Schonung für PSG-Kracher

„Appetithäppchen“ Leverkusen: Die Pressestimmen zur Machtdemonstration des FC Bayern

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FCB-Coach Vincent Kompany verblüfft im Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen, das beim 3:0 nicht den Hauch einer Chance hat. Die Pressestimmen.

München - Die Partie zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen am 9. Bundesligaspieltag der Bundesliga war das absolute Topspiel der letzten beiden Spielzeiten, in dem beide Teams zudem überragende Rekordserien zu verteidigen hatten. Der Rekordmeister und Tabellenführer hatte bereits zuvor mit 14 Pflichtspielsiegen zum Saisonstart einen europäischen Bestwert (Top-5-Ligen) aufgestellt.

Zunächst geschont für das PSG-Spiel: Kompany wechselt nach einer Stunde Díaz, Olise und Kane gegen Leverkusen ein.

Die Werkself kam mit der Empfehlung eines BL-Rekords von 37 Auswärtsspielen in Serie ohne Niederlage in die Allianz Arena. Trotzdem ließ FCB-Chef Vincent Kompany nicht ansatzweise seine vermeintliche Bestaufstellung auflaufen. Der 39-jährige Belgier wirft vorausschauend auf den Champions-League-Kracher in Paris die Rotationsmaschine an, bezeichnet die Maßnahme selbst unspektakulär als „Konkurrenz“.

FC Bayern begeistert gegen Leverkusen

Im Vergleich zum 4:1-Triumph im Pokalfight in Köln standen sieben andere Spieler in der Startformation. Unter anderem fehlte zu Beginn der komplette Supersturm mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz. Aber der „zweite Anzug“ machte seine Sache ausgesprochen gut, ließ dem Werksverein in der 1. Halbzeit keine Chance.

Serge Gnabry (25.), Nicolas Jackson (31.) und ein Eigentor von Loic Bade (43.) stellten bereits vor der Halbzeitpause den 3:0-Endstand her. Der zweite Durchgang, in dem Schritt für Schritt die „Stammelf“ eingewechselt wurde, wurde angesichts der riesigen Herausforderung am Dienstagabend im Pariser Prinzenpark beim CL-Titelverteidiger im Schongang absolviert: Bayer, nur das „Appetithäppchen vor PSG“.

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis. © ETIENNE ANSOTTE
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft. © VINCENT VAN DOORNICK
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte. © IMAGO / pmk
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt. © IMAGO / Norbert Schmidt
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt.
De Jong und Kompany verband eine enge Freundschaft, die über ihre gemeinsame Zeit in Hamburg hinausging. Beide wechselten später in die Premier League und blieben in Kontakt. © IMAGO / Thorge Huter
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte.
Joe Hart war über Jahre hinweg einer von Kompanys engsten Teamkollegen und Führungspartnern bei Manchester City. Beide verkörperten als Kapitän und Torhüter das Rückgrat der Mannschaft, teilten den Anspruch auf Professionalität und prägten die Siegermentalität, die Citys Aufstieg ermöglichte. © IMAGO/Simon Bellis
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren.
Mancini machte Kompany 2011 zum Kapitän von Manchester City und vertraute ihm als Abwehrchef. Gemeinsam gewannen sie 2012 den ersten Premier-League-Titel für City seit 44 Jahren. © Back Page Images/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität.
Unter Pellegrini blieb Kompany der Abwehrchef und Kapitän von Manchester City. Beide verband gegenseitiger Respekt – Pellegrini schätzte besonders Kompanys Führungsstärke und Professionalität. © IMAGO/Philip Oldham
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“.
Kompany und Benteke spielten jahrelang gemeinsam für Belgien. Ihr Verhältnis war kollegial und respektvoll, beide galten als zentrale Figuren der „goldenen Generation“. © IMAGO/Nico Vereecken
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen.
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Sie respektierten sich als Führungsspieler mit ähnlichem Siegeswillen. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Kompany und Touré bildeten das Rückgrat des City-Teams unter Mancini und Pellegrini. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung.
Kompany und Touré feierten beide große Erfolge mit ManCity. Kompany übernahm auch die Geschenk-Übergabe bei Toures Verabschiedung. © Matt McNulty/Jmp/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz
Arteta war Assistenztrainer, während Kompany als Kapitän spielte. Beide arbeiteten eng zusammen, und Kompany schätzte Artetas analytische Herangehensweise und seine ruhige, detailorientierte Art auf dem Trainingsplatz. © Javier Garcia/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander.
Arteta war während Kompanys letzter Jahre bei City Assistenztrainer unter Guardiola. Außerdem trafen die beiden anschließend auch als Trainer aufeinander. © IMAGO/Steven Paston
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt.
Silva war Citys kreativer Kopf, während Kompany der defensive Anker war – beide führten das Team über Jahre als stille, aber bestimmende Persönlichkeiten. Ihr Verhältnis war von professioneller Harmonie geprägt. © "Schalke 04 v Manchester City"
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel.
Kompany und Agüero standen für Citys goldene Ära: Der eine sicherte hinten, der andere entschied Spiele vorne. Sie verband großer gegenseitiger Respekt und gemeinsame Titel. © Kieran Mcmanus/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“.
Unter Guardiola entwickelte sich Kompany taktisch enorm weiter. Guardiola sah in ihm schon früh einen künftigen Trainer und nannte ihn „einen Coach, der noch spielt“. © Martin Rickett
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie.
Als Trainer verbindet beide ein enges, respektvolles Verhältnis. Guardiola gilt als Kompanys größter Mentor, während Kompany bei Burnley viele seiner Ideen – Ballbesitz, Struktur, Pressing – in eigener Form umsetzt; beide stehen für modernen, mutigen Fußball mit klarer Spielphilosophie. © IMAGO/Mark Cosgrove/News Images
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln.
Kompany und Sané spielten gemeinsam bei City, wo Sané als junger Flügelspieler aufblühte. Kompany unterstützte ihn als Kapitän und half ihm, sich taktisch und mental in der Premier League zu entwickeln. © Paul Currie/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken.
Sané spielt bei Bayern, während Kompany als Trainer tätig ist. Kompany fördert Sané taktisch und strategisch, wobei er seine Erfahrung als Führungsspieler nutzt, um Sanés Spielintelligenz und Rolle im Team zu stärken. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis.
De Bruyne und Kompany standen über Jahre gemeinsam für Belgien auf dem Platz. Kompany war Kapitän und Mentor, während De Bruyne als kreativer Spielmacher aufblühte; beide verband ein kollegiales, respektvolles Verhältnis. © IMAGO / Pro Shots
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an.
Bei City spielten sie eng zusammen, wobei Kompany als Kapitän die Abwehr führte und De Bruyne das Offensivspiel orchestrierte. Die beiden freundeten sich in erfolgreichen Titeljahren an. © BPI/Shutterstock via www.imago-images.de
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie.
Bellamy wurde Kompanys wichtigster Coaching-Partner, zunächst bei Anderlecht, dann bei Burnley. Beide teilen dieselbe Leidenschaft für intensive, moderne Fußballphilosophie. © IMAGO/Jimmy Bolcina
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha.
Kompany förderte Lokonga als Trainer bei Anderlecht und machte ihn zum Kapitän. Der junge Belgier bezeichnete Kompany später als seinen wichtigsten Mentor. Ebenfalls wichtiger Spieler im Team: Felix Nmecha. © IMAGO/Vincent Van Doornick
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany.
Kompany machte Josh Brownhill, Nathan Tella und Anass Zaroury zu zentralen Figuren seines Systems. Beim FC Burnley waren diese Spieler eine wichtige Stütze für Kompany. © IMAGO/Neal Simpson/Shutterstock
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert.
Bei Bayern arbeiten Kompany als Trainer und Neuer als Kapitän eng zusammen. Kompany vertraut auf Neuers Erfahrung und Führungsqualitäten, während Neuer Kompanys taktische Vorgaben auf dem Platz umsetzt und als verlängerter Arm des Trainers agiert. © IMAGO

Die Pressestimmen zum Bayern-Sieg

Kicker: „Spitzenspiel ohne Spitzenspiel-Gegner: Bayerns 1B-Elf meldet Leverkusen ab. Nach 37 Bundesliga-Auswärtsspielen in Serie ohne Niederlage hat es Bayer 04 Leverkusen wieder erwischt. Der äußerst passive und wenig am Topspiel teilnehmende Vizemeister ging beim souveränen Spitzenreiter Bayern München, der im Vorfeld mit der Aufstellung durchaus überrascht hatte, mit 0:3 baden.

Sportschau: „Bayern verschlingt Leverkusen als Appetithäppchen vor PSG.

Focus Online: „Bayern fertigt Leverkusen im Schongang ab – jetzt wartet PSG: 15. Spiel, 15. Sieg: Die Münchner sind nicht zu stoppen und können ihre sogar Kräfte für den Champions-League-Kracher gegen Paris schonen.“ 

Spiegel: „Die 1b-Elf des FC Bayern nimmt Bayer Leverkusen genüsslich auseinander. Wenn selbst der stärkste Herausforderer der vergangenen Jahre in München Angsthasenfußball spielt, ist der Titel bereits vergeben.“

Ntv: „FC Bayern demütigt Bayer – Vincent Kompany irritiert die Fußball-Bundesliga im Topspiel: Der FC Bayern tritt im Topspiel der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen an. Doch aus einem Duell der Giganten wird nichts, die Münchner machen ihren überforderten Gegner fix und fertig. Und das trotz einer überraschenden Aufstellung.“

Sky Sport: „FC Bayern feiert Kantersieg trotz Rotation gegen Bayer Leverkusen: Selbst ohne Topstars wie Harry Kane oder Michael Olise in der Startelf bezwang der deutsche Rekordmeister die Auswärtsspezialisten von Bayer Leverkusen souverän mit 3:0 (3:0) und baute seine Super-Serie auf 15 Pflichtspielsiege aus.“

Süddeutsche Zeitung: „Vincent Kompany kann Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz in ein Spiel bringen, das seine B-Elf gegen ein chancenloses Leverkusen längst gewonnen hat. Was immer der Bayern-Trainer derzeit tut, es scheint ihm zu gelingen.“

Frankfurter Allgemeine: „FC Bayern schlägt Leverkusen mit Leichtigkeit: Mit einem lockeren 3:0-Heimerfolg gegen Bayer Leverkusen bauen die Münchner ihre Siegesserie aus. Als Harry Kane das Feld betritt, ist die Partie bereits entschieden.“

BR.de: „Aufwärmen für PSG: Bayern ärgert Leverkusen mit zweiter Garnitur. Die Verwunderung war groß, als die Startaufstellung von FC-Bayern-Trainer Vincent Kompany veröffentlicht wurde: Kein Harry Kane, kein Michael Olise, kein Luis Diaz. Doch die Münchner bewiesen am Samstagabend in der Allianz Arena, dass auch die B-Reihe in der Offensive – Tom Bischof, Lennart Karl und Nicolas Jackson – einen hochkarätigen Gegner wie Bayer Leverkusen im Griff hat.“

SportBild: „Leverkusen chancenlos. Bayern siegt mit 455 Mio. auf der Bank!“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

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