„Ein Meilenstein“: Eintracht-Chef Krösche nennt Gründe für den Kantersieg
VonChristopher Michel
schließen
Eintracht Frankfurt hat Galatasaray klar besiegt. Die Hessen belegen Platz eins in der Champions League. Sportvorstand Markus Krösche lobt.
Frankfurt – Markus Krösche ist kein Mensch, der sich zu sehr von Stimmungen rund um eine Partie lenken lässt. Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt wollte daher den ersten Platz in der Champions League nach dem 5:1-Kantersieg gegen Galatasaray am Donnerstag nicht zu hoch hängen. Und doch stellt sich die Frage, ob es sich um ein Ausrufezeichen gehandelt hat.
Krösche sagte dazu: „Es war wichtig, dass die Jungs nach dem Rückstand wiedergekommen sind und weitergespielt haben. Es war ein Meilenstein, dass wir nicht nervös geworden sind. Das ist sicherlich ein Reifeprozess, den wir in den vergangenen ein bis zwei Jahren geschafft haben.“ Ein großes Lob aus dem Mund des Eintracht-Bosses.
Krösche erklärt den Eintracht-Erfolg
Doch was waren die Schlüssel für den Erfolg? „Wir sind nicht kompliziert geworden und einfach geblieben. Über Ballgewinne haben wir uns Selbstvertrauen geholt und sind wenig passiv geworden. Das war ausschlaggebend“, so Krösche. Die „Überzeugung“ sei dadurch Stück für Stück gewachsen: „Es ist eine super Geschichte für uns. Aber es sind nicht mehr als drei Punkte. So sollten wir das auch einordnen.“
Auffällig war die Nervosität in der Anfangsphase. Nach dem Rückstand mussten sich die Hessen schütteln, sie wirkten angeschlagen, teilweise naiv und ließen sich beinahe bei einem Freistoß-Trick übertölpeln. Eine starke Einzelaktion von Ritsu Doan wurde dann zum Dosenöffner. Der Doppelschlag vor der Halbzeitpause besiegelte die Niederlage der Gäste.
Europapokal in Frankfurt: Galatasaray-Fans sorgen für prickelnde Atmosphäre – die Fotos des Tages
Can Uzun setzte seine Tor-Serie fort, bei Jonathan Burkardt platzte mit Assist und Doppelpack der Knoten, Europa-League-Held Ansgar Knauff machte den Deckel drauf. Trainer Dino Toppmöller schwärmte: „Was für ein Abend! Was für eine Nacht!“ Die Fans packten ihr Lieblingslied aus: „Europas beste Mannschaft!“ Der Euphorie-Express der Eintracht fährt immer weiter.
Der Klub hat inzwischen jedoch gelernt, mit der Dreifachbelastung umzugehen. Toppmöller richtete den Blick sofort nach vorne. Er sagte ambitioniert: „Wir wollen solche Momente öfter erleben. Dabei geht es nicht nur um vier Heimspiele, sondern wir wollen versuchen, uns auch für die nächste Saison für die Champions League zu qualifizieren.“
Sein Schlüsselsatz: „Dafür müssen wir in der Bundesliga unsere Hausaufgaben erledigen.“ Am Sonntag wartet das Duell gegen Union Berlin. In der Vorsaison stolperte die Eintracht im Heimspiel gegen die Eisernen (1:2). Es war ein Schlüsselspiel auf dem Weg in die Königsklasse. Kann Frankfurt diesmal den guten Saisonstart krönen und sich gleich ganz oben festbeißen?