VonAdrian Rehlingschließen
Der Wechsel von Leroy Sané an den Bosporus ist mittlerweile fix. Dennoch ist seine letzte Partie im Bayern-Trikot wohl noch nicht gespielt. Alle wichtigen Infos im Live-Ticker.
Update, 12. Juni, 22.19 Uhr: Mittlerweile hat auch der FC Bayern den Transfer bestätigt und angekündigt, dass sich Sané zur Klub-WM in den USA einfinden wird: „Leroy Sané wird sich nach dem 30. Juni und dem Ablauf seines Vertrags beim FC Bayern dem türkischen Traditionsclub Galatasaray Istanbul anschließen. Zuvor wird der 29-jährige Offensivspieler bis zum 30. Juni für den FC Bayern bei der Klub-Weltmeisterschaft im Einsatz sein.“ Das gab Sportvorstand Max Eberl am Donnerstag (12. Juni) in einem Pressetalk im Base Camp des FCB in Orlando bekannt.
Update, 12. Juni, 18.25 Uhr: Es dürfte mittlerweile kaum noch eine Person überraschen, aber der Wechsel von Leroy Sané vom FC Bayern zu Galatasaray Istanbul ist sei Donnerstagabend offiziell. Der türkische Meister bestätigte den Deal in den sozialen Medien und veröffentlichte dabei sogar das konkrete Gehalt des 29-Jährigen.
Demnach erhält Sané in der türkischen Metropole einen Dreijahresvertrag und wird ein stattliches Gehalt von neun Millionen Euro netto jährlich verdienen – hinzu kommen drei Millionen Euro als ein sogenannter „Treuebonus“. Der Vertragsbeginn ist auf den 1. Juli 2025 datiert, somit kann der deutsche Nationalspieler bis Ende Juni den FC Bayern bei seiner Titelmission im Rahmen der Klub-WM noch unterstützen.
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Update, 12. Juni, 16.50 Uhr: Das sind durchaus überraschende Neuigkeiten: Leroy Sané wird, trotz seines Wechsels zu Galatasaray Istanbul, bei der im neuen Format ausgetragenen Klub-WM in den USA noch einmal für den FC Bayern auf dem Platz stehen. Das berichtet unter anderem Sky-Reporter Kerry Hau. Demnach befinde sich Sané nach seinem Medizincheck und seiner Unterschrift in Istanbul bereits auf dem Weg in die USA. Dort wird er in Orlando, wo der FCB-Tross sich aktuell aufhält, bereits am Freitag erwartet.
Sané-Abgang erhöht Druck auf Bayern-Bosse
Update, 12. Juni, 16.30 Uhr: Der Abgang von Sané erhöht trotz des eingesparten Gehalts aber auch den Druck auf die Bayern-Verantwortlichen. Denn der Flügelspieler hinterlässt auf seiner Position eine Lücke, die es jetzt zu füllen gilt. Das nötige Kleingeld, um das Gehalt eines Neuzugangs zu bezahlen, dürfte Max Eberl und Co. jetzt zur Verfügung zu stehen. Doch um die Ablöse für einen echten Top-Transfer wirklich stemmen zu können, bedarf es wohl noch dem ein oder anderen Abgang beim Rekordmeisters. Kandidaten dafür könnten Kingsley Coman, Minjae Kim oder João Palhinha sein.
Update, 12. Juni, 14.19 Uhr: Zwar geht ein Spieler und das dann auch noch ablösefrei, aber dennoch dürfen sich Max Eberl und Christoph Freund ein wenig als „Gewinner“ sehen. Denn: Sie gingen für die scheinbar hohen finanziellen Forderungen Sanés nicht weiter aus dem Sattel, als dass es die Rahmenbedingungen des FC Bayern hergegeben hätten. Und das, obwohl Sané bekanntlich noch Berater-Mogul Pini Zahavi mit einbezogen hatte. Eine Standhaftigkeit des Duos, die durchaus Stärke vermittelt Richtung zukünftiger Verhandlungen.
Update, 12. Juni, 13.34 Uhr: Jetzt meldet sich Leroy Sané auch selbst via Social Media zu Wort. Er richtet sich – auf Englisch – an die Bayern-Fans. Das Statement im Wortlaut: „Liebe Bayern-Fans, nach fünf intensiven Jahren hier in München habe ich mich entschlossen, in der kommenden Saison ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich bin unglaublich stolz darauf, das Trikot des besten und größten Vereins in Deutschland über 200 Spiele lang getragen zu haben und werde die Titel, die wir gemeinsam gewonnen haben, immer in Ehren halten. Ich danke dem Verein, dem Trainerstab, allen hinter den Kulissen, meinen Mitspielern und vor allem euch, den Fans, für die gemeinsame Zeit und die Erinnerungen, die wir geschaffen haben. Ich werde für immer dankbar für meine Zeit hier sein.“
Update, 12. Juni, 12.46 Uhr: „Sehr gut!!!! Das Ende der Lustlosigkeit …“ – Viele Bayern-Fans machen bei Social Media keinen Hehl aus ihrer Meinung zum Sané-Abgang. Auch der Kommentar „Endlich, beste Nachricht seit Jahren. 15Mil gespart für lustlose Auftritte“ ist eindeutig. Weitere Reaktionen der Anhänger zum Abgang.
Update, 12. Juni, 12.03 Uhr: Ein Großverdiener ist mit dem Abgang von Sané dann bald von der Liste. Und die Suche nach einem neuen Flügelspieler hat Sportvorstand Max Eberl natürlich schon aufgenommen. Bleibt die Frage: Wer kommt letztlich? Aktuell vermehrt gehandelt werden die Namen Nico Williams (Athletic Bilbao), Bradley Barcola (Paris St. Germain) sowie Rafael Leão (AC Mailand). Es soll sogar schon Geheimtreffen gegeben haben.
Update, 12. Juni, 11.17 Uhr: Bei seinen Aussagen am Flughafen betont Leroy Sané sehr auffällig das „Gesamtpaket“. Dazu gehört selbstverständlich auch – oder vor allem – das üppige Salär. Der 29-Jährige soll nämlich bei Galatasaray deutlich höher ausfallen als der Betrag, den der FC Bayern bei einem neuen Vertrag bis 2028 angeboten hätte. Heißt: 15 Millionen Netto schlagen zwölf Millionen Euro brutto.
Update, 12. Juni, 10.40 Uhr: Der Abgang von Leroy Sané heißt auch, dass die Bayern die legendäre Trikotnummer „10“ neu vergeben können. Sané hatte sie vor fünf Jahren selbstbewusst von Arjen Robben übernommen – die daran geknüpften Erwartungen aber nicht immer erfüllt.
Erstmeldung, 12. Juni 2025, 10.15 Uhr: München/Istanbul – Wie ein Popstar wird Leroy Sané mitten in der Nacht von hunderten Galatasaray-Fans in Istanbul empfangen. Der türkische Meister überträgt im Livestream auf Youtube, wie der deutsche Fußball-Nationalspieler auf dem Flughafen aus einer Privatmaschine steigt. Der 29-Jährige trägt einen Gala-Schal um den Hals. Eng an seiner Seite ist seine Lebensgefährtin Candice Brook.
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Die Bilder aus der türkischen Nacht werden auch fast 10.000 Kilometer entfernt in Orlando am frühen Abend US-Zeit aufmerksam verfolgt. Denn dort bereitet sich der FC Bayern intensiv auf die Klub-WM vor. Viel sagen zum nahenden Sané-Abschied wollte nach dem ersten Training in Florida wenige Stunden zuvor noch keiner etwas. „Leroy hat sich nicht bei der Mannschaft gemeldet“, ließ Kapitän Manuel Neuer wissen. „Da kann ich nichts zu sagen“, kommentierte Thomas Müller und scherzte: „Erstens weiß ich nichts. Und zweitens bringt es nichts.“
Eigentlich sollte Sané ja mit den anderen deutschen Nationalspielern in die USA nachreisen. Aber seine Flugroute führte ihn stattdessen von London in die türkische Fußball-Metropole Istanbul. Immerhin: Die unendliche Hängepartie findet wohl nun ein Ende; 18 Tage vor dem offiziellen Vertragsende. Sané verlässt die Bayern nach fünf Jahren.
Nur die obligatorischen Medizinchecks sowie die Vertragsunterschrift bei Galatasaray fehlen noch. Der in München nur selten und eher widerwillig vor Kameras sprechende Offensivspieler gab aber schon vorab bereitwillig Auskunft, als ihn türkische Reporter umringten und noch auf den Treppen des Flughafengebäudes befragten. Sané antwortete auf Deutsch, der frühere Journalist und jetzige Galatasaray-Direktor Fatih Demireli übersetzte.
„Ich freue mich mega, hier zu sein“, sagte Sané, der nach eigenen Worten zu einigen Vereinen hätte gehen können. Aber ihn habe „das Gesamtpaket“ überzeugt, „die Atmosphäre, wie sehr mich der Verein wollte, die Fans mich wollten“, erzählte Sané: „Das hat mich einfach überzeugt zu sagen, ich komme hier zu Galatasaray. Ich will einiges erzielen mit dem Verein.“ (rele/dpa)
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