Leihe bis Saisonende

Eintracht-Leihgabe wird plötzlich zum Torjäger – Rückkehr im Sommer?

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Eine Leihgabe von Eintracht Frankfurt trumpft derzeit in der 2. Bundesliga auf und hat sich zum treffsicheren Torjäger entwickelt.

Frankfurt/Karlsruhe – Die SGE verpflichtete Igor Matanovic im Sommer 2021 vom FC St. Pauli, einen Pflichtspieleinsatz für die Adler hat er bislang aber nicht vorzuweisen. Stattdessen gab es zwei Leihen in die 2. Bundesliga. Beim Karlsruher SC schaffte der Angreifer nun den Durchbruch, wodurch er eine Option für den Frankfurt-Kader der Saison 2024/25 werden könnte.

Eintracht-Leihspieler gelingt Durchbruch

Der 20-Jährige machte in der laufenden Spielzeit 19 von 19 möglichen Ligaspielen beim KSC (Stand: 12. Februar), in denen er sieben Tore erzielte und weitere drei vorbereitete. Matanovic hat sich bei den Badenern einen Stammplatz erarbeitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Im Sommer endet die Leihe zum Zweitligisten, wie es danach weitergeht für den Stürmer, ist offen.

Dass Eintracht Frankfurt von der Qualität des 20-Jährigen überzeugt ist, sagte Markus Krösche bereits bei dessen Verpflichtung vor zweieinhalb Jahren. „Igor ist ein sehr talentierter Spieler, der technisch versiert und physisch stark ist. Er hat ein großes Talent und viel Potenzial. Für seine Weiterentwicklung ist es wichtig, dass er so viel Spielpraxis wie möglich bekommt“, so der Sportchef damals.

Igor Matanovic trumpft beim KSC auf.

Der Karlsruher SC besitzt keine Kaufoption für Matanovic, was zeigt, dass Eintracht Frankfurt langfristig mit dem Angreifer plant. Das bestätigte auch SGE-Sportdirektor Timmo Hardung vor einem Jahr. „Wir sind von Igors Qualitäten absolut überzeugt“, wurde er zitiert und betonte, dass es „weiterhin sehr wichtig“ für den Stürmer sei, „reichlich Spielpraxis zu sammeln“.

Matanovic mit neuer Chance bei Eintracht Frankfurt?

Bei Eintracht Frankfurt ist unklar, wie der Angriff in der neuen Saison aussehen wird. Sasa Kalajdzic wurde im Winter von den Wolverhampton Wanderers ausgeliehen, eine Kaufoption ist im Leihvertrag nicht enthalten. Anders ist die Lage bei Hugo Ekitike, der ebenfalls bis zum Ende der Saison bei der SGE unter Vertrag steht. Anschließend kann ihn Sportchef Krösche fest von Paris Saint-Germain verpflichten.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Igor Matanovic könnte, wenn er seine Form bis zum Ende der Spielzeit halten kann, eine Chance in der Vorbereitung bekommen. In der Vergangenheit machte Eintracht Frankfurt hervorragende Erfahrungen mit Leih-Rückkehrern. Beispielsweise wurden Daichi Kamada und Tuta nach einem Jahr Leihe zu Stammspielern und Leistungsträgern bei den Adlern. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/SABRIS_10010915

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