Bleibt Frankfurt ein Stürmer-Klub?

Setzen Burkardt und Wahi die große Eintracht-Tradition fort?

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Eintracht Frankfurt hatte in seiner Historie großartige Stürmer. Können Jonathan Burkardt und Elye Wahi daran anknüpfen?

Frankfurt – Was bei Bernd Hölzenbein begonnen und sich über Jörn Andersen, Anthony Yeboah oder Alex Meier fortgesetzt hatte, nahm ab 2018 noch einmal eine neue Dimension an. Die Stürmer-Tradition bei Eintracht Frankfurt ist beeindruckend und die Schlagzahl, mit der neue Top-Angreifer entwickelt werden, für die gesamte Fußball-Welt faszinierend.

Elye Wahi und Jonathan Burkardt sollen für Tore bei der Eintracht sorgen

2018/19 formte Ex-Trainer Adi Hütter zunächst die Büffelherde um Sébastien Haller, Luka Jović und Ante Rebić. Nachdem das Trio für über 100 Millionen Euro weg war, fand der österreichische Übungsleiter mit Filip Kostić und André Silva ein Traumduo. Flanke Kostić – Kopfball Silva – fertig war der 28-Tore-Vereinsrekord, den der portugiesische Stürmer im Sommer 2021 aufgestellt hatte.

Eintracht hat viele Top-Stürmer

Silva zog es per 23-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel nach Leipzig (eine sportlich falsche Entscheidung!) und Hütter zu Borussia Mönchengladbach (es wurde ein Intermezzo). Dafür kam Oliver Glasner, der den Klub zum Europa-League-Sieg führte. Rafael Borré taucht in der Liste der großen Eintracht-Stürmer zwar nicht ganz vorne auf. Dafür war die Performance in den zwei Jahren zu unstet.

Der Kolumbianer hatte allerdings einen goldenen Frühling, seine Tore gegen Barcelona, West Ham United und vor allem im Endspiel gegen die Glasgow Rangers waren maßgeblich für den Triumphzug. Ihn verdrängte dann Randal Kolo Muani. Der Franzose verabschiedete sich zwar auf unschöne Art und Weise, die von PSG überwiesenen 95 Millionen Euro ließen Frankfurt aber in eine neue Dimension aufsteigen.

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Die Allianz Arena beim Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.
In der Allianz Arena trägt der Rekordmeister FC Bayern München seine Heimspiele aus. © ActionPictures/IMAGO
Die Allianz Arena vor einem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach.
75.024 Zuschauer können bei nationalen Spielen in der Allianz Arena Platz nehmen. © Bernd Feil/M.i.S./IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund.
Die Heimat der „Werkself“: die BayArena. © Moritz Mueller/IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.
30.210 Zuschauer passen in die Leverkusener BayArena. © nordphoto GmbH / Meuter/IMAGO
Der Deutsche Bank Park beim Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund.
Stimmungsvolles Stadion: Im Deutsche Bank Park spielt Eintracht Frankfurt seine Heimspiele. © Philipp Kresnik / SPP/IMAGO
Der Deutsche Bank Park rund um ein Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld.
Der Deutsche Bank Park hat eine Kapazität von 60.000 Zuschauern. © Jan Huebner/Voigt via www.imago-images.de
Der Innenraum des Signal Iduna Parks beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Holstein Kiel.
Der Signal Iduna Park ist das Wohnzimmer von Borussia Dortmund. © Hesham Elsherif/IMAGO
Der Signal Iduna Park rund um ein Spiel der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.
Der Signal Iduna Park kann 81.365 Zuschauer beherbergen. © Fabian Kleer/IMAGO
Choreo im Europa-Park Stadion des SC Freiburg beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Das Wohnzimmer des SC Freiburg: das Europa-Park Stadion. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Das Europa-Park Stadion vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt.
34.700 Zuschauer passen in das Freiburger Europa-Park Stadion. © BEAUTIFUL SPORTS/Bosco/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena beim Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.
In der MEWA Arena kämpft der 1. FSV Mainz 05 um Punkte. © Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen.
Die Mainzer MEWA ARENA bietet Platz für 33.305 Fans. © Vitali Kliuiev/IMAGO
Die Red Bull Arena beim Bundesliga-Duell zwischen RB Leipzig und dem VfB Stuttgart.
In der Red Bull Arena bestreitet RB Leipzig seine Heimspiele. © motivio/IMAGO
Die Zuschauer auf dem Weg in die Red Bull Arena zum Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund.
Bis zu 47.800 Zuschauer können in der Red Bull Arena ein Spiel verfolgen. © motivio/IMAGO
Das Bremer Weserstadion beim Heimspiel in der Bundesliga gegen RB Leipzig.
Im Weserstadion ist der SV Werder Bremen zuhause. © Dennis Ewert/RHR-FOTO/IMAGO
Das Bremer Weserstadion vor einem Bundesligaspiel gegen Frankfurt.
Das Bremer Weserstadion hat eine Kapazität von 42.100 Plätzen. © nordphoto GmbH / Teresa Kroeger/IMAGO
Die MHP Arena des VfB Stuttgart beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg.
Das Wohnzimmer des VfB Stuttgart mit einfallender Sonne: die MHP Arena. © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO
Die MHP Arena vor einem DFB-Pokalspiel zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig.
In der MHP Arena finden maximal 60.058 Zuschauer Platz. © Roger Petzsche/IMAGO
Der Borussia-Park beim 4:4 gegen die TSG Hoffenheim.
Hier kämpft Borussia Mönchengladbach um Zählbares: der Borussia-Park. © Werner OTTO/IMAGO
Der Borussia-Park vor einem Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen.
54.042 Zuschauer können im Borussia-Park Platz nehmen. © nordphoto GmbH / Christian Schulze/IMAGO
Die Volkswagen Arena beim Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und Freiburg.
Die Heimat des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena. © Arne Amberg/IMAGO
Das Stadion des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena.
Die Zuschauerkapazität der Wolfsburger Volkswagen Arena beträgt 28.917. © Schoening/IMAGO
Die WWK Arena von innen beim Bundesliga-Spiel FC Augsburg gegen Holstein Kiel.
In der WWK Arena trägt der FC Augsburg seine Heimduelle aus. © kolbert-press/Martin Agüera/IMAGO
Die WWK Arena rund um ein Bundesliga-Spiel des FC Augsburg gegen den 1. FSV Mainz 05.
Die WWK Arena fasst 30.660 Zuschauer. © Ulrich Wagner/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen Holstein Kiel.
Das Stadion An der Alten Försterei: Hier spielt der 1. FC Union Berlin seine Heimspiele. © nordphoto GmbH / Engler/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei rund um das Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Holstein Kiel.
Im Stadion An der Alten Försterei finden 22.012 Zuschauer Platz. © Herbertz / Nico Herbertz/IMAGO
Das Millerntor-Stadion beim Heimspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Der FC St. Pauli empfängt seine Gegner im Millerntor-Stadion. © Julia Rahn/IMAGO
Das Millerntor-Stadion vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Das Millerntor-Stadion auf St. Pauli hat 29.546 Plätze. © Julia Rahn/IMAGO
Die PreZero Arena von innen beim Bundesliga-Heimspiel zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund.
Die Heimspielstätte der TSG Hoffenheim: die PreZero Arena. © Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank/IMAGO
Die PreZero Arena der TSG Hoffenheim.
30.150 Zuschauer passen in die PreZero Arena. © Silas Stein/IMAGO
Die Voith-Arena beim Play-off-Duell in der Conference League zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem FC Kopenhagen.
Die Voith-Arena ist die Heimstätte des 1. FC Heidenheim. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Die Heidenheimer Voith-Arena von außen.
15.000 Zuschauer passen in die Heidenheimer Voith-Arena. © H. Langer via www.imago-images.de
Die Südkurve des Rheinenergiestadions beim Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Stadion mit Bundesliga-Stimmung: das Kölner Rheinenergiestadion. © Eibner-Pressefoto/Justin Deronde/IMAGO
Das Kölner Rheinenergiestadion vor einem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig.
50.000 Zuschauer können sich im Rheinenergiestadion die Heimspiele des 1. FC Köln ansehen. © Mika Volkmann/IMAGO
Das Hamburger Volksparkstadion beim Zweitliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem SSV Ulm.
Im Volksparkstadion gibt es für die HSV-Fans ab der Saison 2025/26 endlich wieder Bundesliga-Fußball zu sehen. © Philipp Szyza/IMAGO
Das Volksparkstadion vor dem Zweitligaderby gegen den FC St. Pauli.
Das Volksparkstadion verfügt über 57.000 Plätze. © Philipp Szyza/IMAGO

Ohne Kolo Muani und Glasner ging es mit Omar Marmoush und Dino Toppmöller weiter. Der Ägypter wurde in den 18 Monaten bis zu seinem 80-Millionen-Euro-Abgang zu Manchester City zur Bundesliga-Attraktion. Er war aber nach 37 Toren und 20 Vorlagen in 67 Pflichtspielen nicht mehr zu halten. Dessen „Partner in Crime“ Hugo Ekitiké konnte sich auch ohne Marmoush behaupten.

Der FC Liverpool ließ sich nicht bitten und legte den Sockelbetrag von 88 Millionen Euro hin. Mit Boni kann diese Summe noch auf 95 Millionen Euro anwachsen. Was die Eintracht innerhalb von sieben Jahren erlebt hat, haben andere Vereine in ihrer gesamten Geschichte so noch nicht erfahren. Wenn die Frankfurter starke Angreifer hatten, dann ging es ihnen zumeist auch gut.

Toppmöller geht in seine dritte Saison als Trainer der Hessen. Er muss die Offensive für Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal in die Spur bringen. Dafür bekam der Coach im vergangenen Januar Elye Wahi von Olympique Marseille und im Sommer Jonathan Burkardt von Mainz 05 zur Verfügung gestellt. Die beiden Stürmer kosteten den Verein zusammen über 40 Millionen Euro.

Burkardt weiß um die Eintracht-Tradition

Die Erwartungen sind dementsprechend groß. Setzen sie die Stürmer-Tradition bei der Eintracht fort? Burkardt weiß um die Größe der Fußspuren, in die er nach „Hugomar“ tritt. „Ich bin mir dessen bewusst. Ich weiß, wer hier vorher gespielt hat, und ich weiß, dass das großartige Stürmer sind, die tolle Leistungen gebracht haben“, sagte der 25-Jährige im Gespräch mit Sport Bild.

Die ersten Eindrücke in der Vorbereitung sind positiv. Burkardt war als Typ sofort integriert, auch sportlich sieht das bereits sehr ordentlich aus. Er erzielte im Trainingslager in den USA seine ersten beiden Tore im neuen Trikot. Auch Wahi taut mehr und mehr auf, der Franzose konnte Selbstvertrauen tanken und zumindest andeuten, was ihn auszeichnen könnte.

Burkardt betonte jedoch, kein „Ekitiké-oder-Marmoush 2.0“ sein zu wollen: „Es ist auch klar, dass ich meinen eigenen Weg gehen möchte. Ich bin ein anderer Spieler und ein anderer Mensch, ich möchte meine eigenen Fußstapfen hinterlassen.“ Der gebürtige Darmstädter will den Druck nicht an sich heranlassen.

Er sieht viel eher die Chance statt die Last: „Ich denke nicht, dass ich irgendwem oder irgendwas gerecht werden muss, sondern ich sehe das eher als tolle Sache für mich. Weil ich weiß, dass man hier gut mit Stürmern gearbeitet hat. Ich weiß, das ist ein Klub, der den Fokus auf die Entwicklung von Spielern, vor allem auch Stürmern legt.“ Die Vergangenheit, sie gibt ihm recht.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jürgen Kessler

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