Setzt Nagelsmann auf ihn? Bundesliga-Newcomer ist Geheimtipp für WM 2026
VonAdrian Kühnel
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Vor der WM 2026 wollen sich noch zahlreiche Akteure empfehlen. TV-Kommentator Christian Straßburger präsentiert für das DFB-Team einen Geheimtipp.
Frankfurt/Köln – In weniger als einem Jahr startet die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada. Und während die meisten Fans in Deutschland bereits über etablierte Stars wie Jamal Musiala, Florian Wirtz oder Kai Havertz diskutieren, hat TV-Kommentator Christian Straßburger einen ganz anderen Namen auf dem Zettel: Said El Mala vom 1. FC Köln soll schon bald das DFB-Trikot tragen. Eine steile These? Vielleicht. Aber Straßburger hat seine Gründe.
„Ich glaube, Said El Mala kann in dieser Bundesliga-Saison auf sich aufmerksam machen und das sogar so sehr – das ist mein Hot-Take –, dass er bei der WM 2026 im deutschen Kader stehen wird“, erklärt Straßburger gegenüber Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports. Eine Prognose, die aufhorchen lässt.
Darum ist Christian Straßburger von Köln-Talent Said El Mala überzeugt
Denn während andere Nachwuchstalente bereits in aller Munde sind, fliegt der 18-jährige El Mala noch unter dem Radar der großen Öffentlichkeit. Der Blick zurück erklärt Straßburgers Optimismus. „Er ist noch sehr jung und hat in der 3. Liga bei Viktoria Köln wirklich grandios gespielt – was für einen Spieler seines Alters in der 3. Liga mit einer Mannschaft wie Viktoria Köln nicht einfach ist“, betont der TV-Experte.
In der dritthöchsten Spielklasse zu überzeugen, mag auf den ersten Blick nicht spektakulär klingen. Doch wer die Umstände kennt, versteht die Tragweite. In 42 Spielen gelangen dem gelernten Linksaußen dort 14 Tore und sechs Vorlagen.
Viktoria Köln, ein Verein ohne die finanziellen Möglichkeiten der großen Namen, ohne die Infrastruktur der Profiklubs. Hier muss sich ein junger Spieler gegen gestandene Männer durchsetzen, gegen Routiniers, die um jeden Punkt kämpfen. El Mala hat diesen Test bestanden. Nach seiner Leihe zu Viktoria Köln ist der Youngster zurück beim FC.
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Entscheidend wird dort die Arbeit unter dem neuen Cheftrainer Lukas Kwasniok. „Kwasniok als Trainer – den ich schon in Saarbrücken und Paderborn gesehen habe – hat eine ganz eigene Herangehensweise an den Fußball“, schwärmt Straßburger. Der Trainer-Faktor könnte tatsächlich den Unterschied machen. „Was er wirklich kann: Er macht Spieler definitiv besser und hebt sie auf das nächste Level“, ist sich Straßburger sicher.
Ob sich El Mala in Köln durchsetzen und zum Nationalspieler heranreifen kann? „Für mich bringt er wirklich alles mit“, so Straßburger. Die kommende Saison wird zeigen, ob die Prognose aufgeht. Die Bundesliga ist ein anderes Kaliber als die 3. Liga, die Geschwindigkeit höher, die Gegner stärker. Doch genau diese Herausforderung brauchen Talente wie El Mala, um den nächsten Schritt zu machen.
Setzt Julian Nagelsmann auf Bundesliga-Newcomer vom 1. FC Köln?
Von der 3. Liga über die Bundesliga bis zum DFB-Team – dieser Weg ist ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bereits gezeigt, dass er bereit ist, neue Gesichter zu integrieren, wenn die Leistung stimmt. El Mala hätte den Vorteil der Überraschung auf seiner Seite, während andere Talente bereits intensiv beobachtet werden.
Straßburgers Prognose mag gewagt erscheinen, doch sie basiert auf konkreten Beobachtungen. Ein Spieler, der in schwierigen Umständen überzeugt hat. Ein Trainer, der Talente entwickeln kann. Ein Verein, der mit der Bundesliga-Rückkehr die perfekte Bühne bietet. Die Zutaten für eine Erfolgsgeschichte sind vorhanden.
Said El Mala ist noch ein Geheimtipp, doch das könnte sich schnell ändern. Wer in den kommenden Monaten die Spiele des 1. FC Köln verfolgt, sollte besonders auf diesen Namen achten. Womöglich erlebt man dann die Geburtsstunde eines zukünftigen Nationalspielers.