotodienst
Gonzalo Higuaín: SSC Neapel → Juventus Turin (2016) Der argentinische Stürmer wechselte 2016 für die italienische Rekordablösesumme von 90 Millionen Euro von SSC Neapel zu Juventus Turin. Higuaín, der in der Vorsaison 36 Tore erzielt hatte, aktivierte seine Ausstiegsklausel trotz Protesten von Napoli-Präsident De Laurentiis. Die Neapel-Fans fühlten sich vom „Verräter“ hintergangen - ihr Star-Torjäger war zum verhassten Erzrivalen gewechselt. Der Transfer verstärkte Juventus‘ Dominanz und schwächte den direkten Konkurrenten erheblich.
Gonzalo Higuaín: SSC Neapel → Juventus Turin (2016) Der argentinische Stürmer wechselte 2016 für die italienische Rekordablösesumme von 90 Millionen Euro von der SSC Neapel zu Juventus Turin. Higuaín, der in der Vorsaison 36 Tore erzielt hatte, aktivierte seine Ausstiegsklausel trotz Protesten von Napoli-Präsident De Laurentiis. Die Neapel-Fans fühlten sich vom „Verräter“ hintergangen – ihr Star-Torjäger war zum verhassten Erzrivalen gewechselt. Der Transfer verstärkte Juventus‘ Dominanz und schwächte den direkten Konkurrenten erheblich. © Insidefoto

Auch der ehemalige Schiedsrichter Eduardo Iturralde Gonzalez konnte es nicht fassen und sagte in der Sendung Carrusel Deportivo: „Der VAR muss ihn darauf hinweisen. Das ist eine rote Karte (…) In diesem Fall geht Rüdiger mit dem Knie nach unten und trifft ihn. Das ist eine Aggression. Das ist gewalttätiges Verhalten.“

Doch Antonio Rüdiger kam stattdessen mehr als glimpflich davon. Ein verfrühtes Geschenk, denn tags darauf (3. März) feierte er seinen 33. Geburtstag. Die Real-Kollegen gratulierten zahlreich via Instagram – und niemand redete mehr von dem brutalen Einsteigen. Zumindest nicht in Madrid … (rele)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ropero

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