Schlotterbeck spekuliert nach BVB-Pokal-Aus wohl auf Wechsel zum FC Bayern
VonPeter Grad
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Nico Schlotterbeck ist ein ehrgeiziger Spieler, der endlich auch Titel gewinnen möchte. Diesem Ziel sieht er sich in München wohl wesentlich näher als bei Borussia Dortmund.
Dortmund / München – Nach der 0:1-Heimpleite von Borussia Dortmund im Pokal-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen muss der deutsche Nationalspieler Nico Schlotterbeck die vierte titellose BVB-Saison seit seinem Wechsel vom SC Freiburg im Sommer 2022 befürchten. In der Bundesliga beträgt der Rückstand auf den FC Bayern nach 12 Spieltagen satte neun Punkte, ein Triumph der Gelb-Schwarzen in der Champions League erscheint wenig realistisch. Welche Auswirkungen hat diese Situation auf den Vertrags-Poker in Dortmund?
So zögert der Innenverteidiger nach wie vor, seinen 2027 auslaufenden Kontrakt vorzeitig zu verlängern. Die Nervosität bei den BVB-Verantwortlichen steigt laut Sky Sport Informationen mittlerweile merklich an, da eine Nicht-Verlängerung des deutschen Nationalspieler selbst in Dortmund aktuell als ein sehr realistisches Szenario gesehen wird. So würden die Borussen derzeit sogar einen ablösefreien Verkauf in 2027 erwägen, sollte Schlotterbeck eine Vertragsverlängerung ausschlagen.
Borussia Dortmund kämpft um Schlotterbeck, der „zockt“ jedoch
Die Priorität der Dortmunder liegt darauf, die sportlichen Ziele zu erreichen, erneut liegt der Fokus in dieser Spielzeit dabei auf der Champions-League-Qualifikation. Diese garantiert die Absicherung von eminent wichtigen Einnahmen.
Laut Sky Sport wären die BVB-Verantwortlichen bereit, ihr derzeitiges Angebot noch einmal nachzubessern. Dem 26-Jährigen liegt seit geraumer Zeit ein unterschriftsreifes Arbeitspapier mit Gültigkeit bis 2030 vor – zu deutlich verbesserten Konditionen, die ihn in die Riege der Topverdiener in Dortmund aufsteigen lassen würde. Dabei existiert seitens des BVB keine Deadline für Schlotterbeck, eine Entscheidung bis Ende Januar soll aber erwünscht sein.
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BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl zum Schlotterbeck-Poker vor dem BL-Spitzenspiel in Leverkusen: „Wir kämpfen darum. Wir versuchen, Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen. Natürlich macht er sich auch Gedanken, was legitim ist. Aber ich glaube, er weiß, was er an uns hat. Daher habe ich auch immer wieder betont, dass ich positiv bin.“
Der deutsche Nationalspieler selbst soll laut Sky Sport Informationen jedoch auf einen möglichen Wechsel zum FC Bayern oder auch Real Madrid „zocken“. Beim deutschen Rekordmeister liegt der Fokus dagegen derzeit ganz klar darauf, den 2026 auslaufenden Vertrag des französischen Vizeweltmeisters Dayot Upamecano zu verlängern. Bei einer Verlängerung des 27-Jährigen und einem Verkauf des Südkoreaners Minjae Kim würde man sich laut dem Pay-TV-Sender „um einen jungen, talentierten Innenverteidiger bemühen, der sich hinter Upamecano und Jonathan Tah entwickeln könnte“.
Sollten jedoch Upamecano und Minjae die Säbener Straße verlassen, wollen die Bayern-Bosse laut Sky Sport Informationen einen „Knaller“ verpflichten. Zu diesen würde Schlotterbeck, aber auch der englische Nationalspieler Marc Guehi von Crystal Palace zählen.