Schwester von Rosi Mittermaier gibt rührende Einblicke
VonChristoph Wutz
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Rosi Mittermaier ist nach wie vor unvergessen. In ihrer Trauer folgt ihre Schwester Evi dem Beispiel von Schwager Christian Neureuther.
Garmisch-Partenkirchen – Zwei Jahre ist es nun her, dass eine der größten deutschen Skifahrerinnen von uns ging. Am 4. Januar 2023 starb Rosi Mittermaier aufgrund einer Krebserkrankung. Die Trauer um sie ist noch immer groß – nicht nur bei ihrem Sohn Felix Neureuther, sondern auch bei ihrer Schwester Evi Mittermaier-Brundobler. Diese sprach jetzt über die letzte Zeit vor dem Tod von „Gold-Rosi“ und erklärte, wie sie inzwischen mit ihrem Schmerz fertig wird.
Schwester von Rosi Mittermaier gibt emotionale Einblicke
Evi Mittermaier-Brundobler stand ihrer Schwester Rosi immer sehr nahe. Selbst auf der Skipiste fuhren beide gemeinsam professionell. Die rund drei Jahre jüngere Evi gewann in den 1970er-Jahren zwei Weltcup-Rennen, ihre große Schwester sicherte sich allein 1976 zwei Goldmedaillen bei Olympia und drei bei der Ski-WM. Rosis Familie um ihren Mann Christian Neureuther, die Kinder Ameli und Felix sowie ihre beiden Schwestern habe lange auf eine Genesung der Ski-Koryphäe gehofft. Diese habe „bis zuletzt dafür gekämpft“ erklärte die jüngste der drei Schwestern nun der Bild.
Evi Mittermaier-Brundobler gab beeindruckende und emotionale Einblicke in die Zeit vor dem Tod der zweifachen Mutter: „Als klar war, dass sie nicht mehr gesund wird, hat sie sich damit abgefunden. Sie hatte keine Angst vor dem Tod, strahlte Ruhe aus und gab uns Stärke.“ Zudem sei sie zum Zeitpunkt ihres Todes „schmerzfrei“ gewesen.
Evi Mittermaier-Brundobler kommt zwei Jahre nach „Gold-Rosis“ Tod gut zurecht
Die Olympiasiegerin von Innsbruck „hat uns gebeten: macht‘s euer Ding weiter. Stellt mich nicht ins Rampenlicht.“ Wie so oft ging es „Gold-Rosi“ auch kurz vor ihrem Ableben nicht um sich selbst. Allerdings gelang dieses Vorhaben nach ihrem Tod nicht vollends, wie ihr Sohn Felix später erklärte.
Das Bedauern ihrer Schwester Evi ist auch zwei Jahre nach dem Tod von Rosi Mittermaier groß: „Ich kann leider nicht ändern, was geschehen ist.“ Doch sie hadert nicht nur, wie sie dem Blatt schilderte. „Ich nehme mir ein gutes Beispiel an meinem Schwager Christian. Er kommt gut zurecht, weil er sich nicht verdrießen lässt. Er sagt: Ich hab´die Rosi immer bei mir. In jedem Moment. Das gibt ihm Kraft.“
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Sie versicherte der Zeitung, dass ihre Schwester derzeit „bestimmt glücklich“ sei. Diese habe „immer das Beste aus der Situation gemacht“, so Mittermaier-Brundobler, die überdies verriet, dass sie sich den aktuellen Zustand der „Gold-Rosi“ im himmlischen Paradies vorstellt.