VonStefan Schmidschließen
Obwohl das erste Weltcup-Rennen der alpinen Ski-Saison noch in der Ferne liegt, sind die Athleten bereits im Training – teilweise weit entfernt von zu Hause.
München – Der längste Tag des Jahres ist schon lange Geschichte und so werden die Sonnenstunden immer weniger. Für die einen ist das Grund zur Trauer, Wintersport-Fans hingegen dürften der dunklen Jahreszeit entgegenfiebern. Die neue Weltcup-Saison rückt näher und damit intensiviert sich auch das Training der alpinen Ski-Stars – das nicht immer im Verbund mit Athleten derselben Nation abläuft.
Am 26. und 27. Oktober startet die Weltcup-Saison 2024/25 im alpinen Ski-Zirkus. Wie jedes Jahr geht es in Sölden auf dem berüchtigten Rettenbachgletscher mit dem Riesenslalom los. Am ersten Tag fallen die Entscheidungen bei den Damen, einen Tag später geht es für die Herren los.
Linus Straßer und Co. bereiten sich in Argentinien vor
Viel Schnee liegt Ende August noch nicht in den deutschen Skigebieten und so müssen die Fahrer des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) auf andere Länder ausweichen. Dabei verwundert auf den ersten Blick besonders das Ziel, an dem sich ein Großteil des deutschen Kaders in der vorletzten Augustwoche aufhält.
Gemeinsam startet das DSV-Team in Argentinien in die heiße Phase der Vorbereitung. Was passt da besser als ein Trainingslager im Feuerland? In der Provinz Tierra del Fuego (dt.: Land des Feuers) am südlichsten Zipfel Südamerikas ist ein Großteil der deutschen Alpin-Rennfahrerinnen und -Rennfahrer zusammengekommen. Etliche Schnappschüsse und Clips auf Instagram belegen die gute Stimmung im und um den Ort Ushuaia.
Sebastian Holzmann postete einen Clip auf der Plattform, in dem er sich, umgeben von schneebedeckten Bergen, mit Fabian Gratz, Simon Jocher, Linus Straßer, Jonas Stockinger, Anton Grammel und Nickco Palamaras zeigt. „Die ersten Tage sind geschafft. Ich kann es nicht erwarten, bis es richtig losgeht“, ist die Botschaft, die Holzmann an seine Follower mitschickt.
Beeindruckendes Panorama: Ski-Stars bereiten sich am anderen Ende der Welt auf die Saison vor




Auch DSV-Damen bereiten sich in Argentinien vor – doch es gibt auch Ausreißer
Zumindest ein Teil der DSV-Damen ist in Argentinien mit von der Partie. In ihren Instagram-Stories posteten Fabiana Dorigo, Anna Schillinger, Sophia Zitzmann und Ronja Wiesle einige Eindrücke aus der Skiregion Cerro Castor (22. August).
Doch nicht alle scheinen sich im fernen Argentinien vorzubereiten. Schon eine Woche zuvor postete das DSV-Team ein Video einiger Rennfahrerinnen, vermutlich mehr aus dem Einser Lehrgang bestehend, aus dem Skigebiet Saas-Fee. Was im Süden der Schweiz und damit deutlich näher an heimischen Gefilden liegt. Über den kurzen Heimweg dürfen sich Jessica Hilzinger, Emma Aicher und Lena Dürr freuen – wobei eine anschließende Reise Richtung Feuerland nicht auszuschließen ist.
Stefan Luitz bereitet sich nicht mit DSV-Team vor
Nicht mit den anderen DSV-Athleten im Vorbereitungstraining ist Stefan Luitz. Der bereitet sich mit seinem Trainingsteam Global Racing auf die bevorstehende Saison vor. Mit von der Partie im neuseeländischen Coronet Ski Resort ist auch der Österreicher Simon Maurberger, der wie Luitz diverse Instagram-Storys (22. August) von dort absetzte.
Ebenso in Neuseeland, aber nicht mit einem privaten Team, hält sich Marcel Hirscher fit, der für die Niederlande startend ein Comeback wagen will. Wiederum in Argentinien genießt der Schweizer Loic Meillard ein deutlich schöneres Panorama als seine Schwester Mélanie, die Eindrücke aus dem Alpincenter Hamburg-Wittenburg mit ihren Fans teilte (22. August).
Ski-Star muss verletzungsbedingt auf Vorbereitung verzichten
Einer, dem es egal wäre, ob Panorama oder nicht, dürfte Aleksander Aamodt Kilde sein. Der Ski-Star wurde zum wiederholten Male nach einer schweren Schulterverletzung im Heilungsprozess zurückgeworfen. Für ihn dürfte damit nicht nur die Vorbereitung, sondern die gesamte nächste Saison abgeschrieben sein. (sch)
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