Schwacher CL-Auftritt kostet Sané Chancen auf die deutsche Nationalmannschaft
VonDaniel Michel
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Leroy Sané begann gut gegen Eintracht Frankfurt, dann folgte aber ein deutlicher Leistungsabfall. Der Star von Galatasaray Istanbul steht unter Druck.
Frankfurt – Der Champions-League-Abend begann für Leroy Sané großartig. Nachdem er bei Galatasaray in der Liga mit Anlaufschwierigkeiten gestartet war, wollte er gegen Eintracht Frankfurt sein Potenzial komplett abrufen. Es ging gut los: In der 8. Spielminute setzte sich Sané an der Mittellinie durch, er lief mit Ball bis zur Strafraumgrenze und bediente Yunus Akgün perfekt, der zum 1:0 einschob.
In der Folge dominierte Galatasaray zunächst die Partie, allerdings lief Sané nicht heiß. Auf dem rechten Flügel verlor er mehrfach leichtfertig den Fall und fiel teilweise schnell zu Boden. Sein Hauptgegenspieler Nathaniel Brown sollte am Ende acht von neun Zweikämpfen gewinnen, eine beeindruckende Quote.
Sané wurde gegen Eintracht Frankfurt vorzeitig ausgewechselt
Und auch für Galatasaray ging es in der Partie stetig bergab. Am Ende stand ein ernüchterndes 1:5 zu Buche. Von Sané gab es in der zweiten Halbzeit noch einen Schuss neben das Tor zu notieren. Für einen ehemaligen FC-Bayern-Star, der wieder den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft schaffen will, viel zu wenig.
Bei Sané waren weder Führungsqualitäten noch Durchsetzungskraft oder Lockerheit zu erkennen. Für ein Netto-Gehalt von über zehn Millionen Euro erwartet man sich in Istanbul mehr von Sané. Für den früheren Schalker war dann in der 66. Spielminute bereits Schluss. Trainer Okan Buruk holte ihn ebenso vom Feld wie Teamkollege Ilkay Gündogan. Das alles vor den Augen von DFB-Sportdirektor Rudi Völler.
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Sané war zuletzt nicht für das DFB-Team nominiert worden, Bundestrainer Julian Nagelsmann schickte eine deutliche Ansage an den 29-Jährigen, der wiederum versprach, „Gas zu geben“. Bislang hat Sané in Istanbul eher den Rückwärtsgang eingelegt. Ein WM-Ticket für die Nationalmannschaft dürfte in weite Ferne gerückt sein.