VonThomas Stillbauerschließen
Die Anfälligkeit in der Abwehr der Frankfurter Eintracht muss ein Ende haben. Unser Autor fordert daher: Kreuzbandriss für den doofen Schlendrian.
Wir haben den FC Barcelona geschlagen. Wir haben Inter Mailand geschlagen. Wir haben Benfica Lissabon geschlagen. Wir haben den FC Arsenal geschlagen. Ok, alles schon eine Weile her. Aber wir haben in dieser Saison Rohrzuckerbrause Leipzig geschlagen. Und den FC Bayern. Jaja, das können inzwischen viele, aber: Fünfeins!
Warum also sollten wir nicht in der Lage sein, vor dem eigenen, frenetisch ausrastenden Publikum eine Mannschaft aus Belgien zu bezwingen, die bis vor ein paar Monaten außerhalb von Pommesland niemand kannte und deren Vereinsnamen auch jetzt noch niemand aussprechen kann, ohne dass ihm oder ihr das Gebiss rausfliegt? Na also.
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Wer dieses Format seit inzwischen 14 Jahren verfolgt (vierzehn Jahre! Hui!), dem kann nicht entgangen sein, dass mein Opa Alfred und seine Jungs, also mein Papa und mein Onkel, 1959 mit der Eintracht Deutscher Meister geworden sind und ein Jahr später fast Europapokalsieger. Letzteres haben die drei (und ich) dann 1980 nachgeholt. Es war ein anderer Europapokal, aber es war auch ein Europapokal. 2022 haben mein Onkel und ich dann noch mal diese wunderschöne europäische Trophäe ergattert. Die anderen beiden waren da leider schon final verhindert, aber im Geiste natürlich immer noch Adler, wenn auch viel höher fliegend.
Was hat das mit dem Spiel an diesem Donnerstag zu tun? Nicht sooo viel, aber klar ist ja: Diesen Wettbewerb, die Konferenzliga, haben wir alle noch nie gewonnen. Und so kann es ja schließlich nicht bleiben. Das werden die Belgier sicher verstehen.
Einziges Problem vor dem Rückspiel gegen Üniooh Roaiaal Säääng-Chill-Oase: unsere Abwehr. Zwar werden wir wieder auf den einen oder anderen Mann zurückgreifen können, der zuletzt gelbgesperrt fehlte. Aber dieser Schlendrian hinten ist leider nicht gesperrt. Könnte man dem nicht mal eine mehrwöchige Rotsperre aufhalsen? Oder… warum haben eigentlich immer nur unsere Spieler diese schweren Verletzungen – warum nicht der Schlendrian? Ich fordere hiermit: Kreuzbandriss für den doofen Schlendrian!
Eintracht: Nochmal Flanken üben
Oder wir üben halt noch mal Flanken und Fünf-gegen-drei im eigenen Strafraum. Das sah schon ganz gut aus in Freiburg mit dem öffnenden Flugball von Goethe, aber der Kopfball von Tuta zu Hase B, das geht sicher besser. Man könnte auch drei- bis vierfachen Doppelpass am eigenen Elfmeterpunkt spielen, um den Gegner vollends zu verwirren. So eine Taktik hat noch nie jemand gewählt. Zumindest hat damit noch nie jemand einen Treffer erzielt. Also ins richtige Tor, meine ich.
Nun gut, das ist alles Theorie. Das Beste wäre, wir schießen wieder zwei Tore und lassen hinten einfach nichts zu. Tor verrammelt. Geschlossene Gesellschaft. Kein Anschluss unter dieser Nummer. Rufen Sie nächste Saison wieder an.
Apropos… ich muss Schluss machen. Die Telefongesellschaft hat mal wieder jemanden geschickt, der diese ständigen Internetausfälle beheben soll, der müsste gleich da sein. Wenn er nicht krank ist. Gestern habe ich drei Stunden gewartet, bis jemand anrief und sagte, es käme keiner. Zum Glück funktionierte das Telefon in dem Moment gerade.
Der Unhaltbar-Ergebnistipp: Eintracht: zwei – Chill-Oase: nuuuull. Merci. Avec plaisir.
