Nach Verletzungspech von Ter Stegen

„Ganz bestimmt“: Sepp Maier glaubt an DFB-Comeback von Manuel Neuer

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Sepp Maier schaltet sich in die Diskussion um ein DFB-Comeback von Manuel Neuer nach dem Verletzungspech von Marc-André ter Stegen ein.

München – Die schwere Verletzung von Marc-André ter Stegen stellt nicht zuletzt die deutsche Nationalmannschaft vor ein Dilemma. Der Torhüter des FC Barcelona hat erst vor wenigen Wochen offiziell die Nachfolge von Manuel Neuer als Nr.1 des DFB-Teams angetreten. Bundestrainer Julian Nagelsmann muss nach dem Patellasehnenriss von Ter Stegen für mehrere Monate eine neue Lösung finden.

Oder eine alte Lösung wiederaufleben lassen? Unverhofft schnell ist ein Rücktritt vom Rücktritt bei Neuer ins Gespräch gekommen. Lothar Matthäus etwa hält ein Comeback des Routiniers für denkbar. Sepp Maier geht sogar einen Schritt weiter. „Neuer zurückzuholen, wäre jetzt die beste Lösung. Wenn er die volle Unterstützung bekommt, dann macht er das ganz bestimmt noch mal“, lehnt sich die Bayern- und DFB-Legende gegenüber t-online.de aus dem Fenster.

Sepp Maier: „Ich weiß nicht, wie Ter Stegen dann wieder zurückkommt“

Die Voraussetzungen zum Rücktritt von Neuer haben sich aus Sicht von Maier entscheidend verändert. Der Kapitän des FC Bayern hatte seine internationale Laufbahn unter dem Hinweis darauf beendet, dass er sich nicht erneut für mehrere Jahre der Nationalmannschaft verpflichten wollte. „Wenn ich den neuen Zyklus mit der Mannschaft angegangen wäre, hätte ich mich der WM 2026 verschrieben, bei der ich 40 Jahre alt sein werde. Momentan fühlt sich mein Körper sehr gut, aber niemand kann in die Zukunft schauen“, erklärte Neuer.

Ein Comeback von Manuel Neuer nach der Verletzung von Marc-André ter Stegen ist ein heißes Diskussionsthema.

Allerdings trat Neuer im Wissen darum zurück, dass mit Ter Stegen eine überaus qualifizierte Nachfolgelösung bereitstand, die sich nun womöglich bis tief ins Jahr 2025 hinein abmelden musste. „Wenn er jetzt acht Monate pausieren muss, weiß ich nicht, wie er dann wieder zurückkommt“, merkt Maier zu Ter Stegen an. Deshalb würde der langjährige Torwarttrainer des DFB wenigstens ein Gespräch zwischen Nagelsmann und Neuer empfehlen.

Manuel Neuer ließ eine Hintertür fürs DFB-Comeback offen

„Ich kann mir gut vorstellen, dass Manuel und der Bundestrainer sich da jetzt noch einmal zusammensetzen – und dabei wieder zusammenkommen. Das hat es ja auch schon öfter gegeben, dass einige bei der Nationalmannschaft aufgehört haben und dann sind sie doch wieder zurückgekommen“, so Maier. Zuletzt war zur EM Toni Kroos zurückgekehrt.

Neuer hatte kurz nach seiner Rücktrittserklärung eine Hintertür für ein DFB-Comeback offengelassen. „Zu meiner Persönlichkeit haben auch all die vielen Erlebnisse und Erfahrungen in der Nationalmannschaft beigetragen. Deshalb sollte man so etwas nie ausschließen, und das werde ich auch nicht tun“, erklärte Neuer.

Maier indes sieht Neuer auch sportlich nach wie vor als beste Lösung für Deutschland. Der Weltmeister von 1974 äußert aber auch Mitgefühl für Ter Stegen. „Jetzt ist er endlich die Nummer eins in der Nationalmannschaft, worauf er so lange gewartet hat, und ausgerechnet dann passiert ihm so eine schwere Verletzung. Das ist schon großes Pech.“

Rubriklistenbild: © IMAGO

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