Transferflop? Bayern-Boss Eberl spricht über Sommerneuzugang
VonPeter Grad
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Nach nur wenigen Spielen für den FC Bayern sieht sich Neuzugang Nicolas Jackson bereits öffentlicher Kritik ausgesetzt. Die Verantwortlichen an der Säbener Straße haben dazu eine andere Meinung.
München – Aufgrund des doch ziemlich unerwarteten Abgangs von Kingsley Coman in die saudische Profiliga zum Cristiano-Ronaldo-Club al-Nassr FC herrschte beim FC Bayern spät in der Sommer-Transferperiode urplötzlich Handlungsbedarf für die Verpflichtung eines Offensivspielers. Nachdem die Aufgabe für Max Eberl & Co durch die Aufsichtsrats-Vorgabe, nur noch einen Leihspieler an Land ziehen zu dürfen, zusätzlich erschwert worden war, kam Chelsea-Stürmer Nicolas Jackson am Deadline Day quasi auf den letzten Drücker an die Säbener Straße. Die FCB-Verantwortlichen zeigten sich mit der Leihe des senegalesischen Nationalspielers dennoch hochzufrieden.
Besonders beeindruckt zeigte man dabei beim Rekordmeister von dem unbedingten Willen des 24-Jährigen, nach München wechseln zu wollen. Sein Einstieg beim FCB verzögerte sich dann aber noch einmal wegen der ersten Länderspielpause der Saison. Nach nur einer Trainingseinheit an der Säbener Straße wurde er am 3. Bundesliga-Spieltag beim 5:0 über den Hamburger SV (5:0) erstmals zur Halbzeit eingewechselt.
Auch ohne Torbeteiligung: Eberl lobt Jackson nach Gladbach-Spiel
In sämtlichen nachfolgenden Pflichtspielen des FC Bayern wurde der amtierende Klubweltmeister (mit Chelsea in den USA) von Vincent Kompany eingesetzt, dreimal in der Champions League, fünfmal in der Bundesliga, insgesamt viermal davon von Beginn an. Allerdings kommt nun jedoch bereits erste scharfe Kritiken an ihm auf, weil er noch nicht so gut ins überragende Kombinationsspiel der „Rekord-Bayern“ integriert wäre und nicht zuletzt deswegen, weil er bislang im deutschen Fußball-Oberhaus noch ohne einen einzigen Scorerpunkt geblieben ist.
Beim 3:0 im Geduldspiel im Gladbacher Borussia-Park wurde Jackson nach 59 Minuten beim Spielstand von 0:0 ausgewechselt. Die Fohlenelf war wegen des Platzverweises für Jens Castrop (19.) sehr früh in Unterzahl geraten und parkte in der Folgezeit mindestens zwei Busse um und im eigenen Strafraum. Für FCB Sportvorstand Max Eberl war dies auch der Grund, weswegen sich der Senegalese nicht entfalten konnte.
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Der 52-Jährige nach der Partie: „Die Räume waren für die Stürmer extrem eng. Wenn du dann so um den Strafraum herum spielst, ist wenig Raum. Und trotzdem war Nicolas einer der Spieler, die heute die Geduld hatten, das Spiel zu drehen.“ Eberl lobte Jackson sogar noch: „Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Das ist genau das, was wir brauchen – Geduld, Disziplin und Teamgeist.“
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So kann man sicherlich bald auch die ersten BL-Tore von Jackson erwarten. In der Königsklasse war er bereits je einmal gegen Paphos FC und den Club Brügge erfolgreich, auf Zypern kam auch noch eine Torvorlage hinzu. Ob es am Ende der Saison für ihn für eine Fixverpflichtung nach der einjährigen Leihe reichen wird, werden die nächsten Monate zeigen. Die Kaufoption für 65 Millionen Euro dürfte aber auf alle Fälle zwischen den beiden Vereinen noch verhandelt werden.